Langensteinach (fränkisch: Langa-schdeeniE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 123. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „laŋəschdēni“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Uffenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Langensteinach hat eine Fläche von 11,202 km². Sie ist in 1110 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10091,75 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Kleinharbach.
Lage Das Pfarrdorf liegt an der Steinach und am Selbach, der von Süden kommend als linker Zufluss in die Steinach mündet. Durch den Ort führen die Kreisstraßen NEA 50 und NEA 51. Knapp östlich liegt die Staatsstraße 2419 von Rothenburg ob der Tauber nach Uffenheim. Sie führt zur Anschlussstelle 106 (Uffenheim/Langensteinach) der etwa 1300 m östlich verlaufenden Bundesautobahn 7.
Geschichte Der Ort wurde in einer Urkunde, die im Zeitraum zwischen 750 und 779 entstand, als „Steinaha“ erstmals erwähnt. Laut dieser Urkunde vermachte ein Sindolt den Ort samt Zugehörungen dem Kloster Fulda. Benannt wurde der Ort nach dem Fluss. 1328 wurde der Ort erstmals als „Langensteinach“ erwähnt zur Unterscheidung von dem benachbarten Steinach an der Ens.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 123ff. Das Kloster Heilsbronn kaufte 1306 unter Abt Heinrich von Albert von Hohenlohe und dessen Frau Adelheid Güter in Langensteinach.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 398.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Langensteinach 49 Anwesen. Das Hochgericht übte das ansbachische Oberamt Uffenheim aus. Das Kasten- und Stadtvogteiamt Uffenheim war Grundherr über 43 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 271. Von 1797 bis 1808 unterstand Custenlohr dem preußischen Justiz- und Kammeramt Uffenheim.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Langensteinach gebildet, zu der Kleinharbach gehörte. Sie war in der Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Uffenheim (1919 in Finanzamt Uffenheim umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Uffenheim für die Verwaltung der Gemeinde zuständig (1939 in Landkreis Uffenheim umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Uffenheim (1879 in Amtsgericht Uffenheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 9,661 km². Am 1. Mai 1978 wurde Langensteinach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Uffenheim eingegliedert.
Baudenkmäler Es gibt zehn Baudenkmäler, darunter die Kirche St. Peter.
Bodendenkmäler In der Gemarkung Langensteinach gibt es acht Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Langensteinach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 234 421 404 383 414 420 434 431 444 422 396 386 374 402 411 386 364 376 337 492 490 424 353 374HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 71 75 80 84 84 83 88 82 78 Quelle Für die Gemeinde Langensteinach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Kleinharbach (S. 48).
Ort Langensteinach Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2014Einwohner 277 339 344 352 345 319 292 409 295 290 260 213Häuser 58 60 70 69 75 70 67 70 Quelle
Religion Der Ort ist Sitz einer Pfarrei und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 123.
Persönlichkeiten Theodor Kleinknecht (1910–1995), Ministerialrat am Bundesministerium der Justiz, Präsident der Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Nürnberg und Honorarprofessor
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Uffenheim) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim