mini|Anna Katharina von Harling, geborene von Offen

Anna Catharina von OffenAnnette v. Boetticher: Grabsteine, Epithaphe und Gedenktafeln der ev.-luth. Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in Hannover, Broschüre DIN A5 (20 Seiten, teilweise mit Abbildungen), hrsg. vom Kirchenvorstand der ev.-luth. Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Hannover: 2002, S. 6, v. a, S. 14. (auch: Anna Katharina von Uffeln und Anna Katharina von Offeln;Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek sowie Anna Katherine Offeln * 1624 in Entrup; † 1. März 1702 in Hannover)Harling, Anna Katharina von in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Bearbeitung vom 12. September 2008, zuletzt abgerufen am 30. Juni 2016. war eine deutsche Hofdame und Prinzen- und Prinzessinnen-Gouvernante sowie Oberhofmeisterin der Kurfürstin von Hannover, Sophie von der Pfalz.

Leben Herkunft mini|links|Wappen der Catharina von Offen

Anna Katharina von Offen war ein Abkömmling des aus der Grafschaft Lippe stammenden Adelsgeschlechts von Offen. Entgegen vereinzelt anzutreffenden Verlautbarungen gehörte sie also nicht dem Geschlecht der Herren von Uffeln an. Ihre Eltern waren die Edelleute Jobst Bernhard von Offen († 1654) und Hedwig Werpup († 1656).Jamie Allen's Family Tree & Ancient Genealogical Allegations Ihre Schwester Anna Maria von Offen war Oberhofmeisterin in Mecklenburg, ihr Bruder Jobst Moritz von Offen (1635–1692) war Generalleutnant in kurbraunschweigischen Diensten und Erbherr auf Entrup.

Werdegang mini|Doppelgrabstein mit ihrem Ehemann Christian Friedrich von Harling

Anna Katharina von OffenDatensatz der Deutschen Nationalbibliothek: Harling, Anna Katharina von war, noch bevor sie den Geheimen Rat und Oberstallmeister am kurfürstlichen Hof zu Hannover, Christian Friedrich von Harling (1631–1724) heiratete, Erzieherin der jungen Prinzessin Liselotte von der Pfalz, der späteren Herzogin von Orléans, mit der sie zeitlebens in engem Briefkontakt blieb.Anke Hufschmidt: Adlige Frauen im Weserraum Zwischen 1570 und 1700. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen. Band 22, Nr. 15, 2001, ISBN 3-402-06798-6, S. 75. (books.google.de)Geschichte Hannovers im Zeitalter der neunten Kur und der englischen Sukzession 1674–1714, S. 407, Hofleben in Ostfriesland, Briefe an ihre frühere Hofmeisterin A.K. von Harling, geborene von UffelnHannelore Helfer (Hrsg.): : Sämtliche Briefe der Elisabeth Charlotte, duchesse d'Orléans, an die Oberhofmeisterin Anna Katharina von Harling, geb. von Offeln und deren Gemahl Christian Friedrich von Harling, Geheimrat und Oberstallmeister, zu Hannover, Hannover 2007, 2 Bände, ISBN 3-7752-6126-5.Eduard Bodemann (Hrsg.): Elisabeth Charlotte von Orléans: Briefe an ihre frühere Hofmeisterin Anna Katharina von Harling, geborene von Uffeln, und deren Gemahl, Geheimer Rath Friedrich Christian von Harling zu Hannover. Hahn, Hannover/Leipzig 1895. (Nachdruck: Olms, Hildesheim/Zürich/New York 2004, ISBN 3-487-12055-0.)Gertrude Aretz: Berühmte Frauen der Weltgeschichte. Hallwag-Verlag, 1940, Erstes Kapitel: Liselotte von der Pfalz Herzogin von Orléans

Ab 1684 bewohnte Anna Katharina das ihr von Ernst August, Herzog von Braunschweig-Lüneburg geschenkte sogenannte „Harlingsche Haus“ in der Calenberger Straße 29/30 „[...] auf der Neustadt“ bei Hannover.

Vermählt war sie dann die Oberhofmeisterin der Kurfürstin von Hannover. Auch die Tochter der Kurfürstin, Sophie Charlotte von Hannover, die nachmals die erste preußische Königin wurde, wurde seit 1678 von Anna Katharina von Harling erzogen.Verein für die Geschichte Berlins e. V., gegr. 1865, Sophie Charlotte, Königin in Preußen (abgerufen am 30. September 2014) Auch noch der Sohn Sophie Charlottes, nachmals preußischer König Friedrich Wilhelm I., wurde 1692 im Alter von vier Jahren der Obhut Anna Katharina von Harlings anvertraut, gemeinsam mit dem späteren britischen König Georg II., allerdings vertrugen sich die beiden kleinen Kurprinzen nicht miteinander. Sehr gerne hätte auch die Herzogin von Orléans, Liselotte von der Pfalz, ihre Kinder der Erziehung Anna Katharina von Harlings anvertraut.Artikel „Sophie Charlotte“ von Otto Krauske in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 34 (1892), S. 676–684, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, (Version vom 30. September 04, 2014, S. 55 Uhr UTC)

Ebenso wie ihr Ehemann und andere hochgestellte Hofbeamte, wie etwa Gottfried Wilhelm Leibniz, genoss von Offen das Privileg, in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis bestattet zu werden. Der Doppelgrabstein mit dem ihres Mannes findet sich heute – sozusagen als Epitaph – an der südlichen Kirchturm-Außenmauer des Gotteshauses.

Literatur Hannelore Helfer (Hrsg.): Liselotte von der Pfalz in ihren Harling-Briefen. Sämtliche Briefe der Elisabeth Charlotte, Duchesse d'Orléans, an die Oberhofmeisterin Anna Katharina von Harling, geb. von Offeln, und deren Gemahl Christian Friedrich von Harling, Geheimrat und Oberstallmeister, zu Hannover; ergänzt durch ein Gesamtinventar ihrer bisher bekannten Briefe an verschiedene Empfänger (= Veröffentlichungen der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Speyer. Bd. 102). 2 Bände. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2007, ISBN 978-3-7752-6126-5. Teil 1: Briefcorpus; Inhaltsverzeichnis und Inhaltstext Teil 2: Anhang; Inhaltsverzeichnis Eduard Bodemann (Hrsg.): Elisabeth Charlotte von Orléans. Briefe an ihre frühere Hofmeisterin A. K. v. Harling, geb. v. Uffeln, und deren Gemahl, Geh. Rath Fr. v. Harling zu Hannover. Hahnsche Hofbuchhandlung, Leipzig 1895. (Nachdruck: Olms, Hannover/Hildesheim/Zürich/New York 2004, ISBN 3-487-12055-0. (in Frakturschrift)) Hannelore Helfer: Elisabeth Charlotte von Orléans und ihre Beziehung zu Anna Katharina und Christian Friedrich Freiherr von Harling. In: Sigrun Pas (Hrsg.): Liselotte von der Pfalz: Madame am Hofe des Sonnenkönigs. Heidelberg 1996, ISBN 3-8253-7101-8, S. 109–112. (Begleitschrift zur Ausstellung der Stadt Heidelberg zur 800-Jahr-Feier vom 21. September 1996 bis 26. Januar 1997 im Heidelberger Schloß) Hannelore Helfer: „Man muß allezeit thun waß raisonabel - es gefalle oder nicht - undt in übrigen gott walten laßen.“ Liselotte von der Pfalz und ihre Briefe. In: Hugenotten. Hrsg.: Deutsche Hugenotten-Gesellschaft, Bad Karlshafen, 2009, Mareike Böth: Erzählweisen des Selbst. Körperpraktiken in den Briefen Liselottes von der Pfalz (1652–1722) (= Selbstzeugnisse der Neuzeit. Bd. 24). zugleich Dissertation 2012 an der Universität Kassel. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2015, ISBN 978-3-412-22459-2, passim; (books.google.com)

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