Das Autobahndreieck Düsseldorf-Süd (Abkürzung: AD Düsseldorf-Süd; Kurzform: Dreieck Düsseldorf-Süd) stellt den Abzweig der Autobahn 59 (Teilstück Düsseldorf–Leverkusen) von der Autobahn 46 (Teilstück Düsseldorf–Wuppertal) bereit. Die benachbarte Anschlussstelle Düsseldorf–Eller auf der A 46 ist in das Dreieck integriert. Es befindet sich etwa ein Kilometer westlich des Elbsees zwischen den Düsseldorfer Stadtteilen Eller und Hassels in Nordrhein-Westfalen.
Bauform Das Autobahndreieck wurde spätestens 1971 als halbes Kleeblatt errichtet. Seinerzeit war ein Ausbau des Dreiecks zum Kreuz durch Lückenschluss der hier unterbrochenen A 59 bis zum Autobahnkreuz Duisburg-Süd vorgesehen. Entsprechend wurde damals der Name Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd vergeben. Der Verlauf durch das bebaute Düsseldorf war zunächst parallel zur hier verlaufenden Bahnstrecke Mülheim-Speldorf–Troisdorf und dann über die heute autobahnähnliche Bundesstraße 8 angedacht.Landkartenarchiv: Falk Stadtplan Düsseldorf 1971 Diese später verworfene Planung ließ die A 59 hier enden und bedingte so bis spätestens 1983 einen Umbau zur rechtsgeführten Trompete und somit zu einem Dreieck.Landkartenarchiv: Falk Stadtplan Düsseldorf 1983 Die A 59 ist hier vierspurig, die A 46 seit 2020 sechsspurig ausgebaut.
Ertüchtigung 2014 bis 2024 Das Dreieck und die integrierte Anschlussstelle Düsseldorf-Eller sorgten früher zu jeder Hauptverkehrszeit für eine der größten Verstopfungen Düsseldorfs. Dabei staute sich der Verkehr beim Einfädeln von der Einfahrt in die Fahrtrichtung Wuppertal der A 46 bis weit in die zuführenden, städtischen Straßen hinein. Dadurch konnten auch die im Dreieck abzweigenden Fahrzeuge auf die eigentlich freie A 59 nicht dorthin gelangen und verstärkten den Stau. Zudem verstopfte der innerstädtische Rückstau auch die Richtungsfahrbahn Düsseldorf über deren Aus- und Einfahrt. Schlussendlich verkeilten sich die Zuläufe aus den drei Autobahnästen und der Innenstadt gegenseitig. Viele Autofahrer suchten innerstädtische Wege zu benachbarten Anschlussstellen, was auch diese mit zähem Verkehr belastete.
Daher wurde zwischen den Jahren 2014 und 2020 die A 46 von vier auf sechs Fahrstreifen erweitert und Lücken in deren Standspur geschlossen. Hierfür wurden Räume benötigt, die bis dahin von benachbarten Dreiecksrampen in Anspruch genommen wurden, die daher umgelegt und verbreitert wurden. Die dort bisher gemeinsam geführten Ströme der integrierten Anschlussstelle Düsseldorf-Eller wurden entkoppelt. Dafür wurde südlich 2019 ein benötigtes Kreuzungsbauwerk errichtet, das wegen des dort maroden Zustandes der A 59https://www.autobahn.de/planen-bauen/projekt/grundhafte-instandsetzung-zwischen-duesseldorf-sued-und-monheim-sued erst nach einer längeren Ruhe der Baustelle Anfang 2025 angeschlossen werden konnte und die gesamte Ertüchtigungsmaßnahme abschließt. Durch die Umbaumaßnahmen sollen die beschriebenen chronischen Staus in diesem Bereich der beteiligten Autobahnen und dem städtischen Umfeld vermieden werden.
Neben den Kernarbeiten des Umbaus des Autobahndreiecks fanden begleitende Baumaßnahmen statt. Dabei stehen der Lärmschutz, die Entwässerung und die Schaffung von Kompensationsmaßnahmen für die Eingriffe in Natur und Landschaft im Vordergrund.
Verkehrsaufkommen
Das Dreieck wurde im Jahr 2015 täglich von rund 147.000 Fahrzeugen befahren.
Von Nach Durchschnittlichetägliche Verkehrsstärke Anteil Schwerlastverkehr 2005 2010 2015 2005 2010 2015 AS Düsseldorf-Eller (A 46) AD Düsseldorf-Süd 104.000 110.500 117.200 Keine Daten 6,1 % 9,5 % AD Düsseldorf-Süd AS Erkrath (A 46) 101.000 100.000 136.000 Keine Daten 8,6 % 8,3 % AD Düsseldorf-Süd AS Düsseldorf-Benrath (A 59) 53.700 45.800 41.600 8,2 % 7,3 % 6,2 %
Einzelnachweise
DusseldorfSud Kategorie:Bundesautobahn 46 Kategorie:Bundesautobahn 59 Kategorie:Verkehrsbauwerk in Düsseldorf Kategorie:Eller Kategorie:Hassels