The Crew-Cuts war eine kanadische Doo-Wop-Vokalgruppe. Die Formation gehörten zu den ersten weißen Interpreten, die Coverversionen ihrer schwarzen Kollegen anfertigten und im segregierten amerikanischen Musikmarkt einer breiten Öffentlichkeit zuführten. Ihr bekanntester Titel ist Sh-Boom aus dem Jahr 1954.

Karriere Das Quartett gründete sich 1952 unter dem Namen „The Canadaires“ in Toronto. 1954 bestand es aus den Brüdern John Perkins (* 1931) und Ray Perkins (* 1932) sowie Pat Barrett (1933–2016) und Rudi Maugeri (1931–2004), der auch für die Vokal-Arrangements verantwortlich zeichnete. Nach einem Fernsehauftritt in Cleveland wurde Bill Randle auf die Gruppe aufmerksam, der einen neuen Namen „The Crew-Cuts“ vorschlug und sie an Mercury Records vermittelte.

Bereits eine ihrer ersten Singles, die Eigenkomposition Crazy ’bout Ya Baby, wurde ein Nummer-8-Hit in den amerikanischen Charts. Für die zweite Aufnahmesession sollte eine schwarze R&B-Vorlage gecovert werden. Die Wahl fiel auf Sh-Boom der Band The Chords, die damit sehr erfolgreich auf Platz 2 der R&B und auf Platz 5 der Popcharts landeten. Die Coverversion der Crew-Cuts hingegen toppte diesen Erfolg und verblieb für neun Wochen auf Platz 1 der Popcharts und war damit der zweiterfolgreichste Popsong des Jahres 1954. Mercury verfolgte daraufhin weiter die Strategie von popkompatiblen Einspielungen schwarzer Vorlagen im Bigband-Stil. Es folgten Nachspielungen von Oop Shoop von Shirley Gunter, Earth Angel der Penguins, des R&B-Standards Kokomo und weitere. Dieser Strategie folgten Mitte der 1950er Jahre viele andere weiße Künstler wie Pat Boone, Georgia Gibbs und The McGuire Sisters, bis mit dem Rock ’n’ Roll sich ein Genre etablierte, der allen Musiksparten erfolgreiche Crossover ermöglichte und schließlich zum Mainstream wurde.

1958 wechselten die Crew-Cuts zu RCA Records, konnten aber nicht an ihre Mercury-Erfolge anknüpfen. Nach weiteren erfolglosen Stationen bei Warwick Records, Whale Records, Vee-Jay Records, ABC-Paramount und Chess Records löste sich die Gruppe 1964 auf. 20 Jahre später wurde die Gruppe mit der Aufnahme in die Canadian Music Hall of Fame geehrt.

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1954: Crew Cut Capers (Mercury 20143) 1955: The Crewcuts Go Long Hair (Mercury 20067) 1956: Rock and Roll Bash (Mercury 20144) 1956: Music ala carte / The Crew Cuts (Mercury 20199 / 12177) 1959: Surprise Package (RCA Victor 1933) 1959: The Crew-Cuts Sing (RCA Victor 2037) 1960: You Must Have Been a Beautiful Baby! (RCA Victor 2067) 1961: Sing Out (RCA Victor 102) 1962: High School Favorites (Wing 12180) 1963: The Great New Sound of the Crew-Cuts / Crew-Cuts Sing Folk (Camay 3002)

Kompilationen 1980: The Wonderful, Happy, Crazy, Innocent World of the Crew-Cuts (Picc-a-Dilly 3560) 1996: The Best Of: The Mercury Years (Spectrum 552 762) 2001: Best of the Crew Cuts (Polygram) 2006: Sh-Boom: Where Swing Met Doo-Wop & Rock’n’Roll (2 CDs; Jasmine 432) 2013: The Biggest Surprise Package: The Best of the Crew Cuts >(Backtracks) 2017: The Singles Collection 1950–1960 (Acrobat)

Singles

Weitere Singles 1954: I Spoke Too Soon 1954: The Barking Dog 1954: Twinkle Toes 1955: Unchained Melody 1955: Chop Chop Boom 1955: Are You Having Any Fun 1956: Honey Hair, Sugar Lips, Eyes of Blue 1956: Bei mir bist du schon 1956: Keeper of the Flame 1956: The Varsity Drag / The Halls of Ivy 1956: Little by Little / Young Love 1957: The Angelus 1957: Suzie Q / Such a Shame 1957: I Sit in the Windows 1957: Be My Only Love 1958: Hey, Stella! (Who Zat Down Your Cellar?) 1958: Baby Be Mine 1959: Fraternity Pin 1959: Gone, Gone, Gone 1960: It Is No Secret / No, No, Nevermore 1960: American Beauty Rose 1960: Aura Lee 1960: Over the Mountain 1960: You and the Angels 1960: Malaguena 1961: The Legend of Gunga Din 1962: Twistin’ All Around the World 1962: Laura Love 1962: Hush Little Baby (Don’t You Cry) 1963: Hip-Huggers 1963: The Three Bells 1964: Yea, Yea, She Wants Me

Quellen

Weblinks

The Crew-Cuts bei 45cat.com The Crew-Cuts auf Doo Wop Heaven (englisch) Dik de Heer über The Crew-Cuts (englisch) Diskografie auf rocky-52.net (englisch)

Kategorie:Kanadische Band Kategorie:Doo-Wop-Gruppe