mini|Hauptstr. 5: Ehemaliges Pfarrhaus mini|Raiffeisenstr. 3: Fachwerkwohnstallhaus mini|Dorfstr. 1: Wohnstallhaus

Buchheim (fränkisch: BuchaE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 28. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „būxɒ“.) ist ein Gemeindeteil der Stadt Burgbernheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Buchheim hat eine Fläche von 6,040 km². Sie ist in 578 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10449,29 m² haben.

Geographische Lage Das Pfarrdorf liegt am Rand der Frankenhöhe. Durch den Ort fließt der Haimbach, ein rechter Zufluss der Rannach. 0,5 km nordwestlich erhebt sich der Schwarzbuck, 0,5 km südwestlich der Lerchenbuck neben dem Engertsgraben. Im Südosten grenzt das Flurgebiet Egärtenäcker an. Die Bundesstraße 13 verläuft unmittelbar westlich des Ortes nach Marktbergel (6,5 km südöstlich) bzw. nach Uffenheim (9 km nordwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Bergtshofen (3 km westlich) und an der Rannachmühle vorbei die Staatsstraße 2252 kreuzend nach Ergersheim (1,7 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde in einer Urkunde, die im Zeitraum von 780 bis 802 entstand, als „villa Bôuchheim“ erstmals erwähnt. Der Edelmann Grawolf und seine Gattin Deura verschenkten ihren Grundbesitz, den sie dort und in Ergersheim hatten, dem Kloster Fulda. Der Ortsname bedeutet „Heim im Buchenwald“.E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 28 f.R. Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim, S. 47.

Im Jahre 1349 erwarb das Kloster Heilsbronn dort von Konrad von Seckendorf Gefälle. 1404 kaufte das Kloster zwei Tagewerk Wiesen von Conz Walz. Schwester Adelheid von Rothenburg und ihr Schwiegervater Dietrich schenkten dem Kloster Gefälle von einem Hof in Buchheim zur Stiftung eines Jahrtages.G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 379. 1460 kamen Buchheim und seine Umgebung unter die Herrschaft der Ansbacher Markgrafen und der Hohenzollern, die hier 1527 im Zuge der Reformation den evangelischen Glauben einführten.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Uffenheim. Ein Teil des Zehnten gehörte den Grafen Castell zu Rüdenhausen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 474.

1806 kam Buchheim an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Buchheim gebildet, zu dem Pfaffenhofen, Rannach-, Simons- und Ziegelmühle gehörten. 1813 entstand die Ruralgemeinde Buchheim, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden zwei Ruralgemeinden gebildet: Ruralgemeinde Buchheim mit Rannachmühle; Ruralgemeinde Pfaffenhofen mit Simons- und Ziegelmühle. Die Ruralgemeinde Buchheim war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Uffenheim (ab 1919 Finanzamt Uffenheim). Ab 1862 gehörte Buchheim zum Bezirksamt Uffenheim (ab 1939 Landkreis Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Uffenheim (1879 in Amtsgericht Uffenheim umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Neustadt an der Aisch zuständig. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,028 km².

Am 1. Juli 1972 wurde Pfaffenhofen und Schwebheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Buchheim eingemeindet, das am 1. Mai 1978 nach Burgbernheim eingegliedert wurde.

Baudenkmäler In Buchheim gibt es neun Baudenkmäler: Am Schwarzenweg 8: Wohnstallhaus Dorfstr. 1: Wohnstallhaus Hauptstr. 5: ehemaliges Pfarrhaus Kirchgasse 8: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Blasius Raiffeisenstr. 3: Fachwerkwohnstallhaus Raiffeisenstr. 4: Haustafel Friedhof

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 Einwohner 292 312 313 307 311 312 309 305 318 321 283 290 263 264 258 277 273 257 258 445 438 370 261 227 195 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 57 49 55 59 56 57 53 56 56 58 Quelle Für die Gemeinde Buchheim zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Ronnenmühle (S. 77). Buchheim: 287 Einwohner, 56 Feuerstellen; Ronnenmühle: 5 E., 1 F. Buchheim: 306 Einwohner, 48 Häuser; Rannenmühle: 6 E., 1 H. Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 314 Einwohner. Buchheim: 303 Einwohner; Rannermühle: 8 E. Buchheim: 297 Einwohner; Rannenmühle: 12 E. Buchheim: 312 Einwohner, 57 Wohngebäude; Rannachmühle: 9 E., 2 Wgb.

Jahr 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Einwohner 202 195 183 184 172 177 178 180 180 190 197 207 209 207 206 207Häuser Quelle

Religion Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Blasius und ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Katholiken sind nach St. Bonifaz (Bad Windsheim) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Burgbernheim) Buchheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert Kategorie:Gemeindegründung 1813 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim