rechts|120px In der Liste der Baudenkmale in Bergen an der Dumme sind alle Baudenkmale der niedersächsischen Gemeinde Bergen an der Dumme aufgelistet. Die Quelle der Baudenkmale, der ID's und der Beschreibungen ist der Denkmalatlas Niedersachsen.Denkmalatlas Niedersachsen Der Stand der Liste ist der 4. Dezember 2025.

Allgemein

Bergen an der Dumme Bergen erstreckt sich entlang der B 71 zwischen Uelzen und Salzwedel an einer alten Territorialgrenze (u. a. innerdeutsche Grenze zu Zeiten der DDR, heute Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt). Der Flecken bestand noch im 19. Jahrhundert nur aus einer zweizeiligen Reihensiedlung. Ein Brand am 2. Mai 1840 legte den größten Teil des Ortes in Schutt und Asche. Beim Wiederaufbau der heutigen Breiten Straße wurde die Bebauung etwas ausgedünnt und ein Teil der Anwohner an der Neuen Straße Richtung Jiggel neu angesiedelt. An den Ausfallstraßen erfolgten im ausgehenden 19. und frühen 20. Jh. weitere Nachsiedlungen. Die Bahnhofstraße kam hinzu, als Bergen im Jahr 1873 einen inzwischen nicht mehr existenten Bahnanschluss erhielt.

Der Wiederaufbau ab 1840 wurde durch großzügige zweigeschossige Wohnhäuser geprägt. Die traufständigen, meist in Ziegelfachwerk errichteten Gebäude erhielten straßenseitig oft Putzfassaden. Rückwärtig waren diese Ackerbürgerstellen mit landwirtschaftlichen Nebengebäuden versehen. Dazwischen existierten außerdem Gewerbebetriebe (Brauerei, Brennerei, Leineweberei). Im Osten des Fleckens haben einige Gebäude den großen Brand überstanden und vermitteln einen Eindruck vom früheren Ortsbild. Der wirtschaftliche Niedergang dieser Region seit Ausgang des 19. Jahrhunderts hat zu einer weitgehenden Konservierung der damaligen Baustruktur des Ortes geführt. Das spätklassizistisch geprägte Ortsbild gilt daher auch als das besterhaltene im Kreisgebiet von Lüchow-Dannenberg.

Siedlungskern (Ortskern) ID 30825496 Von der ersten Besiedlung an der Dumme hat sich nach Westen eine Straßensiedlung entwickelt, die 1203 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Bis ins 19. Jh. bestand Bergen lediglich aus der Breiten Straße. Am 2. Mai 1840 vernichtete ein Großbrand fast sämtliche Bergener Häuser, die anschließend bis zum Ende des 19. Jh. lockerer wieder aufgebaut wurden. Durch die Lage als Grenzort während der innerdeutschen Teilung ist das spätklassizistische Ortsbild von Bergen bis heute gut erhalten geblieben.

Haus Hehlen ID 30825507 Das sog. „Haus Hehlen“ liegt in Bergen an der Dumme an der Ausfallstraße nach Salzwedel (Breite Straße 85). Es besteht aus eine großzügigen ländlichen Wohnhaus (Villa) mit parkartigem Garten vom Beginn des 20. Jh. Dazu gehören ein zeitgleich errichtetes Nebengebäude, ein Gartenpavillon an der westlichen Grundstücksecke und die zeitgenössische Einfriedung.

Banzau

Belau Belau Nr.3 ID 30825539 Hofanlage besteht aus Wohn-/ Wirtschaftsgebäude von 1819 und das Grundstück nach Westen zum Dorfplatz begrenzenden Torscheune aus der zweiten Hälfte des 19. Jh.

Belau Nr.6 ID 30825559 Hofanlage besteht aus jüngeren Wohnhaus und Wohn-/ Wirtschaftsgebäude des späten 18. sowie einer Längsdurchfahrtscheune des 19. Jh.

Jiggel

Ortskern ID 30825579 Der Kern besteht aus fünf erhaltenen großen Hofanlagen, deren Wohn-/ Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jh. sich alle mit dem Giebel zum Dorfplatz hin orientieren. Die Nebengebäude entstammen teilweise noch dem 18. Jh. Eine Besonderheit bildet die gut erhaltene Hofanlage Jiggel Nr. 9, die die Jiggeler Mühle und Nebengebäude umfasst.

Nienbergen

Kirche ID 30825590 Die Ortsmitte Nienbergens wird bestimmt durch die evangelische Kapelle des 14. Jh. und den sie umgebenden Friedhof.

Nienbergen Nr. 2 ID 30825611

Spithal Kirchenruine ID 30825621 Wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg wüst gefallen. Siedlungsspuren in der Nähe der Kirche deuten auf ein slawisches Dorf westlich der Kirche. Das erklärt auch die etwa 500 Meter nördliche Lage zum Dorf

Ehemalige Baudenkmale

Literatur Niedersächsisches Landesverwaltungsamt, Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG). Landkreis Lüchow-Dannenberg. Stand: 1. Oktober 1986. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Band 21, Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1986, ISBN 3-528-06206-1, S. 3–4. Falk-Reimar Sänger: Landkreis Lüchow-Dannenberg. In: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Band 21, Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1986, ISBN 3-528-06206-1, S. 34, 50, 69–72. Gerd Weiß (Bearbeiter): Baudenkmale in Niedersachsen. Band 22.2: Landkreis Lüneburg. Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig 1981, ISBN 3-528-06201-0.

Weblinks

Einzelnachweise

Bergen an der Dumme Baudenkmale