Tamanskoje (, , ) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gussew im Rajon Gussew.

Geographische Lage Tamanskoje liegt acht Kilometer nordöstlich der Stadt Gussew (Gumbinnen) an der Regionalstraße 27A-025 (ex R508). Die nächste Bahnstation ist Gussew an der Bahnstrecke Kaliningrad–Tschernyschewskoje der einstigen Preußischen Ostbahn zur Weiterfahrt nach Moskau.

Geschichte Das seinerzeit SpringeyDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Springen genannte kleine Dorf fand 1564 seine erste Erwähnung. Am 18. März 1874 wurde es Amtsdorf und damit namensgebend für einen neu errichteten AmtsbezirkRolf Jehke, Amtsbezirk Springen, der bis 1945 bestand und zum Kreis Gumbinnen im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

In Kriegsfolge kam Springen 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung „Tamanskoje“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Krasnogorski selski Sowet im Rajon Gussew zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2013 gehörte Tamanskoje zur Landgemeinde Kubanowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gussew.

Einwohnerentwicklung Jahr EinwohnerVolkszählungsdaten 1910 251 1933 203 1939 206 2002 62 2010 61

Amtsbezirk Springen (1874–1945) Zum Amtsbezirk Springen gehörten anfangs zehn, am Ende nur noch sechs Gemeinden:

Name Änderungsname1938 bis 1946 Russischer Name Bemerkungen Antszirgessern1936–38: Antschirgessern Seewiese Lichatschowo Austinlauken Nach 1910 in die Landgemeinde Worupönen eingegliedert Blecken Judino Bumbeln Iljino Discherlauken Vor 1900 nach Antszirgessern eingegliedert Klein Kannapinnen Kleinblecken Sewerny 1928 nach Blecken eingegliedert Lenglauken Pommerfelde Afanassjewo 1939 nach Blecken eingegliedert Martischen Martinshof Krasnogorskoje Springen Tamanskoje Worupönen Roseneck Studjonowka

Am 1. Januar 1945 bildeten noch die Gemeinden Blecken, Bumbeln, Martinshof, Roseneck, Seewiese und Springen den Amtsbezirk Springen.

Kirche Mehrheitlich war die Bevölkerung Springens vor 1945 evangelischer Konfession. Das Dorf gehörte zum Kirchspiel der Kirche Niebudszen (1936 bis 1938: Niebudschen, 1938 bis 1946: Herzogskirch, heute russisch: Krasnogorskoje) im Kirchenkreis Gumbinnen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.

Heute liegt Tamanskoje im Einzugsgebiet der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in Gussew (Gumbinnen). Sie ist Teil der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Tamanskoje bei bankgorodov.ru Tamanskoje bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Gussew