Felix Funk (* 30. März 1905 in Wilsdruff bei Dresden; † 20. März 1976 in Dresden) war ein deutscher Maler und Zeichner.

Leben mini|Wilsdruff: Geburtshaus von Felix Funk Felix Funk absolvierte nach der Volksschule in Wilsdruff (1911 – 1919) eine siebenjährige Ausbildung an der Zeichenschule der Porzellanmanufaktur Meißen. Von 1926 bis 1933 studierte er an der Kunstakademie Dresden Zeichnen und Malerei, ab 1930 als Meisterschüler bei Georg Lührig. 1931 nahm er an einem Lehrgang für Lithografie teil. Studienreisen führten ihn 1928/29 nach Süddeutschland, die Schweiz, Italien und Nordafrika. 1932 nach Schweden sowie 1933/34 nochmals für 11 Monate nach Italien.

1935 ließ er sich als freischaffender Maler in Dresden nieder. Grundlage dafür waren seine Mitgliedschaften in der Reichskammer der bildenden Künste während der Zeit des Nationalsozialismus und später im Verband Bildender Künstler der DDR.

Von 1934 bis 1972 konnte er sich an einer Vielzahl großer Kunstausstellungen vor allem in Dresden, aber auch in Berlin oder München, beteiligen.

Seine künstlerischen Schwerpunkte waren zunächst Porträts und Landschaftsbilder in Pastell und Öl. Er gilt als ein Vertreter der Neue Sachlichkeit, ihm wurde aber auch eine oft leicht impressionistische Malweise nachgesagt. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit gab er Malunterricht. Zu seinen Schülern gehörte Fritz Panndorf.

Aufgrund einer 1939 festgestellten schweren Tuberkuloseerkrankung verlegte er sich ab den 1940er Jahren auf Aquarellmalerei und Zeichnungen. Von 1953 an schuf er weit über 100 Aquarelle mit Blumenmotiven, Landschaften oder Dorfansichten als Vorlagen für Ansichtskarten des Verlages VEB Bild und Heimat, dem vom selben Verlag herausgegebenen Kalender Heimatliche Blumenwelt sowie für den vom Oberlausitzer Kunstverlag Chritian Schmidt verlegten Wochenkalender Sächsische Gebirgsheimat. Zudem schuf er Vorlagen für einige Kunstdrucke, so für das ambitionierte Gradusblätter-Programm des VEB Verlag der Kunst in Dresden. Bilder Funks befinden sich u. a. in der Galerie Neue Meister, dem Kupferstichkabinett und der Galerie Stadtmuseum Dresden, den Städtischen Sammlungen Schloss Burgk Freital, dem Stadtmuseum Meißen und dem Stadtmuseum Pirna, dem Museum Bautzen, dem Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, dem Vogtlandmuseum der Stadt Plauen und im Heimatmuseum der Stadt Wilsdruff.

Preise und Auszeichnungen 1932: Ehrenzeugnis der KA Dresden, was mit einem Preis von 240 RM aus dem Fonds der Georg-Arnhold-Stiftung verbunden war, Jubiläumsstipendium der Stadt Dresden in Höhe von 1000 RM 1933: Preis der Hugo-Göpfert-Stiftung in Höhe von 4000 RM „für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Malerei“ zugunsten einer einjährigen Studienreise nach Italien (auch „Rompreis“ genannt).

Werkbeispiele

Tafelbilder

Sudanesische Geschwister (Öl, 1931)

Sudanesischer Bettler (Öl, 95,5 x 80,5 cm, 1931) Sudanesischer Händler (Öl, 80 x 90 cm, 1931) Selbst (Öl, 120 × 73 cm, 1932; Galerie Neue Meister Dresden) Kammer (Öl, 80 × 95 cm, 1932; Galerie Neue Meister) Bildnis eines Geigers (Öl, 1952) Naturbursch (Öl, 120 x 100,5 cm, 1932) Zopfmädel (Öl, 169 x 118 cm, 1933) Panorama der Stadt Wilsdruff (Öl, 92 x 129 cm, 1939)

Aquarelle

Tauwetter (36 × 49 cm, 1949) Winterliche Dämmerung (38 × 49 cm, 1949) Winterliche Dämmerung (Alt-Wilsdruff), (44,5 x 58,5 cm, 1967)

Letzter Schnee (1953 auf der Mittelsächsischen Kunstausstellung) Dresden, Bautzner Straße (44 × 58 cm, um 1962) Herbst (1964)

Zeichnungen

Der Junge schrieb (Rötel, 1936) Flüchtlinge – Aus den Tagen des September 1938 (Bleistift, 47 x 61 cm, 1938/40)

März 1940 (Bleistift, 1940)https://www.gdk-research.de/de/obj19404193.html Tauwetter (Bleistift, um 1940)https://www.gdk-research.de/de/obj19404194.html Tauwetter I (1944)https://www.gdk-research.de/de/obj19440265.html

Lithografien Venus Kallipygos Neapel (28,5 x 15,5 cm, 1941) Tauwetter (30 x 40,5 cm, 1948) Frauenkirche zu Dresden, zerstört im Februar 1945 (64,5 x 52 cm, 1950)

Ausstellungen (unvollständig)

Ausstellungsbeteiligungen 1934: Sächsische Kunstausstellung Dresden 1935: Dresdner Kunstausstellung 1936: Kunstausstellung Dresden 1938: Dritte Bildnisausstellung, Berlin 1937: Sommer-Ausstellung 1937, Dresden 1940: Dresdner Künstlerbund („Erste Ausstellung Kriegsjahr 1940“) 1940: Kunstausstellung für Soldaten, Düsseldorf 1940 und 1944: Große Deutsche Kunstausstellung, München 1941: „Der deutsche Mensch“, Berlin 1942: Große Berliner Kunstausstellung 1943: Kunstausstellung Gau Sachsen Brühlsche Terrasse 13. Juni bis 22. August 1943Sächsischer Kunstverein Dresden (Hrsg.): Kunstausstellung Gau Sachsen Brühlsche Terrasse, 13. Juni bis 22. August 1943 [Ausstellungskatalog], Dresden, 1943. 1943: Große Dresdner Kunstausstellung 1953, 1962/1963 und 1967/1968, 3., Fünfte und VI. Deutsche Kunstausstellung Dresden, AlbertinumDeutsche Fotothek, Dresden. 1953: Mittelsächsische Kunstausstellung, Karl-Marx-Stadt 1957, 1966 und 1972: Bezirksausstellung bzw. Bezirkskunstausstellung Dresden

Einzelausstellungen Februar und März 1936: Felix Funk: Aquarelle, Zeichnungen u. a. Landschaften – Florenz, Rom, Capri, Sizilien, im Kunstsalon Emil Richter Dresden, Prager Straße 13 Juni und Juli 1966: Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen – Felix Funk aus Anlass seines 60. Geburtstages, in der Galerie Kunst der Zeit Dresden, Ernst-Thälmann-Straße 7 März 2005: Leben und Werk von Felix Funk aus Anlass seines 100. Geburtstages im Heimatmuseum der Stadt Wilsdruff

Literatur

Landesverein sächsischer Heimatschutz e. V. (Hrsg.): Sächsische Heimat 1998 [Kalender], Dresden 1997. Sächsischer Kunstverein Dresden (Hrsg.): Kunstausstellung Gau Sachsen Brühlsche Terrasse, 13. Juni bis 22. August 1943 [Ausstellungskatalog], Dresden, 1943.

Weblinks

Bilder Felix Funks in der Deutschen Fotothek, Dresden

Einzelnachweise

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