mini|Französische WIB-Brücke von unten mini|Neubau Brücke Zwenkauer Straße als Walzträger-in-Beton Brücke Walzträger-in-Beton (WiB) ist der Name für eine Verbundbauweise im Brückenbau für kurze Überbauten.

Der Überbau besteht aus mehreren dicht nebeneinander verlegten Warmwalz-Profilen und einer zusätzlichen Längs- und Querbewehrung aus Betonstabstahl.RE-ING - Teil 2 Brücken - Abschnitt 2 Konstruktive Anforderungen, S. 7 Die Verbundwirkung zwischen Stahlträger und Beton wird allein durch den Haftverbund sichergestellt, weitere Verbundmittel, wie z. B. Kopfbolzendübel, kommen nicht zum Einsatz.Hetty Bigelow: Vereinfachte dynamische Bemessung von WiB-Eisenbahnverbundbrücken für den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Schriftenreihe des Lehrstuhls für Stahlbau und Leichtmetallbau der RWTH Aachen, Heft 82 - 2018.

Die Walzträger dienen beim Bau als Schalung für die Ortbetonplatte. Im Gegensatz zu einer vor Ort gegossenen Stahlbetonbrücke erfordern WiB-Brücken keine tragende Schalung (Lehrgerüst). Sie können über einem Verkehrsweg errichtet werden, ohne diesen für den Bauzeitraum sperren zu müssen.

Die ersten WiB-Brücken wurden in den 1870er Jahren gebaut. Bis zum Ersten Weltkrieg hatten sie einen Anteil von 50 % an allen kurzen Eisenbahnbrücken. Im Netz der Deutschen Bahn sind etwa 25 % der Brücken WiB-Brücken.

Literatur

Rolf H. Pfeifer, Tristan M. Mölter: Handbuch Eisenbahnbrücken. Eurailpress, Hamburg 2008, ISBN 978-3-7771-0378-5.

Einzelnachweise

Kategorie:Brückenbau Kategorie:Bauform (Brücke)