Stavy Greder, geborene Stavy Horn, (* 9. Juni 1870Stavy Greder in den Akten der Reichskulturkammer/Reichsfilmkammer; † 28. Dezember 1958 in Berlin) war eine deutsche Sängerin, Schauspielerin und Schauspiellehrerin.
Leben Über ihre Herkunft und Ausbildung ist derzeit nichts bekannt. Im Alter von 17 Jahren begann sie Theater zu spielen, zu ihren frühen Bühnenstationen gehören Hamburg, Stuttgart und Frankfurt am Main. Noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam sie nach Berlin ein; von dort ging sie auf Tourneen, die sie bis nach Asien, Afrika und in den Orient führten.
In den Jahren 1917 bis 1922 ist Stavy Greder auch als Filmschauspielerin nachweisbar, wo sie anfänglich vor allem in Lustspielen eingesetzt wurde. Zu ihren Filmpartnern zählten in diesen fünf Jahren unter anderem Paul Heidemann, Paul Westermeier, Lupu Pick und Erich Kaiser-Titz. Zur selben Zeit trat Greder auch als Sängerin auf, so etwa zu Beginn der 1920er Jahre an der Komischen Oper. Noch im selben Jahrzehnt kehrte Stavy Greder dem Festengagement-Theater den Rücken zu und verdiente sich in späteren Jahren ihren Lebensunterhalt als Schauspiellehrerin. Ihre Bühnenerinnerungen wurden in Zeitungen veröffentlicht.
Verheiratet war sie mit dem Opernsänger Emil Greder (* 1867).
Filmografie 1917: Moritz Meyer als Gerichtsvollzieher 1917: Das Telephonkätzchen 1917: Und stets kam was dazwischen 1921: Mensch, verpump deinen Frack nicht 1922: Krawattenmacher - Der Wucherer von Berlin 1922: Aus den Erinnerungen eines Frauenarztes (2 Teile)
Literatur Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnen-Jahrbuch, 68. Jahrgang, Druck und Kommissionverlag F.A. Günther & Sohn, 1960, Nachruf S. 86
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