Schledehausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Bissendorf im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1972 eine eigenständige Gemeinde. Innerhalb von Bissendorf ist Schledehausen ein Teil der Ortschaft Schledehausen/Schelenburg.§ 9 Hauptsatzung der Gemeinde Bissendorf

Geographie Schledehausen ist der zentrale Ort im Norden der Gemeinde Bissendorf und liegt sechs Kilometer nordöstlich des Bissendorfer Ortskerns. Zum Ortsteil gehört auch der östlich von Schledehausen gelegene Weiler Westrup.

Geschichte Eine Burg zu Schledehausen, die spätere Schelenburg wurde 1090 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das Kirchdorf Schledehausen war bis zu den Napoleonischen Kriegen Sitz einer Vogtei im Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Im Jahr 1781 richtete ein Großbrand katastrophale Schäden im Dorf an.HVV Schledehausen: Heimatgeschichte Von 1807 bis 1810 war Schledehausen der Hauptort des Kantons Schledehausen im napoleonischen Satellitenstaat Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und war dort Sitz der Mairie Schledehausen im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Schledehausen zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Osnabrück.

Von 1852 bis 1859 wurde vorübergehend das Amt Schledehausen zu Osnabrück eingerichtet, dem die drei alten Vogteien Belm, Bissendorf und Schledehausen angehörten.Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86 Seit 1859 wieder zum Amt Osnabrück gehörend, fiel Schledehausen 1867 mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen. Seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Osnabrück.

Die heute zu Schledehausen gehörende alte Bauerschaft Westrup bildete bis in die 1870er Jahre eine separate Gemeinde. Nach dem Zusammenschluss von Schledehausen und Westrup hieß die Gemeinde eine Zeit lang Schledehausen-Westrup.

Im Landkreis Osnabrück war Schledehausen bis zur Gebietsreform in Niedersachsen Sitz der Samtgemeinde Schledehausen, der außer Schledehausen noch die Gemeinden Astrup, Ellerbeck, Grambergen, Jeggen, Krevinghausen, Linne, Schelenburg, Wissingen und Wulften angehörten. Am 1. Juli 1972 wurde Schledehausen zusammen mit den anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Teil der Gemeinde Bissendorf.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle 1845 525 1871 539 Volkszählung 1871 1885 567 Volkszählung 1885 1895 582 Volkszählung 1895 1910 686 1925 670 1939 933 1950 1643 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen) 1961 1454 1970 1598

Bauwerke In Schledehausen gibt es sowohl eine evangelische als auch eine katholische St.-Laurentius-Kirche. Weitere bedeutsame Bauwerke sind unter anderem der alte Meierhof und sein Steinwerk, das Gildehaus, der Wamhof und der Zweiständer-Fachwerkbau Hohe Leuchte.HVV Schledehausen: Dorfrundgang

Öffentliche Einrichtungen Schledehausen besitzt eine Ortsfeuerwehr mit einem Feuerwehrhaus an der Großen Straße.Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Schledehausen

Vereine

Der Heimat- und Verkehrsverein Schledehausen setzt sich für die Entwicklung des Tourismus, die Bewahrung der Heimatgeschichte sowie die Dorfentwicklung und Dorfgemeinschaft ein.Website des HVV Schledehausen Der Schützenverein Schledehausen von 1890 betreibt Schießsport und Brauchtumspflege.Website des Schützenvereins Schledehausen Die Sportfreunde Schledehausen von 1948 haben Abteilungen für Fußball und Tischtennis.Website der SF Schledehausen Der Turnverein Schledehausen von 1924 hat unter anderem Abteilungen für Turnen, Gymnastik und Volleyball.Website des TV Schledehausen

Wirtschaft Am nordöstlichen Ortsrand liegt ein Gewerbegebiet; unter anderem mit einer Möbelfabrik und einer Landmaschinenfabrik.

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Bissendorf) Kategorie:Ort im Landkreis Osnabrück Kategorie:Ersterwähnung 1090 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Osnabrück) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972