Anton Koelbl (* 1957 in Eichstätt) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben Anton Koelbl wuchs in Eichstätt auf. Nach Abitur, Zivildienst und Grundstudium der Germanistik und Theaterwissenschaften an der LMU München studierte er Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und war nach seinem Diplom von 1985 bis 1996 an den Theatern in Braunschweig, Regensburg, Luzern, Erlangen, Konstanz und Basel engagiert.

Von 1996 bis 2006 war er in München künstlerischer Leiter von integrativen Theaterprojekten für und mit Menschen mit psychischen und sozialen Problemen. So entwickelte und inszenierte er mit den Bouffons des Münchner TheaterAteliers Arbeiten wie Der Seiltänzer nach Jean Genet, Frösche fallen vom Himmel wie Regenschnüre nach Anne Sexton und die Einladung zur Tafelrunde. Zudem arbeitete er mit dem Regisseur Alain Gsponer in den Filmen X für U, Hinter dem Berg und Rose und mit dem Regisseur Juri Köster in den Filmen Cubus und Der Auftrag.

Von 2007 an gehörte er zum Ensemble des Theaters Augsburg und spielte u. a. in Warten auf Godot als „Estragon“, in Biedermann und die Brandstifter als „Eisenring“, in Der Kirschgarten als „Firs“, in Die Kunst der Komödie als „Oreste Campese“ und in Orpheus in der Unterwelt als „Styx“.

2011 wechselte er u. a. für die Rollen des „Philipp Klapproth“ in Pension Schöller und des „Tschebutykin“ in Drei Schwestern ans Theater Osnabrück. 2013 kehrte er nach Augsburg zurück und war dort in Anne Lenks Minna von Barnhelm und Kleiner Mann – was nun? als „Just“ bzw. als „Heilbutt“, in Das kalte Herz als „Glasmännlein“, in Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben als „Portner“, in Philotas als „König Aridäus“ und in Gust als „Gust“ zu sehen, bei dem er gemeinsam mit Tjark Bernau auch die Inszenierung und das Bühnenbild verantwortete. Es folgten Arbeiten u. a. mit Bernadette Sonnenbichler als „Smee“ in Peter Pan und mit Christoph Mehler als „Puck“ in Ein Sommernachtstraum.

Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 lebt und arbeitet Anton Koelbl frei schaffend auf dem Land und in der Stadt.

Rollen (Auswahl) 1984: Großer Wolf, als Messer, Braunschweig, Regie: Heinz W. Krückeberg 1985: Plattling, als Herbert, Regensburg, Regie: Peter Biermann 1987: Die Möwe, als Kostja, Basel, Regie: Anna Badora 1988: Die schmutzigen Hände, als Hugo, Basel, Regie: Heinz Trixner 1989: Ella, als Ella, Regensburg, München, Konstanz 1989: Früchte des Nichts, als Lebrecht, Konstanz, Regie: Hartmut Wickert 1990: Was ihr wollt, als Antonio, Basel, Regie: Stephan Müller 1991: Graf Öderland, als Kommissar, Basel, Regie: Werner Düggelin 1993: Medea, als Jason, Berlin 1993 1994: Der mündliche Verrat, als C, Erlangen, Regie: Stefan Maurer 2006: Romeo und Julia, als Pater Lorenzo, München, Regie: Christoph Brück 2007: somebodyELSE, als Else, Augsburg, Regie: Anne Lenk 2008: Warten auf Godot, als Estragon, Augsburg, Regie: Marcel Keller 2008: Orpheus in der Unterwelt, als Styx, Augsburg, Regie: Jochen Biganzoli 2010: Der Kirschgarten als Firs, Augsburg, Regie: Markus Trabusch 2010: Die Kunst der Komödie, als Oreste Campese, Augsburg, Regie: Marcel Keller 2012: Drei Schwestern als Tschebutykin, Osnabrück, Regie: Annette Pullen 2013: Minna von Barnhelm, als Just, Augsburg, Regie: Anne Lenk 2013: Das kalte Herz, als Glasmännlein, Augsburg, Regie: Bettina Rehm 2014: Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben, als Portner, Augsburg, Regie: Markus Trabusch 2014: Philotas, als König Aridäus, Augsburg, Regie: Miriam Fehlker 2014: Die Katze auf dem heißen Blechdach, als Doktor Baugh, Regie: Matthias Fontheim 2015: Goldland, als Erzähler, Augsburg, Regie: Tobias Ginsburg 2015: Kleiner Mann – was nun?, als Heilbutt u. a., Augsburg, Regie: Anne Lenk 2015: Gust, als Gust, Augsburg, Regie: Tjark Bernau und Anton Koelbl 2015: Der ideale Mann, als Lord Caversham, Augsburg, Regie: Schirin Khodadadian 2015: Peter Pan, als Smee, Augsburg, Regie: Bernadette Sonnenbichler 2016: Ein Sommernachtstraum, als Puck, Augsburg, Regie: Christoph Mehler 2016: Platonow, als Iwan Iwanowitsch Trilezki, Augsburg, Regie: Christian Weise 2016: Das große Wundenlecken, als Walter, Augsburg, Regie: Sapir Heller 2017: Pension Schöller, als Albert Schöller, Augsburg, Regie: Maria Viktoria Linke 2017: Die Csárdásfürstin, als Fürst von und zu Lippert-Weylersheim, Würzburg, Regie: Marcel Keller 2018: Magnolienzeit, Rechercheprojekt, Würzburg, Regie: Tjark Bernau 2018: Der Besuch der alten Dame, als Bürgermeister, Würzburg, Regie: Martin Kindervater 2019: Sisyphos auf Silvaner, als Chorus, Würzburg, Regie: Albrecht Schroeder 2021: Carmen, als Lillas Pastia, Nürnberg, Regie: Vera Nemirova

Filmografie (Auswahl) 1991: Die Löwengrube 1998: Cubus 2000: X für U 2001: Rohat – Sonne, die die Nacht vertreibt 2001: Hinter dem Berg 2001: Der Auftrag 2005: Rose 2005: Das Kreuz mit der Schrift 2007: Die Flucht 2009: Stauffenberg – Die wahre Geschichte 2012: Die Fugger 2015: Äbtissinnen 2018: Ein bisschen Liebe - Reloaded

Weblinks

Anton Koelbl im Augsburger Stadtwiki

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