Rolf Sperling (geb. 17. April 1926) ist ein deutscher Kameramann, der vor allem mit DEFA-Trickfilmen und Dokumentarfilmen bekannt wurde.

Leben Rolf Sperling war Mitbegründer des Dresdner Trickfilmstudios der DEFA, wo er Ende der 1940er Jahre mit „Peterchens Mondfahrt“ begann.Eulenspiegel, Berliner Verlag., 1972, S. 62 Während Gerhard Behrendt für die Puppengestaltung und Dramaturgie verantwortlich zeichnete, übernahm Sperling den technischen Aufbau des Studios für Trickfilmaufnahmen.Jörg Herrmann: Die Trick-Fabrik: DEFA-Animationsfilme 1955–1990. Bertz, 2003, S. 76 In den 1950er Jahren arbeitete Sperling als Kameramann mit Walter Heynowski beim Deutschen Fernsehfunk zusammen und entwarf mit Karikaturisten Formen des Filmtricks, deren Entwicklung später stilprägend für Heynowskis Arbeiten wurden. 1958 unternahmen sie eine Drehreise in die Vereinigten Arabischen Emirate um über dortige politische Karikaturen zu berichten. 1959 erschien ein spöttisches Auslandsfeature der beiden über Charles de Gaulle bei den Nationalratswahlen in Frankreich 1958, der als Kandidat des Großkapitals charakterisiert wurde. Auch an Heynowskis erstem Dokumentarfilm „Mord in Lwow“ wirkte Sperling mit.Rüdiger Steinmetz: Dokumentarfilm zwischen Beweis und Pamphlet: Heynowski & Scheumann und Gruppe Katins. Leipziger Universitätsverlag, 2002, S. 20ff Von 1962 bis 1971 führte Sperling Regie für die Zeichentrickfilmreihe „Fakten und Figuren“ in der vor allem wirtschaftliche und wissenschaftliche Leistungen der DDR herausgestellt wurden.Ralf Forster, Jens Thiel: Die Bundesrepublik im politischen Trickfilm des DDR-Fernsehens bis 1961. Deutsches Institut für Animationsfilm. FILMBLATT 17, 6. JG, 2001, S. 24–40

Filmografie (Auswahl) 1953: Der Hemmschuh 1953: Die Streichholzballade 1953: Frau Holle 1954: Blinder Alarm 1954: Till Eulenspiegel und der Bäcker von Braunschweig 1955: Till Eulenspiegel als Türmer 1955: Das vergessene Püppchen 1955: Blinder Alarm 1956: Schnaken und Schnurren – Der hohle Zahn / Die Rutschpartie 1956: Des Kaisers neue Kleider 1958: Reigenringeleien 1958: Nahost unverschleiert 1958: Politisches Poem 1958: Eine schöne Bescherung 1959: Der Augenzeuge 1959/A 67 1959: Wie geht’s, Marianne 1959: Hoppla, jetzt kommt Willy! 1959: Genfer Auslese 1961: Aktion J – Ein Film der Beweise 1961: Die Anatomie des Dr. A 1961: Der Schneesturm 1967: Fakten und Figuren – Lebensbaum

Auszeichnungen 1960: Heinrich-Greif-Preis I. Klasse mit dem Kollektiv „Kabale und Liebe“ für die Dokumentation „Mord in Lwow“DEFA-Chronik für das Jahr 1960, Februar 1967: Nationalpreis für Kunst und Literatur III. Klasse mit dem Kollektiv der Fernsehdokumentation „Kämpfer und Sieger“DEFA-Chronik für das Jahr 1967. 6. Oktober 1968: Silberne Taube des Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm für „Fakten und Figuren – Lebensbaum“Preisträger der DEFA-Studios auf der Internationalen Leipziger Dokumentar- und Kurzfilmwoche für Kino und Fernsehen 1955 –1990 1980: Kunstpreis des FDGB mit dem Kollektiv der Arbeitsgruppe Geschichte im Fernsehen der DDR für die elfteilige szenisch-dokumentarische Sendung „Marx und Engels – Stationen ihres Lebens“Vgl. Der FDGB-Kunst- und Journalistenpreis 1980. In: Neues Deutschland, 35. Jg., Nr. 149, 26. Juni 1980, S. 7.

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Einzelnachweise

Kategorie:Kameramann Kategorie:Fernsehregisseur Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1926 Kategorie:Mann