Kleinschweinbarth ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Drasenhofen im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit Einwohnern (Stand ). Bis Ende 1970 bildete Kleinschweinbarth eine selbständige Ortsgemeinde.

Geografie Das vom Niklasgraben entwässerte Haufendorf ist über die Landesstraße L3055 erreichbar, von der die L3056 abzweigt, durch den Ort führt und an der Staatsgrenze endet. Zur Ortschaft gehört auch der Tiergartenhof, ein im frühen 20. Jahrhundert errichteter Wirtschaftshof. Am umfasste die Ortschaft  Adressen.

Geschichte Im Jahr 1306 erschien mit Otte von Sweinwurt erstmals eine ortsansässige Adelsfamilie und nach 1315 waren auch die Herren von Baumgarten hier begütert. Die anfangs häufig in Urkunden genannten Schweinbarther verfügen 1590 nur mehr über Splitterbesitz. Ihr Ansitz ist abgekommen und stand möglicherweise in Zusammenhang mit der Flur Thiergarten.

Schweickhardt beschrieb den Ort mit knapp 150 Familien, die sich in Ganz-, Halb-, Viertellehner und Kleinhäusler gliederten, die Acker- und Weinbau betrieben oder einem Handwerk nachgingen. Die Bauern pflanzten Weizen, Korn, Hafer, Kukuruz und etwas Gerste und verfügten über einen nicht unbedeutenden Weinbau.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 102 Häusern genannt, das nach Stützenhofen eingepfarrt war, die Kinder aber vor Ort eingeschult wurden. Die Herrschaft Steinebrunn besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Steinebrunn und Poysbrunn sowie der Pfarre Großkrut.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Kleinschweinbarth ein Bäcker, ein Fleischer, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Sattler, zwei Schmiede, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, zwei Trafikanten, ein Tischler, zwei Viktualienhändler, ein zwei Weinsensale und eine Ziegelei ansässig.Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 314

Die um 1850 entstandene Ortsgemeinde fusionierte am 1. Jänner 1971 mit der damaligen Gemeinden Drasenhofen, Steinebrunn und Stützenhofen, die neue Gemeinde erhielt den Namen Drasenhofen.

Sehenswertes Pfarrkirche Kleinschweinbarth, ein neugotischer Bau mit einem neugotischen Schnitzaltar (Denkmalschutz, ) Schweinbarther Berg, ein mit mehreren Gedenkstätten ausgebaute Klippe der Waschbergzone Jakobsweg Weinviertel, ein nördlich des Ortes beginnender Fernwanderweg, der bei Krems in den Wachauer Jakobsweg mündet

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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