Veronika Mittermair (* 3. Mai 1963 in Bruneck; † 5. August 2003 in Saigon) war eine Südtiroler Historikerin.

Mittermair stammte aus Mühlen in Taufers und machte ihre Matura 1982 an der Lehranstalt für kaufmännische Berufe in Bruneck. Im Wintersemester 1982/83 begann sie an der Universität Innsbruck Studien der Fächer Geschichte und Kunstgeschichte. Dort promovierte sie bei Rolf Steininger am Institut für Zeitgeschichte von 1985 bis 1989 über das Thema »Großbritannien und Italien. Die britische Italienpolitik 1945–1949« zum Dr. phil. Nach ihren Hochschulstudien war sie als Sprachlehrerin und freiberufliche Historikerin in Innsbruck, Venedig, Genua, Rom und Dublin und zuletzt in Mühlen in Taufers tätig. Bis zu ihrem Unfalltod in Vietnam entfaltete sie eine zeitgeschichtliche Forschungstätigkeit. Sie widmete sich vor allem der Geschichte des Faschismus und des Nationalsozialismus in Hinblick auf die Südtirolfrage, die Italianisierungspolitik und den regionalen Widerstand. Mittermair war Mitglied der Südtiroler historischen Arbeitsgruppe Geschichte und Region/Storia e regione.

Publikationen Dissertation: Großbritannien und Italien. Die britische Italienpolitik 1945–1949.Von Mitgliedern des Instituts für Zeitgeschichte betreute Abschlussarbeiten, Betreuung: Em. o. Univ.-Prof. Dr. Rolf Steininger, Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. „Antifaschistische Oppositionelle“ in Südtirol. In: Der Schlern 68, 1994, S. 5–25, 59–83, 261–294. Der Staat liest mit: zensurierte Briefe aus Südtirol. Vorbemerkungen zu einer Forschungsarbeit. In: Der Schlern, 69, 1995, S. 279–290. Von der Illegalität zur Macht – soziale Merkmale des Völkischen Kampfringes Südtirols und der Arbeitsgemeinschaft für Optanten. In: Zeitgeschichte 22, 1995, S. 211–222.

Einzelnachweise

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