mini|Wappen der Fürsten Schirowoi-Sassekin mini|Wappen der Fürsten Sassekin Sassekin () ist der Name eines erloschenen russischen Fürstengeschlecht dessen Stammreihe sich agnatisch von den Rurikiden ableitet.
Geschichte Die Stammreihe der Fürsten Sassekin beginnt mit Fjodor Glebowitsch, einem Enkel des Wassili Dawydowitsch, Fürst von Jaroslawl († 1345). Sein älterer Sohn Semjon Fjodorowitsch stiftete das Haus Temnossiny. Zu dessen Nachfahren zählte der Woiwode und Feldherr Pjotr Wassiljewitsch Sassekin († nach 1533). Er setzte die Stammlinie mit seinen drei Söhnen weiter fort. Der jüngere Sohn Iwan Fjodorowitsch Sasseka stiftete mit seinen drei Söhnen die Häuser Kubenski, Sonzew-Sassekin und Schirowoi-Sassekin. Meist standen die Fürsten Sassekin im Dienst des Großfürstentums Moskau und hatten ihren Entfaltungsschwerpunkt an der südöstlichen Grenze der ehemaligen Republik Nowgorod, etwa nordwestlich von Twer, im Einzugsgebiet der Mologa und des Msta. Sämtliche Häuser sind im Mannesstamm erloschen.
Wappen Das fürstliche Wappen (1798) zeigt im gevierten Schild, belegt mit einem Herzschild, darin ein linksgekehrter aufgerichteter Bär, eine goldene Hellebarde schulternd (Jaroslawl). In 1 und 4 in Blau den heiligen Michael mit goldenem Nimbus, Schild und Flammenschwert in silberner römischer Rüstung und Mantel (Kiew). In 2 und 3 in Silber auf grünem Boden eine goldene Lafette mit linksgekehrtem schwarzen Kanonenrohr, auf dessen rechtem Ende ein linksgekehrter natürlicher Paradiesvogel steht (Smolensk). Prachtstücke: Fürstenmantel mit Fürstenhut.
Angehörige mini|Fürst Schirowoi-Sassekin Iwan Iwanowitsch Sassekin († nach 1526), 1514–1525 Feldherr im russisch-litauischen Krieg, 1525–1526 Gesandter an den Hof von Kaiser Karl V. Pjotr Fjodorowitsch Sassekin († 1537), 1536 Kommandant von Sebesch, Feldherr, gefallen im Kampf mit den Tataren Grigori Ossipowitsch Sassekin († 1596/1597), erster Woiwode der befestigten Städte Samara (1586), Saratow (1590) und Zarizyn (1589) an der Wolga
Siehe auch
Liste rurikidischer Adelsgeschlechter
Literatur Maximilian Gritzner, K. Heling: J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, I. Band, 3. Abteilung, 3. Teil, C; Die Europäischen Fürstengeschlechter nicht Römisch-Kaiserlicher oder Deutsch-bundes-fürstlicher Extraction, Bauer & Raspe Nürnberg, 1894, S. 238, Tfl. 338 Arthur Kleinschmidt: Russland’s Geschichte und Politik dargestellt in der Geschichte des russischen hohen Adels. Kassel 1877, S. 61
Einzelnachweise
Kategorie:Russisches Adelsgeschlecht Kategorie:Linie der Rurikiden