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Die Liste der Kulturdenkmale in Aue enthält die 221 für den Denkmalschutz ausgewählten Bauwerke (Baudenkmale) und Anlagen (Gartendenkmale). Die Übersicht basiert auf der Kulturdenkmalliste des Freistaats Sachsen aus dem Jahr 2014.
Die Kulturdenkmale des früher zu Aue gehörenden Stadtteils Alberoda sind in einer eigenen Liste enthalten.
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Übersicht – alphabetisch vorgeordnet nach den Ortsgebieten oder Stadtteilen (umgangssprachlich auch Ortsteile), gefolgt von der Adresse –
Die Adressen entsprechen den aktuellen Straßennamen nach 1990, vor 1945 trugen einige Straßen andere Namen, beispielsweise war der heutige Altmarkt nur der Markt, die Alfred-Brodauf-Straße hieß zuvor Pabststraße, die Reichsstraße, in der NS-Zeit Mutschmannstraße, wurde zur Rudolf-Breitscheid-Straße. – Die Straßennamensänderungen sind ggf. bei den zeitgenössischen Beschreibungen berücksichtigt worden.
Neben den Klartextangaben in der Liste wurden folgende Abkürzungen verwendet: für den Ortsteil: Ah=Auerhammer; ; Ei=Eichert; Nd=Neudörfel; Np=Niederpfannenstiel; Sz=Stadtzentrum, Ze=Zelle, für die amtliche Begründung der Aufnahme in die Denkmalliste: ah = architekturhistorisch interessant; bh = bauhistorisch bedeutsam; bk = baukünstlerisch wertvoll; eg = stadt- oder ortsentwicklungsgeschichtlich wertvoll; eh = eisenbahngeschichtlich interessant; lp = landschäftsprägend; ob = ortshistorisch bedeutsam, op = ortsbildprägend, sb sh = stadthistorisch bedeutsam, Sw = Seltenheitswert, th = technikgeschichtlich bedeutend; vh = verkehrstechnisch bedeutend; wh = wirtschaftsgeschichtlich bedeutend
Die in Anführungszeichen gesetzten Aussagen sind unmittelbar der Denkmalliste entnommen.
ID Ortsteil Adresse /
Lage Offizielle Bezeichnung amtl. Begründung Bild und Beschreibung 08957426 Ah An den Gütern 24 Wohnstallhaus, Seitengebäude und Scheune eines Dreiseithofs mit Pflasterung, zwei Hofbäumen, Gebäuderest an Westseite und Hofmauer oh; bh „authentisch erhaltener, weithin sichtbarer und regionaltypischer Bauernhof an historischer Stelle“, der Hauptteil wurde um 1860 bis 1870 errichtet, der Kernbau stammt aus früheren Jahrhunderten. 08957511 Ah Bockauer Talstraße 15 Villa Reich (ohne Anbau), Skulpturensammlung und Nebengebäude mit Einfriedung, Pflasterung, Garten mit altem Baumbestand sowie Gartenhäuschen oh; bh; lp; unternehmensgeschichtlich bedeutend 140px|rechts Das Wohnhaus im Schweizerstil wurde 1899 erbaut, eine Remise im Jahr 1900 und etwa zur gleichen Zeit das Gartenhaus. Die erste Statue datiert von 1920. – Das Haus hat der Auer Steinbruchbesitzer Reich erbauen lassen. 08957512 Ah Bockauer Talstraße 22/24 AG Sächsische Werke; eh. Holzschleiferei Auerhammer mit: Produktionsgebäude, Kontorgebäude, Nebengebäude, Rohrleitung, Fußgänger- und Rohrleitungsbrücke über die Zwickauer Mulde, Rechenhaus mit Überfall sowie zuleitender Betriebsgraben th; bh 140px|rechts Die Fabrikhalle entstand 1890–1892, das Kontorhaus um 1920. 08957425 Ah Brückenstraße 12 Schweizerhaus; ein Gasthaus aus dem Jahr 1884 (ohne östlichen Anbau) bestehend aus Saal, zwei Anbauten und einer Kegelbahn oh; kg; bh 140px|rechts Das Gebäude ist eine typische gründerzeitliche Vergnügungsstätte in historischem Fachwerk. Ein Einzelhandelsgeschäft und eine Service-Einrichtung gehören zu den Nutzern (2015).Brückenstraße 12 im Branchenbuch Aue; abgerufen am 21. Mai 2015. 08957430 Ah Brückenstraße 14 Wohnhaus (ohne Anbau) in halboffener Bebauung; 3. Viertel des 19. Jh. bh; sh 140px|rechts „schlichter, solider und zeittypischer ländlicher Bau der einsetzenden Gründerzeit in weitgehend originalem Erhaltungszustand“ 08957427 Ah Galerieweg3 Mehrfamilienwohnhaus mit Freifläche und Baumgruppe; Reihenhaus mit großer Holzgalerie und Freitreppe bh; auch sozialgeschichtlich relevant Das Reihenhaus entstand etwa in der Mitte des 19. Jh., das Mehrfamilienhaus im dritten Viertel des 19. Jh. 08957428 Ah Muldenstraße1 Wohnhaus in offener Bebauung; als Überrest der Mechanischen Weberei Auerhammer oh; bh (seltenes Tonnendach) 140px|rechts Das ehemalige Wohnhaus des Webereibesitzers Lilienfeld stammt aus dem Jahr 1835, 1837 erhielt es seinen Fassadenschmuck. 08957534 Ah Ricarda-Huch-StraßeFußläufige Verlängerung der Hohen Straße (unterhalb der Wolframitgrube) Kaufmannshöhle; Bergbaumonumente Aue th 140x140px|rechts als Suchstolln zwischen 1556 und 1556 angelegt
„bedeutendes Zeugnis des Altbergbaus“ 08957503 Ah Ricarda-Huch-Straße 15 Villa Lange; Fabrikantenvilla mit Scheune aus dem Jahr 1871 bk; bh; oh „repräsentatives, vielgliedriges Gebäude im Schweizerstil als Zeugnis großbürgerlicher Wohnkultur“ 08957423 Ah Wettinerstraße 108 / Hammerplatz Herrenhaus Auerhammer oh; bh; th 140px|rechts|Zustand 2008 Das Fachwerkhaus diente als Verwaltungsgebäude des Auerhammers. Nach dendrologischen Untersuchungen wurde das Baujahr um 1663 ermittelt. Das Fachwerkhaus konnte Ende des 20. Jh. restauriert werden. 08957505 Ah Zschorlauer Straße3 Alte Schule Auerhammer; Baujahr 1876, mit Anbau oh 140px|rechts einfaches Zeugnis des früheren Schulwesens Wird im 21. Jahrhundert als Schule für Sozialwesen genutzt. 09304895 Ah Zschorlauer Straße3: davor Kriegerdenkmal zum Ersten Weltkrieg; um 1920 errichtet oh 140px|rechts Das eher unscheinbare Kriegerdenkmal aus Sandstein auf der Wiese vor dem Schulgebäude ehrt die Toten des Ersten Weltkriegs aus der damaligen Gemeinde Auerhammer. Es ist in die Jahre 1914, 1915, 1916 und 1917 untergliedert und enthält die Namen von 42 Personen. Unter jedem Jahr stehen die Namen sowie Geburts- und Sterbedaten der Menschen. Allerdings sind die Inschriften kaum noch lesbar. Am Sockel befand sich bis 1946 dieser Spruch: „Sie gaben ihr alles, ihr Leben, ihr Blut// Sie gaben es hin mit freudigem Mut // Für uns! Die dankbare Einwohnerschaft von Auerhammer.“ Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ließ die sowjetische Besatzungsmacht die Inschrift abschleifen.Presseinformation der Stadtverwaltung Aue-Bad Schlema; Oktober 2019. 09305277 Ah Zschorlauer Straße 58 Notkirche; Baujahr 1952 bh; bedeutendes sozialgeschichtliches Zeugnis der Nachkriegszeit 140px|rechts Architekt Otto Bartning 08957464 Ei Bergfreiheit1 Rachals’scher Bergkeller; Grube; Jäger; Bergbaumonumente Aue;
Stolln und Bergkeller eines ehem. Huthauses oh; bergbauhistorisch bedeutend 140px|rechts Die Baudenkmale stammen aus den 1660er-Jahren. Nach umfassendem Ausbau des Rachals’schen Bergkellers mit dem Huthaus wird der Komplex seit Ende des 20. Jh. als Stadtmuseum genutzt. 140px|links|Schlussstein von St. Andreas Ein Teil des Stollns ist in die Ausstellung integriert. Zur gleichen Denkmalnummer gehören der im Museum vorhandene Schlussstein der Weiße Erden Zeche St. Andreas und der Maßenstein der Gottes Segen-Grube.Huthaus Oberer Vestenburger Stolln sowie weitere Bergbaumonumente; auf www.mineralienatlas.de; abgerufen am 21. Mai 2015. 08957548 Ei Bockauer Straße, gegenüber der Einmündung der Schreberstraße Müller-Denkmal oh; zeitgeschichtlich bedeutend 140x140px|rechts Der im Jahr 1936 aufgestellte Gedenkstein mit Reliefplatte für Karl August Müller ist zusammen mit einer kleinen gestalteten Grünanlage ein Erinnerungsort für die gründerzeitliche Kleingartenbewegung (Schrebergärten). 08957471 Ei Brünnelweg Irrgänger Stolln; Irrgänger Fundgrube; Bergbaumonumente Aue oh; bergbaugeschichtlich relevant 140px|rechts Der im Jahr 1664 aufgefahrene Stolln der Irrgänger Fundgrube war die ehemals reichste Auer Zinngrube. 08957519 Ei Buchenweg 30eh. Reichsmusikschule bh; oh 140px|rechts|Ehemalige Grundschule Heidelsberg (Aue) (2010) Der Gebäudekomplex beherbergt die Heidelsbergschule (Grundschule Heidelsberg). Die dreiflügelige Anlage auf dem Heidelsberg ist weitgehend authentisch erhalten. Sie begrenzt den Stadtpark und wird dem traditionellen Heimatstil der nationalsozialistischen Ära zugeordnet. Im Jahr 1964 zog in den Baukomplex die POS Arthur Becker ein, nach der Wende diente das Gebäude als Grundschule und wurde nach ihrer Lage Heidelsbergschule genannt. Im Jahr 2017 ist die Schule in die eh. Pestalozzi-Straße an der Schwarzenberger Straße umgezogen, die seit 2012 leer stand und von der Stadt für rund 2,2 Millionen Euro saniert wurde. Für den stark sanierungsbedürftigen Gebäudekomplex auf dem Heidelsberg gibt es noch keine neuen Nutzungsideen.Heike Mann: Schultüren schließen sich für immer. In: Freie Presse, 24. Juni 2017; abgerufen am 4. September 2017. Im September 2019 wurde der Dachstuhl des Gebäudes vermutlich durch Brandstiftung teilweise zerstört.freiepresse.de, In: Freie Presse vom 26. August 2019; abgerufen am 18. März 2021 Im Oktober 2020 wurden die Fördermittel für den Abriss des Gebäudes freigegeben, da eine Sanierung zu teuer ist.Bericht auf Hitradio RTL Sachsen. Beitrag vom 23. Oktober 2020; abgerufen am 18. März 2021. 09300146 Ei Parkstraße 50 Einzeldenkmale Stadtpark und Parkwarte (Sachgesamtheit): Ausflugsgaststätte mit Terrasse und Lorenz-Pavillon bh; oh; sh 140px|rechts|Gaststätte und Turm der Parkwarte „Gaststätte in exponierter Lage; Staffagebau“ 08957470 Ei Parkweg Forstgrenzsteine am Heidelsberg im Umfeld eines Stollenmundlochs (1840) oh; rh „Zeugnisse einer historischen Waldberainung“ 08957469 Ei Parkweg Oberer Vestenburger Stolln; Segen Gottes Fundgrube; Bergbaumonumente Aue: Stollen ohne rekonstruiertes Mundloch und ohne neue Kaue aus dem Jahr 1680 th; oh 08957506 Nd Zschorlauer Straße Tauschermühle: Wohn- und Mühlengebäude, Scheune und Hofbaum eines Mühlen-Dreiseithofs am Zschorlaubach gelegen; Komplex von 1820 bh; oh 140px|rechts „in Aue relativ seltenes, mit vielen originalen Details erhaltenes, vorindustriell-ländliches Ensemble“; 2014/2015 wurde das an der Straße stehende Gasthaus abgerissen Die Reste des Mühlengebäudes sind an einem Natursteinfundament erkennbar, Scheune und weitere Gebäude sind zwar noch erhalten (Stand Oktober 2019), jedoch zum Teil bereits eingestürzt und mit einem festen Drahtzaun rundherum gesichert. 08957507 Nd Zschorlauer Straße Schlösschen zur Tauschermühle; um 1905 eingeweiht bh; oh 140px|rechts|Ansicht der Gaststätte um 1906 „Gaststätte mit Saal; stattlicher Bau; weitgehend authentisch erhalten“
Obwohl das Restaurant im August 2014 noch in der Denkmalliste stand, wurde es 2014/2015 komplett abgerissen. Es wurde wegen fehlenden Betreibers schrittweise demoliert.Komplex Tauschermühle ist nun endgültig Geschichte. Öffentliche Bekanntmachungen der Stadtverwaltung Aue vom September 2014. 08957508 Nd Unterer Weg Bergsegen III; Bergbaumonumente Aue
Stollnmundloch der Wolframitgrube Bergsegen III (1937–1939); 1939–1941: Bau der Förder- und Aufbereitung (Bergbauanlagenteil); gemäß Markierung am Mundloch 1938 oh; hohe bergbautechnische Relevanz „letzter Überrest der Hauptschachtanlage, bedeutsames Zeugnis für den im Zuge der Autarkiebestrebungen NS-Deutschlands forcierten Zschorlauer Wolframitbergbau“ 08957256 Np Hakenkrümme, Streckenkilometer 8,161 und 8,33Eisenbahnbrücken über das Schwarzwasser, mitsamt Widerlagern und angrenzenden Befestigungs- bzw. Uferstützmauern; 1884 eingeweiht eh; bh 140px|rechts „zwei Eisenbahnbrücken auf gekrümmtem Grundriss“ 08957660 Np An der Hakenkrümme Alter Friedhof des Blaufarbenwerks: Friedhofskapelle (Leichenhalle) und Einfriedungsmauer oh; bh Mit der Fertigstellung der Kapelle (damals außerhalb der Friedhofsfläche) im Jahr 1890 offiziell eröffnet. Bereits in früheren Zeiten fanden hier Begräbnisse statt. Der Friedhof hat eine Fläche von 640 m², zwei Drittel der Grundfläche wurden für Beerdigungen genutzt. Die Anzahl der Begräbnisse war nie sehr groß, 1934 wurden drei Personen, 1935 zwei Personen beigesetzt. Die letzte Beerdigung fand 1954 hier statt.