Im Taunus ist Bergbau seit 1495 urkundlich erwähnt, bestand aber wahrscheinlich schon zu römischen Zeiten und hatte überwiegend nur regionale Bedeutung. Anfänglich wurde auf Blei, Silber, Gold und Kupfer abgebaut. Im 19. Jahrhundert dann auch Eisen und im geringen Umfang Kohle. Der Erzbergbau endete im 20. Jahrhundert. Im Umfeld der Wisper gab es zudem regen untertägigen Abbau von Schiefer. Die sicherlich diskutierbare räumliche Abgrenzung des Taunus wurde für diese Auflistung gen Norden mit der Lahn, gen Westen mit dem Rhein, gen Süden mit Rhein und Main sowie gen Osten mit der Wetterau getroffen.

Erzbergbau Diese unvollständige Liste von Erzbergwerken im Taunus umfasst Bergwerke, unterteilt nach Bundesländern in die jeweiligen Kreise sowie die dortigen Städte und Gemeinden bzw. Verbandsgemeinden.

Hessen Hochtaunuskreis Bad Homburg Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Am Fahrborn Bad Homburg Wiesbaden Im Hans Wagner Born Bad Homburg Wiesbaden Karte von dem Großherzogthume Hessen, in: Das trigonometrische Netz der allgemeinen Landesvermessung, aufgenommen von dem Grossherzoglich Hessischen Generalquartiermeisterstabe, Darmstadt 1823–1850. , abgerufen am 26. November 2014. Prinz Friedrich Bad Homburg Wiesbaden Schmidtwäldchen Bad Homburg Wiesbaden Eisen, Mangan; mehrere eingezäunte Pingen Ursula Bad Homburg Wiesbaden Goldgrube Bad Homburg Wiesbaden Versuchsbergbau mit drei Stollen und mehreren Schächten, wahrscheinlich römischen Ursprungs, 1719 bis 1739 wieder aufgenommen. 2. Jahrhundert n. Chr., wiederentdeckt 1719 1739

Friedrichsdorf Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Bauwald Seulberg Wiesbaden Eisen; verliehen am 14. Mai 1870 1867-06-22 Friedrichssegen Seulberg Wiesbaden Eisen; verliehen am 14. Mai 1870 1867-06-16 Isidor Köppern Wiesbaden Mangan; Fördermaximum mit 5000 t pro Jahr 1909; weitere Schächte: 1880

Grävenwiesbach Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Naunstadt Naunstadt Wiesbaden Eisen; verliehen am 4. August 1858; erweitert am 17. Juli 1869 1858-08-04 Odin Grävenwiesbach Wiesbaden Eisen; verliehen am 14. Juli 1869 1869-09-14 York Grävenwiesbach Wiesbaden Eisen; verliehen am 2. Juli 1869 1867-05-05 Treu Floretta Laubach Wiesbaden Blei, auch als Grube Frische Hoffnung 18. Jh. 1910er (ca.)

Königstein Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Grube Mammolshain Wiesbaden Brauneisen; Königsteiner Revier Grube Königstein Wiesbaden Stollen Kupfergrube Königstein Wiesbaden Kupfererz; weit vor 1888 „nicht unerheblicher Kupfererzbergbau“; Lage „unterhalb Königstein“C. Koch in Erläuterungen zur Geologischen Specialkarte, Königstein, S. 38, 1880 1888 (vor) Löffelberg Mammolshain Wiesbaden Eisen; verliehen am 25. August 1870 1870-07-05 Revier Königstein Königstein Wiesbaden Brauneisen; im Königsteiner Revier mindestens 32 Eisengruben: 18 Gruben gehörten der Taunushütte in Frankfurt-Höchst, 14 Gruben gehörten Jacobi, Haniel & Huyssen in Mühlheim; in den Jahren 1842 bis 1865 neu gemutet auf teilweise alten Grubenbauen, Blütezeit 1854 bis 1860, erlosch ab 1861, da nicht mehr rentabel; Gesamtförderung bis 1861: 187.000 Zentner 1842 (vor) 1861

Neu-Anspach Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Bleiberg I Hausen-Arnsbach Weilburg Blei, Pyrit, Limonit; Grubenfeld Martis Hausen-Arnsbach Weilburg Mangan; Stollenrest 50 m westlich des Waldrandes; liegt 200 m nordöstlich der Grube Neue Hoffnung (westnordwestl. des Ortes) und diente ihr als Wetterstollen nach 1912 1872 200px Neue Hoffnung Rod am Berg Weilburg Kupferkies, Bleiglanz; Mächtigkeit bis zu 6 m; 1912 begonnen, bald wieder eingestellt; gut erhaltenes Stollenmundloch an der Grenze Hoch- zu Niederwald, umgebaut zur Wassergewinnung mit Tiefbohrung; weitere Pingen im Umkreis 1912 Steinergrund Rod am Berg Weilburg Blei; zwei verstürzte Schächte (Pingen) und Halde, erfolgloser Probebetrieb; Trinkwassergewinnung 1909 1910

Oberursel Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende BildGnade GottesBommersheimWiesbadenBraunkohle; vor Ort Gebäude und Schautafel18291925

Schmitten Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Isabellengrube im Weihergrund Arnoldshain Weilburg Eisen; östlich Ortsteil Arnoldshain, Pingen gut zu erkennen; neu verliehen am 12. Februar 1858; erweitert am 26. August 1869RegioMap Kulturlandschaftskataster des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, abgerufen am 29. März 2015 1686 (vor) Heinrichshoffnung II Hunoldstal Weilburg Blei, Kupferkies Faulenberg Oberreifenberg Weilburg Eisen; ca. 3 km nordöstl. des Ortes; östlich Ortsteil Arnoldshain, Pingen gut zu erkennen

Steinbach Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Nauheim Steinbach Oberhessen EisenAkte „Situationsriss Eisenerzgrube 'Nauheim', Steinbach, 1878“ im Hessischen Staatsarchiv Wiesbaden 1878 (um)

Usingen Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Albert IV Usingen Weilburg Blei; ca. 2 km südwestlich von Kransberg Auguste IV Wernborn Weilburg Bleiglanz, Kupferkies, Fahlerze, Zinkblende; ehemals Jacob; neu gemutet am 10. August 1867; verliehen am 24. November 1869 auf Blei und Kupfer; Schacht und zwei Schürfgräben 1867-08-10 Espenstein Eschbach Weilburg Eisen; verliehen am 25. Juni 1866; erweitert am 12. Juli 1869 1866-06-25 Fritzchen Wernborn Weilburg Brauneisenstein; verliehen am 24. November 1869; wohl lediglich Schurf 1867-10-01 Goldkaute Kransberg Weilburg Blei, Kupfer; angrenzend zu Wundershecke und Anna Heilborn Usingen Weilburg Blei; ca. 2 km südwestlich von Kransberg Heinrich Kransberg Weilburg Blei, Silber, Kupfer; verliehen am 13. Juli 1858; erweitert am 24. August 1869 1858-07-13 Jeanette Kransberg Weilburg Bleiglanz, Kupferkies, Fahlerze; ehemals Johannette oder Johanettenzeche genannt; 1 km südlich von Kransberg im Wald; neu verliehen auf Blei und Silber am 26. Januar 1861; erweitert am 24. August 1869; Mächtigkeit 2 m; Halden, Stollen und Pingen; Grubenbezirk Kransberg; Betriebszeiten: 1819, 1825–1835, 1837–1840, 1851–1869, 1887, 1894, 1943 , 1819 (vor) Pankratius Kransberg Weilburg Blei, Silber; oberhalb, westlich von Kransberg, zwischen den Feldern der Grube Goldkaute und der Grube Jeanette Silberkaute Eschbach Weilburg Bleiglanz, Kupferkies; von Nordwest nach Südost streichender Erzgang Wormstein Usingen Weilburg Eisen, Blei?; ca. 2 km südwestlich von Kransberg; verliehen am 13. Januar 1859; erweitert am 8. November 1869 1859-01-13 Zeilborn Usingen Weilburg Eisen; verliehen am 13. Januar 1859; erweitert am 8. November 1869 1859-01-13

Weilrod Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Bleizeche Altweilnau Weilburg Blei, Bleiglanz, Kupferkies; Mächtigkeit 2 m; verliehen 21.6.1899; 6 Stollen (Ulrichstollen(oberer Stollen), Karlsstollen); 1908–1913 Stillstand; TrinkwassergewinnungGünter Sterrmann: Der Bergbau von Altweilnau und Umgebung. In: Manfred Wenzel (Hg.): Schriftenreihe Geologischer Arbeitskreis Bad Homburg, B8, 1990, S. 1–14. , 1899-03-22 Bleizeche I Altweilnau Weilburg Blei, im geringen Umfang Kupfer; vergittertes Stollenmundloch; Bleizeche I-Schacht 35 m tief Abbau auf drei verschiedenen Erzgängen, Bleiglanz, Kupferkies, Zinkblende, Pyrit , 1593 1923 Emilie I Altweilnau Weilburg Blei, Silber Emilie II Riedelbach Weilburg Blei, Silber; ehem. Grube Wolfskaute; auch als Hexentisch bekannt; um 1579 auch Schatz Grub; im 19. Jh. Der Homberg; neu gemutet am 30. September 1869; neu verliehen am 14. November 1870 auf Blei; 3 Schächte; am Fuße des Wolfsküppel im Weiltal; zugehöriger Stollen im Weiltal() , 16. Jh Goldhecke Gemünden Wiesbaden Kupferkies, Bleiglanz; verliehen am 21. Dezember 1864 auf Kupfer; erweitert am 7. Juni 1869; zusätzliche Verleihung auf Blei am 7. November 1870; von Nordwest nach Südwest streichender Gang 1864-12-21 Heinrichshoffnung II Altweilnau Weilburg Blei, Kupfer; 1721, 1753, 1811, 1874, 1924, 1987 neu verliehen; Abbau bis 1771; östlich von Hunoldstal. Schacht und Schurfgraben; 1601 Königsholz Altweilnau Weilburg Blei, Silber; Bleiglanz, Kupferkies, Zinkblende, Pyrit; Höhepunkt im 17. und 18. Jahrhundert, 18. September 1855 erneut verliehen; St.Barbara-, Margareta, Petrusstollen , 1818-08-12 1923 Neue Hoffnung Altweilnau Weilburg Kupferkies, Bleiglanz; 600 m ostnordöstl.der Landsteiner Mühle; 2 Stollen; Trinkwassergewinnung; Versuchsabbau 1912 Rosenberg Emmershausen Weilburg Eisen, Mangan 1874-07 Silbergaut Emmershausen Weilburg Blei, Silber, Kupfer; siehe auch Emmershäuser Hütte; Pingenzug von Nordwest nach Südost verlaufend; 1821 Schacht; 7.1874 neu verliehenGruben Emmershausen 1821 (vor) Waltersau Emmershausen Weilburg Eisen; verliehen am 16. August 1866; erweitert am 30. Juni 1869 1864-08-16

Wehrheim Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Anna III Pfaffenwiesbach Weilburg Brauneisenstein; wohl lediglich Schurf, da unabbauwürdig; nordöstlich von Pfaffenwiesbach Heinrich Pfaffenwiesbach Weilburg Blei (Galenit), Fahlerze, Kupferkies; Reste Stollenmundloch im Wiesbachtal, PingenzugBeschreibung auf Mineralienatlas Hermann Pfaffenwiesbach Weilburg Blei, Silber, Kupfer; auch als Kuhhardstein bekannt; keine Überreste 1827 1858 Miesbach Wehrheim Wiesbaden Eisen; verliehen am 28. Juni 1848; erweitert am 7. Juli 1869 1848-06-28 Pfaffenwiese Pfaffenwiesbach Weilburg Brauneisenstein; wohl lediglich Schurf, da unabbauwürdig; nordöstlich von Pfaffenwiesbach

Lahn-Dill-Kreis Braunfels siehe Braunfels in der Liste von Bergwerken im Lahn-Dill-Gebiet

Hüttenberg Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Grube Rechtenbach Wetzlar Schwerspat; im Districte Weidchen; kein Abbau

Schöffengrund siehe Schöffengrund in der Liste von Bergwerken im Lahn-Dill-Gebiet

Waldsolms Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Marcus Kröffelbach Wiesbaden 1878 (vor)

Wetzlar siehe Wetzlar in der Liste von Bergwerken im Lahn-Dill-Gebiet

Landkreis Gießen Langgöns Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Amalie Cleeberg Oberhessen Bleiglanz, Kupferkies, Eisen; neu verliehen: 1578, 1662, 1687, 1695, 15.12.1767, 1809; 3 Stollen; Betriebszeiten: 1540, 1591–1565, 1613–?, 1696–1707, 1716–1718, 1767–1775, 1809. Auch Amalia genannt.Grube Silbersegen und Grube Amalie OpenStreetMap, 1497 1809 120px Auf der Lücke Cleeberg Oberhessen Eisen; verliehen am 12. Mai 1867; erweitert am 14. September 1869 1867-05-12 Eilt euch Oberkleen Oberhessen Eisen Gute Hoffnung Oberkleen Oberhessen Eisen Martinus Niederkleen Oberhessen Phosphorit; nördlich von Niederkleen im Distrikt Mühlenberg 1878 (vor) Silbersegen Espa Oberhessen Bleiglanz, Kupferkies, Pyrit, Fahlerze (inkl. Silber), Gold; Mächtigkeit bis zu 6 m; Stollen; von Westnordwest nach Ostsüdost streichende Erzgänge; 1577, 1768, 1816, 1859 und 1887 neu verliehen; Oberer Stollen, Mittel Stollen, Tiefer Stollen; viele Schächte 1469 (vor) 1919 120px Wundervoll Oberkleen Oberhessen Eisen; Förderung 1857–1869: 11.344 t Eisenerz 1857 1869

Landkreis Limburg-Weilburg Bad Camberg Name Ortsteil Bergrevier Anmerkungen Lage Beginn Ende Bild Bangertsgraben Erbach Weilburg Eisen; verliehen am 20. September 1867; erweitert am 10. Dezember 1869 1867-09-06 Bernhardsegen Oberselters Weilburg Blei, Kupfer; verliehen am 19. Januar 1864; erweitert am 14. Oktober 1870 1864-01-19 Haag Erbach Weilburg Eisen; verliehen und konsolidiert am 18. März 1867; erweitert am 14. Dezember 1869 1867-03-18 Kalksgraben Oberselters Weilburg Eisen; verliehen am 14. Dezember 1869 1869-06-06 Lydia Erbach Weilburg Eisen; verliehen am 20. September 1867; erweitert am 10. Dezember 1869 1867-09-06

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