Waldemar Küther (* 1911; † 1985) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, Geschichtsforscher und Autor.
Leben Waldemar Küther studierte Geschichte, Germanistik, Geographie und evangelische TheologieErwin Knauß: Pfarrer Waldemar Küther in memoriam. In: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins, Jg. 71 (1986), S. IX–X, hier S. IX. in Bonn und in Wittenberg. Er war Pfarrer in Ostpreußen: in Königsberg, in Eydtkuhnen, in Memel und 1943/1944 in Nidden.Pfarrerliste in der Kirche von Nida / Nidden Im Zweiten Weltkrieg wurde er schwer verwundet.
Nach dem Krieg war Küther von 1945 bis 1951 Pfarrer in Frauensee in Thüringen. Nach seiner Übersiedelung in die Bundesrepublik war er Pfarrer in Hungen in Mittelhessen. 1964 musste er aus gesundheitlichen Gründen sein Pfarramt aufgeben. Danach war er freier Mitarbeiter am Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg.
Im Ruhestand lebte Küther in Marburg-Cappel.Geschichtsmagazin Damals, Jg. 1992, Heft 12, S. 1031.
Waldemar Küther veröffentlichte Monographien und rund 60 Aufsätze zur Geschichte Hessens und Thüringens.Erwin Knauß: Pfarrer Waldemar Küther in memoriam. In: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins, Jg. 71 (1986), S. IX–X, hier S. X.
Ehrungen Der Oberhessische Geschichtsverein Gießen wählte Waldemar Küther in Würdigung seiner landesgeschichtlichen Forschungen 1984 zum Ehrenmitglied.
Schriften (Auswahl) Als Autor mit Karl Gruber: Minzinberg. Burg, Stadt, Kirche. Walltor-Verlag, Gießen 1968; 2. Aufl. 1973. Vacha und sein Servitenkloster im Mittelalter. Böhlau, Köln 1971. Cappel. Ein Marburger Hausdorf. Magistrat der Universitätsstadt, Marburg 1976. Das Marienstift Lich im Mittelalter. Selbstverlag, Lich 1977. Seligenstadt, Mainz und das Reich. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. Jg. 30 (1978), S. 9–57; als Sonderdruck verlegt von der Einhard-Arbeitsgemeinschaft, Schloss Fürstenau, Michelstadt 1978. Kloster Arnsburg. Schnell & Steiner, Regensburg 1979; 6. Aufl. 2007. Pohlheim. Junge Stadt am Pfahlgraben. Die Geschichte ihrer Ortsteile. Magistrat der Stadt Pohlheim, Pohlheim 1982. Konrad von Bemelberg. Stadtarchiv, Schelklingen 1994.
Als Mitverfasser Urkundenbuch des Klosters Frauensee. Böhlau, Köln 1961. Heimatbuch Holzheim. [Gemeindeverwaltung], Holzheim 1965. mit Gerhard Seib: Konrad von Boyneburg (Bemelberg) ein Landsknechtsführer aus Hessen im 16. Jahrhundert. In: Hessische Jahrbücher für Landesgeschichte. Band 19, 1969, S. 234–295. Wieder abgedruckt und mit zusätzlichen Abbildungen versehen als Waldemar Küther: Konrad von Bemelberg. Ein Soldatenleben (= Schelklinger Hefte. Band 19). Stadtarchiv, Schelklingen 1994. Geschichtlicher Atlas von Hessen, Teil 27 A: Einteilung der Evangelischen Kirchen in der Neuzeit. Kirchliche Einrichtungen. Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde, Marburg 1970. Die Wüstung Hausen. Wetzlarer Geschichtsverein, Wetzlar 1971. Grünberg. Magistrat der Stadt Grünberg, Grünberg 1972. Historisches Ortslexikon des Kreises Witzenhausen. Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde, Marburg 1973. Garbenheim. Gemeinde Garbenheim, Garbenheim 1976. Historisches Ortslexikon Fritzlar-Homberg. Elwert, Marburg 1980.
Literatur Erwin Knauß: Pfarrer Waldemar Küther in memoriam. In: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins (MOHG), Jg. 71 (1986), S. IX–X (online).
Weblinks Bibliografie auf Regesta Imperii
Einzelnachweise
Kategorie:Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Heimatforscher (Oberhessen) Kategorie:Landeshistoriker (Deutschland) Kategorie:Sachbuchautor Kategorie:Person (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) Kategorie:Person des Christentums (Marburg) Kategorie:Hessische Geschichte Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1911 Kategorie:Gestorben 1985 Kategorie:Mann