Die Vulkanelfe (Selasphorus flammula), manchmal auch Weinkehlkolibri oder Kirschkehlkolibri[ Avibase.bsc-eoc.org: Vulkanelfe] abgerufen am 1. November 2014. genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae), die in Costa Rica und Panama verbreitet ist. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.
Verbreitung mini|Verbreitungsgebiet der Vulkanelfe Die Art lebt in den Bergen Costa Ricas und in der Provinz Chiriquí im Westen Panamas in einer Höhe von 900 bis 2500 Metern.Alexander Skutch: Field Guide to the Wildlife of Costa Rica. S. 291.
Merkmale Die Vulkanelfe erreicht eine Körperlänge zwischen 7,5 und 8,0 Zentimetern und wird 2,5 bis 2,8 Gramm schwer.Carrol L. Henderson: Birds of Costa Rica. S. 291, Selasphorus flammula. Sie hat einen schwarzen geraden Schnabel und schwarze Füße. Die Männchen sind etwas kleiner und leichter als die Weibchen.Hbw.com: Selasphorus flammula abgerufen am 1. November 2014 Hauptsächlich unterscheiden sich die drei Unterarten in der Farbe der Kehle. Das Gefieder der Männchen ist im Bereich der Kehle im Gebiet der Vulkane Barva und Poás (Unterart S. f. simoni) rosarot schimmernd und im Gebiet der Cordillera de Talamanca (Unterart S. f. torridus) violett-grau bzw. violett-grün sowie im Irazú-Turrialbabereich (Unterart S. f. flammula) dumpf-lila.F. Gary Stiles, Alexander Skutch: Volcano hummingbird (Selasphorus flammula). In: A guide to the birds of Costa Rica. Comstock, 1989, S. 242. Die Vorderbrust weist eine weißgraue Färbung auf. Der Rücken ist grünlich und die Schwanzoberseite grünlich, braun und orange gefärbt. Die Weibchen sind deutlich weniger bunt. Sie besitzen eine weiße Kehle und an der Kopfunterseite eine weiße Färbung mit schwarzen Punkten. Jungvögel ähneln in der Gefiederfärbung den Weibchen. Die Art kann am ehesten mit der Orangekehlelfe (Selasphorus scintilla) verwechselt werden.
Nahrung Die Nahrung der Vulkanelfe besteht hauptsächlich aus Blütennektar und Pollen. Der Nektar wird im Schwebeflug aus den Blüten aufgenommen. Zudem fressen sie Insekten, was eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß sicherstellt.
Fortpflanzung Die Weibchen bauen nach der Begattung ein Nest, das aus Spinnweben, Pflanzenwolle, Flechten oder Moos angefertigt wird. Das Nest wird in einem Busch oder einem Baum versteckt gebaut.
Gefährdung Die natürlichen Feinde der Vulkanelfe sind Schlangen, Katzen und Greifvögel. Der Gesamtbestand dieser Art wird derzeit nicht als bedroht angesehen. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion wird die Vulkanelfe daher in der Kategorie „LC“ ( – nicht gefährdet) geführt.
Unterarten mini|Weibchen Es werden drei Unterarten unterschiedenBurt L. Monroe, Charles G. Sibley: A World Checklist of Birds. Yale University Press, 1997, ISBN 0-300-07083-7, S. 74.: Selasphorus flammula simoni Melbourne Armstrong Carriker, S. 550. – ist in Costa Rica am Vulkan Barva, Vulkan Poás und im Gebirgszug Cerros de Escazú verbreitet. Selasphorus flammula flammula Osbert Salvin (1865), S. 586. – kommt als Nominatform in Costa Rica am Vulkan Irazú und am Vulkan Turrialba vor. Selasphorus flammula torridus Osbert Salvin (1870), S. 208. lebt in Costa Rica in der Gebirgskette Cordillera de Talamanca und am Vulkan Barú (Panama).
Etymologie und Forschungsgeschichte Osbert Salvin beschrieb den Kolibri unter dem heutigen Namen Selasphorus flammula. Als Fundort nannte er den Volcán de Cartago. Obwohl auf der Ausgabe der Zeitschrift das Jahr 1864 steht, erschien der Artikel erst im Jahr 1865. Selasphorus leitet sich von den griechischen Wörtern für „Glanz, Licht, Flamme“ und für „tragend, tragen“ ab.James A. Jobling S. 352 Das Artepitheton flammula, flamma leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet „kleine Flamme, Flamme“.James A. Jobling S. 160 Torridus ist das lateinische Wort für „angebrannt, ausgedörrt, verbrannt“.James A. Jobling, S. 388. Eugène Simon hatte Melbourne Armstrong Carriker darauf aufmerksam gemacht, dass die Unterart simoni sich deutlich von der Feuerkehlelfe (Selasphorus ardens , 1870) unterscheide und der von Ernst Hartert im Jahr 1900 vorgeschlagene Name Selasphorus underwoodii bereits nach den Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur durch die Grünscheitel-Flaggensylphe (Ocreatus underwoodii (, 1832)) besetzt war. Somit ehrte Carriker Simon für diesen wertvollen Hinweis.Melbourne Armstrong Carriker, S. 551.
Literatur
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise
Kategorie:Kolibris