Das vermutlich schon in der Bronzezeit zerstörte Großsteingrab Bollbrücke ist ein erweiterter Dolmen. Er liegt in einem Rundhügel im Wald nahe Parkentin im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Er stammt aus dem Neolithikum, ist eine Anlage der Trichterbecherkultur („TBK“ – 3500–2800 v. Chr.) und hat die Sprockhoff-Nr. 340.
Die leicht trapezoide Kammer bestand aus je drei Tragsteinen an den Längsseiten und einem Endstein an der breiten Schmalseite. Der Zugangsbereich ist zerstört. Der einzige noch vorhandene Deckstein (#5 in der Zeichnung) weist 22 Schälchen auf. Bei den Ausgrabungen von 1882 durch Robert Beltz (1854–1942) wurden Nachbestattungen aus der späten Bronzezeit festgestellt. mini|links|Grundriss von 1882 Siehe auch Nordische Megalitharchitektur
Literatur Robert Beltz: Kegelgräber von Bollbrügge. In: Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Band 48, 1883, S. 320–330. Ernst Sprockhoff: Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 2: Mecklenburg – Brandenburg – Pommern. Rudolf-Habelt, Bonn 1967, S. 12.
Weblinks
Das Großsteingrab Bollbrücke bei Parkentin Sprockhoff-Nummer: 340 auf der Website grosssteingraeber.de Beschreibung und Bilder
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