mini|Bundesamtsgebäude Josef-Holaubek-Platz mini|Südwestansicht des Bundesgebäude mini|hochkant|Brunnen von Adolf Frohner vor dem Gebäude Das Bundesamtsgebäude Josef-Holaubek-Platz (früher: Bundesamtsgebäude Liechtenwerder Platz) ist ein Gebäudekomplex im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund am Josef-Holaubek-Platz. Es beheimatet Dienststellen der Landespolizeidirektion Wien sowie des Bundeskriminalamtes.
Geschichte
Architektur Das Bundesamtsgebäude wurde als Teil der Überbauung der Gleisanlagen des Franz-Josefs-Bahnhofs errichtet. Es entstand 1986 bis 1989 nach Entwürfen von Kurt Hlaweniczka und Peter Czernin und wird als Stahlbetonskelettbau mit vorgehängter Fassade beschrieben.
Das Gebäude entstand als Teil der Überbauung der Gleisanlagen des Franz-Josefs-Bahnhofs. In den Jahren 1980 bis 1983 entstand die Basiskonstruktion für das Bundesamtsgebäude (BAG). (PDF), auf bdn.co.at Im Jahr 1986 erfolgte die eigentliche Grundsteinlegung, die Bauzeit wurde mit ca. drei Jahren angegeben, die Kosten sollten um die 1,2 Milliarden Schilling (ca. 87 Millionen Euro) betragen.Artikel über Heinrich Übleis, auf bildarchivaustria.at In einem Rechnungshofbericht aus dem Jahr 1994 wird heftige Kritik an den erwachsenen Baukosten bzw. überhaupt am Bau des BAG geäußert. Eine Alternative zum Bau wäre eine damalige Generalsanierung der Roßauer Kaserne gewesen.Tätigkeitsbericht des Rechnungshofes - Verwaltungsjahr 1993 - Kapitel "Bundesamtsgebäude Wien 9, Liechtenwerderplatz", S. 248 (PDF), auf rechnungshof.gv.at Eine Fußgängerbrücke zwischen dem unmittelbar angrenzenden Universitätszentrum Althanstraße und dem BAG war seit Jahrzehnten gesperrt und wurde von August bis September 2026 ersatzlos abgetragen.meinbezirk.at - "Übergang zur Alten WU wird ersatzlos abgetragen"
Baukosten, Vergabe und Energieeffizienz Laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung wurden für das Bauvorhaben Gesamtkosten von 1,750 Mrd. Schilling angegeben; die Fertigstellung wurde mit 1989 ausgewiesen.
In einer weiteren Anfragebeantwortung wird festgehalten, dass die Aufträge für das Bundesamtsgebäude Liechtenwerderplatz freihändig vergeben wurden; als Bauträger wird Konstruktiva genannt, die gegenüber der Republik Österreich als einziger Planungsverantwortlicher angeführt wird.
Im Zusammenhang mit Ausschreibungen wird auf besondere Risiken von Leistungen „über dem Gleiskörper“ hingewiesen, die in einer ersten Ausschreibung zu großer Streuung geführt hätten; die Ausschreibung sei daher wiederholt worden.
Das Bundesamtsgebäude Josef-Holaubek-Platz weist laut Anfragebeantwortung des BMI einen Energieeffizienzklassewert B/C auf; eine thermische Sanierung wurde vom Hauseigentümer, der Bundesimmobiliengesellschaft nicht für notwendig erachtet.
Nutzung Laut BMI arbeiten im Bundesamtsgebäude rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Gebäude war über Jahre auch als Standort des Wiener „Verkehrsamts“ bekannt; dieses übersiedelte in die Dietrichgasse 27 nach Wien Landstraße.
Kunst Vor dem Gebäude befindet sich der Frohner-Brunnen; er wurde laut Commons-Beschreibung von der Bundesimmobiliengesellschaft gestiftet, 1989/90 errichtet und von Adolf Frohner gestaltet.
Dienststellen Im Gebäudekomplex selbst sind der Hauptsitz des Bundeskriminalamtes sowie zahlreiche Dienststellen der LPD Wien untergebracht.
Name Josef Holaubek war 25 Jahre lang Polizeipräsident von Wien. In Anerkennung seines Wirkens, wurde im Jahr 2000 ein Teil des Liechtenwerder Platzes in Josef-Holaubek-Platz umbenannt. Aus diesem Grund wurde auch das Gebäude dementsprechend umbenannt.
Weblinks
Aufnahme aus der Zeit der Erbauung des BAG am unteren Bildrand
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in Alsergrund