mini|Eine Cosplayerin verkleidet als Lightning (2011) Lightning (jap.: ライトニング) ist eine der Hauptfiguren der Spieleserie Final Fantasy. Sie ist die Protagonistin in Final Fantasy XIII und Lightning Returns: Final Fantasy XIII. Sie ist zudem ein Charakter in Final Fantasy XIII-2 und Dissidia 012 Duodecim: Final Fantasy. Es wird spekuliert, dass Lightning auch in zukünftigen Teilen der Final-Fantasy-Serie zu sehen sein soll, allerdings als Gastcharakter.Zoe Hawkins: LazyGamer: Lightning may return again in Final Fantasy XV

Sie ist der erste spielbare weibliche Hauptcharakter der Fabula-Nova-Crystallis-Saga der Final-Fantasy-Reihe. In der englischen Version der Spiele wird sie von Ali Hillis, in der japanischen Version von Maaya Sakamoto synchronisiert.

Lightning wurde in mehreren Videospielportalen, darunter IGN, VideoGamer.com, GameZone und Famitsu, als auch von AfterEllen in mehrere Bestenlisten aufgenommen. 2009 erhielt sie einen Fumitsu Award als „bester Charakter“. 2013 erhielt sie einen Dengeki PlayStation Award als „bester Videospiel-Charakter“. Journalisten und Spieleentwickler wählten sie auf den dritten Platz der besten weiblichen Spielecharaktere der japanischen und westlichen Rollenspiele. Laut dem Magazin Complex gehört Lightning zu den besten 50 Videospielheldinnen, dem Famitsu-Magazin zufolge belegt sie Platz 34 der bekanntesten Videospielcharaktere in Japan. Dennoch erhielt sie von mehreren Videospielportalen lediglich gemischte Kritiken.

Ihr eigentlicher Name ist Claire Farron.Frank Bartsch: Spieletipps.de:

Rolle in Final Fantasy XIII Hintergrund von Final Fantasy Die Final-Fantasy-XIII-Spieletrilogie, in der die Figur Lightning eine bedeutende Rolle einnimmt, ist ein Teil der Fabula-Nova-Crystallis-Saga, zu der auch Final Fantasy Type-0 und Final Fantasy XV gehören. In den beiden letztgenannten Spielen kommt Lightning allerdings nicht vor.

Final Fantasy XIII spielt auf den fiktiven Welten Grand Pulse und Cocoon, wobei letzterer der Haupthandlungsort ist.Jannik Gänger: Spieletipps.de: Final Fantasy 13: Jetzt schlägt's dreizehn! Bei Cocoon handelt es sich dabei um eine künstliche Sphäre, welche über Grand Pulse schwebt und von dem Sanktum, einer theokratischen Regierung, kontrolliert wird. Beide Welten werden von Wesen mit gottähnlichen Kräften, sogenannten Fal’Cie, behütet. Diese kontrollieren die Naturgewalten und haben die Fähigkeit, bestimmte Menschen auf Cocoon und Grand Pulse zu ihren Dienern, die als L’Cie bezeichnet werden, zu ernennen. Diese erhalten ein Mal, welches eine der beiden Welten repräsentiert, sowie eine Aufgabe, die es zu erfüllen gilt. Diese Aufgabe wird den Betroffenen in einer Vision erteilt und nicht weiter definiert. Wird sie rechtzeitig erledigt, verwandeln sich die Auserwählten in Kristalle und erlangen der Legende nach ewiges Leben. Sollte die Aufgabe scheitern, werden sie zur Strafe in geistlose Monster (Cie’th) verwandelt.

Einige hundert Jahre vor Beginn der Geschichte des Spieles fand ein Krieg zwischen Cocoon und Pulse statt. Bei diesem schlugen die Pulse-L’Cie ein großes Loch in Cocoon. Seitdem lebten die Bewohner Cocoons in Angst vor einer weiteren Invasion, welche das Sanktum nutzt, um an der Macht zu bleiben.

Fiktive Biographie Claire Farrons Eltern starben, als sie noch ein Kind war. Über ihren Vater weiß sie nichts und ihre Mutter verstarb, als sie 15 war. Kurz darauf nahm sie ihr Pseudonym Lightning an. Da sie keine weiteren erwachsenen Angehörigen hat, kümmerte sie sich alleine um ihre kleine Schwester Serah. Sie brach die Schule ab und ging zur Armee, wo sie schnell zum Offizier aufstieg. Jedoch trat sie später aus der Armee aus, um ihre Schwester zu retten.

Sie ging freiwillig zur Purgation, eine von der Regierung geplante Deportation der Bevölkerung, um diese unwissentlich zu exekutieren, nachdem in Bodhum, einer Stadt in Cocoon, ein Pulse-L’Cie gefunden worden war. Auf dem Weg zur Purgation traf sie auf Sazh Katzroy, einen ehemaligen Piloten, welcher versuchte, die Bestimmung seines Sohnes Dajh zu finden. Lightning versuchte, auf dem Weg zur Purgation ihre Schwester zu finden, welche inzwischen zum Feind Cocoons erklärt wurde. Lightning fand Serah im Residuum, doch kurz darauf verwandelte sich Serah in einen Kristall, was für Lightning gleichbedeutend mit dem Tod war. Aus Rache versuchte sie, mit einer Gruppe bestehend aus Snow Villiers, Hope Estheim und Sazh Katzroy das Überwesen Anima zu töten, was nicht gelang. Dieses verwandelte Lightning und die restliche Gruppe gegen ihren Willen in L’Cie. Sie wurden daraufhin ebenfalls zu Feinden Cocoons erklärt.

Nachdem sie mit der Gruppe Cocoon hatte verlassen und auf Grand Pulse landen können, schaffte sie es, den Sanktum-Fal’Cie Orphanus – welcher auf brutalste Weise versuchte, seine Bestimmung, vernichtet zu werden, da er zwischen Leben und Tod stand, zu erfüllen – zu töten und Cocoon zu retten. Während Lightning und der Rest der Gruppe – außer Fang und Vanille – von der Verwandlung befreit wurden, machte sie sich auf die Suche nach den beiden. Lightning verschwand und wurde nach Walhalla gebracht, um dort die Göttin Etro vor Caius Ballad, einem unsterblichen Mann, welcher Etro verfluchte, zu beschützen. Mit Caius’ Tod starben auch Etro und Serah, das Chaos wurde aus Walhalla freigesetzt und Lightning verwandelte sich zu einem Kristall.

500 Jahre später wurde sie von der Gottheit Bhunivelze wiedererweckt, um so viele Seelen wie möglich für die neue Welt, die er erschaffen wollte, zu sammeln. Im Gegenzug versprach ihr Bhunivelze, dass er ihre kleine Schwester wiederbeleben würde. Als sie herausfindet, dass Bhunivelze Serahs Seele gestohlen und ihre eigenen Erinnerungen manipuliert hat, beschloss sie, ihn zu hintergehen und zu töten. Sie gab ihr menschliches Dasein auf und besiegte Bhunivelze. Lightning erlebte danach die Entstehung eines neuen Universums.

Charakterisierung Lightning wird als zielstrebig, präzise und konsequent beschrieben. Im Spiel wird diese Geradlinigkeit als Schroffheit oder Kälte interpretiert. Sie gilt als Einzelgängerin. Ihr Pseudonym legte sie sich an, um ihre Vergangenheit und Trauer zu verdrängen. Ihr kühler und introvertierter Charakter stellt eine Fassade dar, um ihr verletztes Inneres nicht preisgeben zu müssen.RPGSquare.de: Außerdem kämpft sie gegen ihre Bestimmung, ein L’Cie und damit ein Feind ihrer Heimat Cocoon zu sein, und ihre Schuld, Serahs Geschichte nicht geglaubt zu haben, an.

Ihre Gefühlskälte kommt aufgrund des Dranges, andere Menschen schützen müssen, und ihre Angst, es nicht zu können, zustande. Aus diesem Grund fällt es Lightning sehr schwer, eine Beziehung zu den anderen Charakteren, außer ihrer kleinen Schwester, aufzubauen.Square Portal: Controversial, Groundbreaking and Iconic – Claire Farron from Final Fantasy XIII

Verhältnis zu den anderen Figuren Lightning wird als Einzelgängerin bezeichnet und sieht die anderen Protagonisten zunächst als Last an. Erst im weiteren Verlauf des Spieles schafft sie es, eine emotionale Bindung zu Hope aufzubauen. Ihre Beziehung zu Snow Villiers, einem anderen Protagonisten des Spiels, wird als angespannt beschrieben, da Lightning ihn dafür verantwortlich macht, dass ihre kleine Schwester zu einer L’Cie wurde.

Entwicklung der Figur

Entstehung Motoru Toriyama wollte einen weiblichen Charakter, welcher noch nie zuvor in einem Final-Fantasy-Spiel existiert hat: Ein Charakter mit athletischem Körper und weniger weiblicher Natur. Toriyama gab Tetsuya Nomura, welcher den Charakter Lightnings entwerfen sollte, vor, wie sie auszusehen habe. Er sollte sie wie eine „weibliche Version von Cloud Strife aus Final Fantasy VII“ aussehen lassen. In einem späteren Interview sagte Toriyama, dass die einzige Ähnlichkeit zwischen beiden Charakteren ihre Vergangenheit sei. Beide waren beim Militär aktiv und zeigen eine „kalte Persönlichkeit“ auf. Nomura zeigte sich bereits für die Designs der Charaktere früherer Final-Fantasy-Spiele verantwortlich. Für Lightning gab es mehrere Entwurfsvorschläge, auch von anderen Mitarbeitern der Spieleserie, jedoch wurde Nomuras Design ausgewählt. Aufgrund der grafischen Kapazitäten war Nomura in der Lage seinem Entwurf weitere Details einzubauen. Ihre Haarfarbe und das Haarstyling sollten ihre feminine Seite verdeutlichen und ein Gegensatz zu ihrem athletischen Aussehen darstellen. Im zweiten Teil der Serie, Final Fantasy XIII-2 wurde Lightning von Isamo Kamikokuryo entworfen.

Synchronisation In der japanischen Ausgabe der Spiele-Trilogie wird Lightning von Maaya Sakamoto, in der englischsprachigen Version von Ali Hillis synchronisiert. Sakamoto sagte, dass sie von Lightning beeindruckt war. Laut Sakamoto war die Darstellung Lightnings als Frau auf der einen und als professionelle Kämpferin auf der anderen Seite schwierig. Yoshinori Kitasi war der Meinung, dass Sakamotos Stimme dazu beigetragen habe, die Weiblichkeit Lightnings besser zu verkörpern. Ali Hillis erhielt die Synchronsprecherrolle, nachdem sie wenige Passagen aus dem Drehbuch des Charakters vorgetragen hatte.

Rezeption miniatur|Cosplayer auf der Paris Manga 2010; links: Lightning, rechts: Hope Estheim. Kritiken

Final Fantasy XIII Noch in der Entstehungsphase von Final Fantasy XIII beschrieb Todd Ciolek vom Anime News Network Lightning als „geschäftsmäßig kühl“ und zeigte sich von dem Charakter nicht überzeugt. Nach der Fertigstellung des Spiels bezeichnete Ciolek ihren Charakter als „zu distanziert kalt, auch obwohl die Autoren des Spiels versucht haben, eine wirkliche spannende Geschichte über sie zu verfassen.“ Allerdings war er auch der Meinung, dass Lightning mit dem Verlauf der Geschichte innerhalb des Spiels einen anspruchsvolleren Charakter erhalte. Wesley Yin-Poole von VideoGamer.com beschrieb sie lediglich als eine „weibliche Version von Cloud Strife“, ein Protagonist aus einem früheren Titel der Spieleserie. Auf 1Up.com hieß es, dass sie den „typisch mürrischen Square-Enix-Charakter verkörpere.“ Kevin VanOrd von GameSpot hingegen beschrieb Lightning als eine „liebenswerte, willensstarke Schönheit.“ Die britische Ausgabe des Spiele-Magazins IGN war der Meinung, dass sich ihr Charakter im Vergleich zu Hope oder Snow „konstant selbst beliebt“ mache, auch wenn sich ihre Lebensgeschichte in „einer gewöhnlichen Welle festfahre.“ Carolyn Gudmundson vom GamesRadar zeigte sich wenig begeistert: Sie eröffnete, dass die Figur „eindimensional und langweilig wirke, obwohl ihre Geschichte umfangreich ist“. Christian Nutt von Gamasutra schrieb, dass ihre Beziehung zu den übrigen Charakteren des Spiels, Lightning mehr Menschlichkeit in ihrer Hintergrundgeschichte verleihe.

Final Fantasy XIII-2 Joe Juba vom Game Informer zeigte sich enttäuscht, dass Lightning in Final Fantasy XIII-2 lediglich eine Begleitrolle zugunsten der anderen Figuren Serah und Hope erhielt. Auch Alexa Ray Corriea von DualShockers vertrat diese Meinung. Sie sagte, dass die Fans des ersten Spiels enttäuscht sein würden, dass Lightning nicht mehr Hauptfigur des Spiels sei, auch wenn die spielbaren Charaktere interessant seien. Simon Parkin, Kritiker bei Eurogamer, schrieb, dass die Geschichte des Spiels unter dem Fehlen ihrer Zielstrebigkeit leide. VanOrd fügte hinzu, dass er enttäuscht sei, dass Charaktere wie Lightning und Caius Ballad kaum in den Zwischensequenzen zu sehen waren, da er diese im Vergleich mit den Protagonisten des Spiels stärkere Persönlichkeiten seien.

Lightning Returns: Final Fantasy XIII