Die Inhoffen-Medaille ist eine nach dem Chemiker Hans Herloff Inhoffen (1906–1992) benannte Auszeichnung für Forschungen auf dem Gebiet der Naturstoffchemie.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird seit 1994 durch die Technische Universität Braunschweig und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung vergeben.idw-online.de: Alois Fürstner erhält Inhoffen-Medaille. Pressemitteilung vom 24. März 2014 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de) Der Preisträger hält an der TU Braunschweig die Inhoffen-Vorlesung.

Von 1936 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Inhoffen stellvertretender Leiter des wissenschaftlichen Hauptlaboratoriums von Schering, wo er sich intensiv mit der Strukturaufklärung und Synthese von Sexualhormonen beschäftigte. Hier entwickelte er gemeinsam mit Walter Hohlweg 1938 das bis heute oral wirksamste Estrogen, das Ethinylestradiol.bayerpharma.com: Er war Mitglied der SA.Arbeitskreis Andere Geschichte e. V. (Hrsg.): Braunschweiger Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts: Kurzbiografien. Döring Dr., Braunschweig 2012.

Inhoffen lehrte von 1946 bis 1974 an der Technischen Hochschule Braunschweig und war von 1948 bis 1950 dort als Rektor eingesetzt. Er war der Gründer des 1965 entstandenen „Instituts für Molekulare Biologie, Biochemie und Biophysik“ (IMB), einem Vorläufer des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung. auf mittwaldserver.info.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker vergab 2005 und 2007 einen Hans-Herloff-Inhoffen-Preis.

Preisträger 1994: Gerhard Quinkert, Universität Frankfurt 1995: Albert Eschenmoser, ETH Zürich 1996: Kyriacos Costa Nicolaou, Scripps Institute, La Jolla, USA 1997: Alan Battersby, Universität Cambridge, GB 1998: Ekkehard Winterfeldt, Universität Hannover 1999: Carl Djerassi, Universität Stanford, USA 2000: Rudolf Wiechert, Berlin 2001: Pierre Potier, CNRS, Gif-sur-Yvette, Frankreich 2002: Horst Kessler, Universität München 2003: Manfred T. Reetz, Mülheim an der Ruhr 2005: Wilhelm Boland, Max-Planck-Institut, Jena 2006: Gerhard Höfle und Hans Reichenbach, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig 2007: François Diederich, ETH Zürich 2008: Steven Ley, Universität Cambridge, GB 2009: William H. Fenical, Scripps Institution of Oceanography, USA 2010: Herbert Waldmann, Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie, Dortmund 2011: Peter Seeberger, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam 2012: Peter F. Leadlay, Abteilung für Biochemie, Universität Cambridge, GB 2013: Christopher T. Walsh, Harvard Medical School, USA 2014: Alois Fürstner, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung 2015: Hiroyuki Osada, RIKEN, Japan 2016: Thomas Carell, Ludwig-Maximilians-Universität München 2017: Helma Wennemers, ETH Zürich 2018: Rolf Müller, Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland 2019: Phil Baran, Scripps Research Institute 2020: Christian Hertweck, HKI, Jena 2021: keine Vergabe 2022: Sarah Reisman, California Institute of Technology 2023: Jörn Piel, ETH Zürich 2024: Stephan Sieber, TU München 2025: Richmond Sarpong, University of California, Berkeley 2026: Craig Crews, Yale University

Weblinks Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung: Inhoffen-Medaille Technische Universität Braunschweig: Inhoffen-Vorlesung

Einzelnachweise

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