Die Kirche St. Servatius ist die römisch-katholische Filialkirche des Ortsteils Kückhoven der Stadt Erkelenz im Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen).
Die Kirche ist unter Nummer 199 in die Liste der Baudenkmäler in Erkelenz eingetragen.
Geschichte Im Jahr 1340 wurde Kückhoven eigenständige Pfarrgemeinde. Sie unterstand dem Aachener Marienstift. Von der damaligen Kirche ist heute nichts mehr erhalten. Um das Jahr 1408 wurde eine neue, gotische Kirche errichtet und um 1460 wurde der Glockenturm in Backsteingotik errichtet. Im Jahr 1642 wurde das Kirchenschiff niedergebrannt. 1792 wurde an den noch bestehenden gotischen Turm ein neues, barockes Langhaus angebaut. 1855 und 1900 wurden die Nord- und Südsakristei errichtet und 1910 ist das Gotteshaus um ein Querhaus erweitert worden.Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler Nordrhein-Westfalen I. Rheinland. Bearbeitet von Ruth Schmitz-Ehmke, München-Berlin 1967, S. 437.
Seit 2010 ist Kückhoven keine eigenständige Pfarrgemeinde mehr. Sie wurde mit einigen anderen ehemaligen Pfarreien zur Pfarre „St. Maria und Elisabeth Erkelenz“ fusioniert, diese wurde 2015 aufgehoben und mit der Pfarrei „St. Lambertus Erkelenz“ zur neuen Pfarrei „Christkönig Erkelenz“.
Ausstattung Im Innern der Kirche hat sich die barocke Ausstattung größtenteils erhalten. Sie besteht aus Hochaltar, Kanzel, Kommunionbank und zwei Nebenaltären. Nach der Erweiterung 1910 wurde die Ausstattung durch neubarocke Altäre und einen Kreuzweg komplettiert. Die Fenster schuf der Künstler Will Völker 1954.https://www.glasmalerei-ev-web.de/pages/b2837/b2837.shtml (abgerufen am 29. Oktober 2014)
Glocken Im Jahr 1902 goss die renommierte Glockengießerei Otto aus Hemelingen/Bremen auf Bestellung von Pfarrer Högel drei Bronzeglocken für St. Servatius. Im Jahr 1929 wurde eine weitere Glocke von den Ottos gegossen. Heute hängen neben der Glocke von Bartholomäus Gunder noch zwei Otto-Glocken im Turm von St. Servatius.Gerhard Reinhold: Otto-Glocken – Familien- und Firmengeschichte der Glockengießerdynastie Otto, Selbstverlag, Essen 2019, 588 Seiten, ISBN 978-3-00-063109-2, hier insbes. S. 29, 62, 84, 512, 532Gerhard Reinhold: Kirchenglocken – christliches Weltkulturerbe, dargestellt am Beispiel der Glockengießer Otto, Hemelingen/Bremen. Nijmegen 2019, 556 Seiten, Diss. Radboud Universiteit Nijmegen, nbn:nl:ui:22-2066/204770, hier insbes. S. 52, 82, 102, 477, 493 Nr. Durchmesser(mm) Masse(kg, ca.) Schlagton(HT-1/16) Gießer Gussjahr1 1399 1700 d1 -3 Fa. Otto, Bremen-Hemelingen 19022 1049 700 g1 -4 3 375 30 c3 +9 Bartholomäus Gunder, Cöln 1754
Motiv: Duett / „Quarte“
Pfarrer Folgende Priester wirkten bis zur Auflösung der Pfarre 2010 als Pfarrer an St. Servatius:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen. 3. Ausgabe. Aachen 1994, S. 668. 1906–1939: Heinrich Grosche 1939–1959: Karl Schlitter 1959–1993: Otto Schwelm 1993–2004: Alois Hüring 2004–2010: Franz Josef Semrau
Weblinks
Einzelnachweise
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