mini|Darstellung von Fritigils Beerdigung Fritigil war eine Königin der Markomannen, die Ende des 4. Jahrhunderts lebte.

Fritigil ist einzig durch ihren bei Paulinus von Mailand erwähnten Briefwechsel mit Ambrosius von Mailand bekannt.Paulinus von Mailand, Vita Ambrosii 36.

Der Bischof Ambrosius empfahl Fritigil in diesem Briefwechsel, ihren Ehemann zu überreden, mit den Römern Frieden zu schließen und sich und sein Volk den Römern zu unterstellen. Der erfolgreich abgeschlossene Vertrag (foedus) ist der letzte bekannte Vertrag zwischen Rom und den Markomannen.Peter Kehne, Jaroslav Tejral: Markomannen. In: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2. Auflage, Band 19. de Gruyter, Berlin 2001, ISBN 3-11-017163-5, S. 299; Friedrich Lotter: Völkerverschiebungen im Ostalpen-Mitteldonau-Raum zwischen Antike und Mittelalter (375–600). de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-089866-7, S. 46, 100. In ihrer Rolle als Foederaten räumten die Römer den Markomannen im Jahr 397 im Wiener Becken in Pannonien auf römischem Gebiet Land zur Bebauung und Verteidigung ein.Friedrich Lotter: Völkerverschiebungen im Ostalpen-Mitteldonau-Raum zwischen Antike und Mittelalter (375–600). de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-089866-7, S. 46, 100. Fritigil reiste im selben Jahr nach Mediolanum (heute Mailand), um Ambrosius aufzusuchen. Dieser war jedoch schon verstorben, als sie dort eintraf.

Die um 400 von römischen Handwerkern erbaute Höhensiedlung Oberleiser Berg könnte möglicherweise Fritigils Residenz gewesen sein.Ein Herrschaftssitz der Völkerwanderungszeit auf dem Oberleiserberg, NÖ. sciencev1.orf.at.

Einzelnachweise

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