Johannes Eduard Gustav Janke (* 13. Januar 1849 in Potsdam; † 11. Februar 1901 in Groß-Lichterfelde bei BerlinSterberegister Standesamt Groß-Lichterfelde, Nr. 51/1901) war ein deutscher Verleger.
Leben Gustav Janke war einer der Söhne des Berliner Verlegers Otto Janke und seiner Ehefrau Anna geb. Sello. Nach dem Schulbesuch des Berliner Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums studierte er an der Universität Marburg Geschichte und Literaturgeschichte. Am 4. Dezember 1868 wurde er im Corps Teutonia zu Marburg recipiert.Kösener Korpslisten 1910, 166/483, 70/399. Er wechselte 1870 an die Georg-August-Universität Göttingen und wurde auch im Corps Hannovera aktiv. Er nahm am Deutsch-Französischen Krieg teil. Mit einer Doktorarbeit über Sueton und Einhard in der Vita Karoli Magni wurde er an der Universität Rostock zum Dr. phil. promoviert.Dissertation: Der Einfluss Sueton's auf die historische Richtigkeit Einhard's in der Vita Karoli. Bis zu seinem plötzlichen Tod saß er im Gesamtausschuss des Verbandes Alter Corpsstudenten.Jahres-Bericht des Gesamt-Ausschusses des Verbandes alter Corpsstudenten für 1900, S. 55
Verlag Am 23. Juli 1873 wurde er Teilhaber des 1843 gegründeten väterlichen Belletristik-Verlags und der Buchdruckerei, an der auch sein älterer Bruder Carl beteiligt war und deren Leitung der ältere Bruder 1885 im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge nach dem Vater übernahm. Die Buchdruckerei hatte naturgemäß den Verlag der Familie als Großkunden. Mit seinem jüngeren Bruder Richard Janke übernahm er 1885 den Verlag des Vaters noch zu dessen Lebzeiten vollständig und baute ihn weiter aus:
mini|Gustav Janke (Wandbild ganz links) als verstorbenes Mitglied des Gesamtausschusses des Verbandes Alter Corpsstudenten Nach dem Herztod seines Bruders Richard am 21. August 1897 wurde er Alleininhaber des Janke Verlags. Auch Gustav Janke verstarb wenige Jahre darauf 1901. Nach dem frühen Tod von Gustav Janke führte seine Frau Editha geb. RhensHeiratsregister Standesamt Berlin 2, Nr. 884/1875 mit zwei erfahrenen Prokuristen den Verlag bis zur Übernahme durch ihren Sohn Erich Janke (* 1878) nach seiner Rückkehr von den Universitäten Göttingen,1900 Mitglied des Corps Hannovera Göttingen; vgl. Kösener Korpslisten 1910, 70/528.511 Janke, Gustav, Blaubuch des Corps Teutonia zu Marburg 1825–2000, S. 118. Berlin und nach dem Tode des Vaters noch für ein Jahr in RostockEintrag 1901 im Rostocker Matrikelportal. am 1. Januar 1903 fort. Nach dem Tode Leixners übernahm er 1907 auch die Chefredaktion der Deutschen Roman-Zeitung. bei zeitschriften.de. Die Deutsche Roman-Zeitung erschien im Verlag von 1864 bis 1944. Der Verlag bestand in Berlin bis 1945.
Literatur Rudolf Schmidt: Deutsche Buchhändler. Deutsche Buchdrucker. 1. bis 6. Bd. Verlag der Buchdruckerei Franz Weber, Berlin (später: Verlag von Rudolf Schmidt, Eberswalde), 1902–1908. (online auf: zeno.org) Heinrich Ferdinand Curschmann: Blaubuch des Corps Hannovera zu Göttingen, Band 1: 1809–1899 Göttingen 2002, S. 219 Nr. 710.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Literaturhistoriker Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert) Kategorie:Unternehmer (Berlin) Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1849 Kategorie:Gestorben 1901 Kategorie:Mann