Dioctylzinn-Verbindungen (abgekürzt DOT nach ) sind zinnorganische Verbindungen mit zwei Octylgruppen (–C8H17).

Darstellung Dialkylzinnchloride können durch Umsetzung von Tetraorganozinnverbindungen mit Zinnhalogeniden durch Komproportionierung gewonnen werden:

R4Sn + 2 SnCl4 -> R2SnCl2 + 2 RSnCl3

Aus den Alkylzinnhalogeniden können die meisten übrigen Zinn-organischen Verbindungen hergestellt werden, z. B. Alkylzinnhydroxide, -oxide und -hydride.

Verwendung Wie auch Dimethylzinn- und Dibutylzinnverbindungen dienen Dioctylzinnverbindungen (vor allem Dioctylzinnhalogenide) der Hitze- und Lichtstabilisierung von Polyvinylchlorid und werden als Katalysatoren bei der Polyurethanherstellung eingesetzt.

Dioctylzinnverbindungen dürfen nach einer Entscheidung der EU aus dem Jahr 2009 ab dem 1. Januar 2012 nicht mehr in den nachstehend aufgeführten Erzeugnissen verwendet werden, wenn die Konzentration von Zinn in dem Erzeugnis oder in Teilen davon 0,1 Gew.-% übersteigt:BfR: Organozinnverbindungen in verbrauchernahen Produkten – Aktualisierte Stellungnahme Nr.034/2011 des BfR vom 2. August 2011. BfR, abgerufen am 12. Oktober 2014 (PDF; 61 kB). Textilartikel, die dazu bestimmt sind, mit der Haut in Kontakt zu kommen; Handschuhe; Schuhe oder Teile davon, die dazu bestimmt sind, mit der Haut in Kontakt zu kommen; Wand- und Bodenverkleidungen; Babyartikel; Damenhygieneartikel; Windeln; Zwei-Komponenten-Raumtemperaturvulkanisierungs-Abform-Sets (RTV-2-Abform-Sets)

Vertreter Dioctylzinn Dioctylzinnoxid Dioctylzinndichlorid Dioctylzinndilaurat Dioctylzinnmaleat Dioctylzinndithioglycolat Dioctylzinndiacetat

Weblinks Concise International Chemical Assessment Document (CICAD) für Mono- and disubstituted methyltin, butyltin and octyltin compounds (PDF; 763 kB)

Einzelnachweise

Externe Links zu erwähnten Verbindungen

Kategorie:Stoffgruppe DioctylzinnVerbindungen Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 20