Wyssokoje (, , ) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Krasnosnamensk im Rajon Krasnosnamensk.

Geographische Lage Wyssokoje liegt am Südufer der Scheschuppe an der Einmündung des kleinen Flusses Staraja (dt. Alxnuppe, 1938 bis 1945: Hangwasser) drei Kilometer östlich der Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) und 19 Kilometer nördlich der früheren Kreisstadt Dobrowolsk (Pillkallen/Schloßberg). Durch den Ort verläuft die Regionalstraße 27A-026 (ex R511). Vor 1945 war der Ort Bahnstation an der heute nicht mehr betriebenen Strecke Pillkallen–Lasdehnen der Pillkaller Kleinbahn.

Geschichte mini|Die Gemeinde Alxnupönen auf einem Messtischblatt von 1936 Der Ort Altensnappen wurde 1517 erstmals erwähnt.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Altsnappen Um 1780 wurde Alxnapöhnen als meliertes Dorf bezeichnet.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 3. 1874 wurde die Landgemeinde Alxnupönen namensgebend für einen Amtsbezirk im Kreis Pillkallen.Rolf Jehke, Amtsbezirk Altsnappen 1938 wurde Alxnupönen in Altsnappen umbenannt.

1945 kam der Ort in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt er die russische Bezeichnung Wyssokoje und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Mitschurinski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk eingeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947) Später gelangte der Ort in den Pobedinski selski Sowet. Von 2008 bis 2015 gehörte Wyssokoje zur Landgemeinde Dobrowolskoje selskoje posselenije, von 2016 bis 2021 zum Stadtkreis Krasnosnamensk und seither zum Munizipalkreis Krasnosnamensk.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung, I. Die Provinz Preussen, Berlin 1874 502 1871 534 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 441 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 382 davon 90 litauischsprachige 1910 376 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 363 1939 358 1984Sowjetische Topographische Karte 100k--n34-046 ~ 130 2002Allrussische Volkszählung von 2002 139 2010Allrussische Volkszählung von 2010 117 2021Allrussische Volkszählung von 2021 80

Amtsbezirk Alxnupönen/Altsnappen (1874–1945) Der Amtsbezirk Alxnupönen wurde 1874 im Kreis Pillkallen eingerichtet. Er umfasste zunächst sieben Landgemeinden (LG) und einen Gutsbezirk (GB):

Name Änderungsnamevon 1938 Russischer Namenach 1945 Bemerkungen Alxnupönen (LG) Altsnappen Wyssokoje Ambrasgirren (LG) 1929 zur LG Waldlinden BudupönenKsp. Lasdehnen (LG) Sandhöhe Berestowoje Lasdinehlen (GB) Sommerswalde Mitschurino 1928 zur LG Rucken Löblaugken (LG) 1929 zur LG Waldlinden Rammonischken (LG) Hagenfließ Leskowo Rucken (LG) Rossoschanskoje hieß von 1928 bis 1929 Lasdinehlen Uszbördszen (LG) Karpfenwinkel Ostrogoschskoje 1936–38: Uschbördschen Waldlinden (LG) (Rossoschanskoje) entstand 1929 durch Zusammenschluss der LG Ambrasgirren, der LG Löblaugken sowie der Oberförsterei Weszkallen

1935 wurden die Landgemeinden in Gemeinden umbenannt. Der Amtsbezirk hieß seit 1938 oder 1939 Altsnappen. Am 1. Januar 1945 bildeten den Amtsbezirk Altsnappen die Gemeinden: Altsnappen, Hagenfließ, Karpfenwinkel, Rucken, Sandhöhe und Waldlinden.

Kirche Mit ihrer mehrheitlich evangelischen Bevölkerung war Alxnupönen resp. Altsnappen vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Lasdehnen eingepfarrt. Sie war Teil des Kirchenkreises Pillkallen (Schloßberg) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Wyssokoje im Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgwangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen), die zur Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.

Weblinks Wyssokoje bei bankgorodov.ru Wyssokoje bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Krasnosnamensk