mini|Katell Quillévéré (Mitte) mit Adèle Haenel und Paul Hamy 2014 Katell Quillévéré (* 30. Januar 1980 in Abidjan) ist eine französische Filmregisseurin.

Leben Quillévéré ist die Tochter eines Informatikers und einer Biologielehrerin aus der Bretagne.Clémentine Gallot: Katell Quillévéré, 33 ans, dans les pas de Pialat. lemonde.fr, 13. Dezember 2013. Ihre ersten fünf Lebensjahre verbrachte sie mit ihren Eltern und Großeltern in der Republik Côte d’Ivoire.Françoise-Marie Santucci: Katell Quillévéré, Dieu émois. liberation.fr, 15. Mai 2010. Später kehrte die Familie nach Frankreich zurück, um sich zunächst im Großraum Paris und später in der Hauptstadt selbst niederzulassen. Quillévéré besuchte das Lycée Fénelon und begann, sich für den Film zu interessieren. Nach Ende der Schulzeit bewarb sie sich für ein Filmstudium an der La Fémis, scheiterte jedoch. Sie studierte an der Universität Paris VIII Film und beendete das Studium mit dem Diplôme d’études approfondies sowie einem Abschluss in Philosophie. An der Universität Paris VIII lernte sie den späteren Regisseur und Drehbuchautor Hélier Cisterne kennen, mit dem sie liiert ist.Bruno Icher: Le tag parfait. libération.fr, 8. Oktober 2013. Der Beziehung entstammt ein Sohn.

Mit Sébastien Bailly gründete Quillévéré 2004 das Festival du cinéma de Brive, das auf Mittellangfilme spezialisiert ist,First international competition of medium films auf festivalcinemabrive.fr und leitete es die ersten drei Jahre. Die dort geknüpften Kontakte halfen ihr, ihren ersten Kurzfilm À bras le corps zu realisieren. Der Film lief 2005 im Rahmen der Quinzaine des réalisateurs auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.À bras le corps auf unifrance.org Weitere Kurzfilme folgten, bevor Quillévéré 2009 ihren ersten Langfilm Ein starkes Gift drehte. Der Film um die 14-jährige Anna, die kurz vor der Konfirmation die Liebe entdeckt und an Gott zu zweifeln beginnt, erlebte 2010 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes seine Premiere und gewann im selben Jahr den Prix Jean Vigo. Auch Quillévérés nächster Spielfilm Die unerschütterliche Liebe der Suzanne war ein Erfolg und wurde 2014 für fünf Césars nominiert; Quillévéré erhielt eine César-Nominierung in der Kategorie Bestes Originaldrehbuch. Ihre zweite César-Nominierung erfolgte in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch für die Literaturverfilmung Die Lebenden reparieren aus dem Jahr 2016, die auf dem gleichnamigen Roman von Maylis de Kerangal basiert.

Filmografie Wenn nicht anders vermerkt, als Regisseurin und Drehbuchautorin 2003: Draußen (Dehors) (Drehbuch) 2005: À bras le corps 2006: Die Häutung (Les deux vies du serpent) (Kostüme) 2007: L’imprudence 2009: L’échappée 2010: Ein starkes Gift (Un poison violent) 2013: Die unerschütterliche Liebe der Suzanne (Suzanne) 2016: Die Lebenden reparieren (Réparer les vivants) 2018: Seule à mon mariage (Drehbuch) 2020: De nos frères blessés (Drehbuch) 2023: Le Temps d'aimer

Auszeichnungen und Nominierungen 2010: Prix Jean Vigo für Ein starkes Gift 2010: Nominierung Gold Hugo, Chicago International Film Festival, für Ein starkes Gift 2010: Nominierung Goldene Kamera und Prix C.I.C.A.E., Internationale Filmfestspiele von Cannes, für Ein starkes Gift 2013: Nominierung Gold Hugo, Chicago International Film Festival, für Die unerschütterliche Liebe der Suzanne 2014: César-Nominierung, Bestes Originaldrehbuch, für Die unerschütterliche Liebe der Suzanne 2014: Nominierung für den Globe de cristal, Bester Film, für Die unerschütterliche Liebe der Suzanne 2016: Nominierung Queer Palm, Internationale Filmfestspielen von Venedig, für Die Lebenden reparieren 2016: Nominierung Goldene Ähre, Semana Internacional de Cine de Valladolid, für Die Lebenden reparieren 2017: César-Nominierung, Bestes adaptiertes Drehbuch, für Die Lebenden reparieren

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Drehbuchautor Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau