mini|St. Johann Baptist in Niedermerz St. Johann Baptist ist eine römisch-katholische Nebenpfarrkirche in Niedermerz, Gemeinde Aldenhoven im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Das aktive Gotteshaus ist dem Patrozinium Johannes des Täufers gewidmet, unter Nummer 18 in die Liste der Baudenkmäler in Aldenhoven eingetragen und gehört seit 2025 zur Pfarre Hl. Maria Magdalena/Jülich im Pastoralen Raum Aldenhoven/Jülich.

Lage Das Kirchengebäude hat die Adresse Hofbongardstraße 2, 52457 Aldenhoven und steht westlich von der Johannesstraße. Das zuständige Pfarrbüro befindet sich in Aldenhoven, Kapellenplatz 14.Kirchen und Religion - wichtige Adressen., abgerufen am 8. Juli 2026.

Geschichte Bereits im 12. Jahrhundert gab es eine kleine Kirche in Niedermerz. Von dieser ist noch der romanische Glockenturm erhalten, welcher sich im Osten als Chorturm befindet. Im Jahr 1742 wurde die kleine Kirche nach Westen hin verlängert und der Turm erhielt seine heutige Gestalt. 1898 erhielt das Kirchenschiff ein Gewölbe sowie eine Sakristei nach Plänen von Heinrich Bong, Köln. In den Jahren 1953 bis 1974 wurde die Kirche in mehreren Abschnitten renoviert. Die Bauleitung hatte Architekt Werner Finkeldei aus Linnich.Denkmale in der Gemeinde Aldenhoven. abgerufen am 27. September 2014.

Pfarrlich gehörte Niedermerz seit Jahrhunderten zur Pfarre St. Laurentius Laurenzberg. Erst mit der Umorganisierung der kirchlichen Strukturen während der Franzosenzeit wurde Niedermerz 1804 von Laurenzberg abgetrennt und zur selbstständigen Pfarrei erhoben. Jedoch dauerte die Eigenständigkeit nicht lange an und 1808 wurde die Pfarre bereits wieder aufgelöst und als Filialgemeinde wieder Laurenzberg zugeschlagen. 1828 beantragten die Bewohner Niedermerz wieder zur Pfarrei zu erheben, was schließlich am 20. Oktober 1836 geschah.Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 298. Die Pfarre St. Johann Baptist wurde zum 1. Januar 2026 aufgehoben und mit weiteren aufgelösten Pfarreien zur Großpfarre Hl. Maria Magdalena/Jülich fusioniert. Seitdem ist St. Johann Baptist keine Pfarrkirche mehr, sondern eine Nebenpfarrkirche.

Baubeschreibung mini|hochkant|Blick in das Kirchenschiff St. Johannes Baptist ist eine barocke Saalkirche in zwei Jochen mit einem kompakten romanischen Chorturm und einem quadratische n Grundriss aus dem 12. Jahrhundert. Er ist damit das älteste erhaltene Bauwerk des Ortes. Auf dem pyramidenförmigen Dach des Turmes erhebt sich über einer vergoldeten Turmkugel ein schmiedeeisernes Kreuz mit einem vergoldeten Storch an der Spitze. Unterhalb der Glockenstube ist eine Kirchturmuhr installiert, die runde Zifferblätter mit vergoldeten Zeigern und römischen Ziffern trägt.Alt-Aldenhoven – die Ortschaften, abgerufen am 8. Juli 2026.

Das jetzige Kirchenschiff wurde im Jahr 1742 neu errichtet.Gemeinde Niedermerz, abgerufen am 8. Juli 2026.

Das Gotteshaus ist nicht geostet, so dass der Altar im Turm unter dem Glockenstuhl angeordnet wurde.

Bei früheren Umbauarbeiten wurden vom alten Friedhof um das Kirchengebäude steinerne Grabkreuze (unter anderem aus dem 17. Jahrhundert) in das Mauerwerk eingesetzt. Das Innere wird von Kreuzrippengewölben überspannt.

Die hölzerne Empore befindet sich oberhalb des Westeingangs der Kirche und beherbergt eine Orgel.

Ausstattung (Auswahl) In der Kirche befinden sich ein geschnitzter neuromanischer Hochaltar mit zwei zugehörigen Nebenaltären, ein Beichtstuhl, eine Kommunionbank, eine Kanzel und zahlreiche Kirchenbänke. Die farbigen Fenster sind Werke der Künstlerin Maria Katzgrau aus dem Jahr 1952.Eintrag bei der Forschungsstelle Glasmalerei des 20. Jahrhunderts, abgerufen am 27. September 2014.

Orgel mini|hochkant=0.8|Blick zur Orgel Die ursprüngliche Orgel, die als seitenspielige Brüstungsorgel ausgeführt wurde, stammt aus dem Jahr 1893 und wurde von Christian Wendt erbaut. Davon sind heute noch der Prospekt und ein Teil des Gehäuses erhalten. Das Werk wurde um 1977 durch ein neues der Firma Stahlhuth ersetzt. Die Register sind auf zwei Manuale und Pedal verteilt.

Aktuell hat die Orgel folgende Disposition: I. Manual C–g3Quintade 8′Querflöte 4′Oktave 2′Sesquialter II Zimbel II II. Manual C–g3Holzgedackt 8′Prinzipal 4′Mixtur III Schalmey 8' Pedal C-d1Subbass 16′Choralbass 4′+2' Koppeln: I/II, I/P, II/P

Glocken Das dreistimmige Geläut im Turm entstand im Jahr 1953. Ob es zuvor schon Glocken gegeben hat, ist nicht dokumentiert. Nr. Name Durchmesser(mm) Masse(kg, ca.) Schlagton(HT-1/16) Gießer  Gussjahr 1 – – – a′ Johannes Mark; Eifeler Glockengießerei Mark, Brockscheid 1953 2 – – – c″ 3 – – – d″

Motiv: Te DeumNorbert Jachtmann: Glockenmusik in der Region Düren, S. 24

Pfarrer (Auswahl) Folgende Priester wirkten bis zur Auflösung der Pfarre 2026 als Pfarrer an St. Johann Baptist:Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Handbuch des Bistums Aachen 3. Ausgabe, Aachen 1994, S. 298. von – bis Name 1924–1940 Franz Nacken 1940–1950 Everhard Tennagels 1950–1956 Konrad Kann 1956–1962 Josef Schneider 1963–2015 Wilhelm Maqua 2015–2018 Alfred Bergrath (Administrator) 2018–2021 P. Josef Költringer OSFS (Administrator) 2021–2024 Heinz Philippen (Administrator) 2024–2025 Hans-Otto von Danwitz

Seelsorge Die Kirche in Niedermerz gibt zusammen mit fünf weiteren katholischen Kirchen aus dem Sprengel den Pfarrbrief Das Pfarrgemeinden-Sechstett heraus.Pfarrbrief, Ausgabe 24 vom Mai/Juli 2025 (PDF).

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Einzelnachweise

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