Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (1997)Der Clio I im Euro-NCAP-Crashtest, 1997 (abgerufen am 27. September 2014, englisch) 105px
Renault Clio I (Typ 57) bezeichnet die erste Generation des Kleinwagens Clio von Renault.
Modellgeschichte Der Clio (Typ 57) wurde von Mai 1990 bis September 1998 gebaut. Die Modellreihe durchlief zwei Überarbeitungen und unterteilt sich daher in drei Bauphasen.
Die ersten geringen Modifikationen erfolgten im März 1994. Die Stoßfänger waren nun in Wagenfarbe lackiert (vorher nur bei bestimmten Modellen). Geändert wurden auch die Heckleuchten und die Außenspiegel.
Die auffälligste äußere Überarbeitung war das Facelift im September 1996 mit veränderten Frontscheinwerfern und einer serienmäßigen dritten Bremsleuchte.
Ausstattungen RL Scheibenwischer mit zwei Geschwindigkeiten und Wisch-/Wasch-Tippkontakt; Ablagefach in der Fahrertür; verstellbare Kopfstützen; höhenverstellbare Sicherheitsgurte vorn, Gurtschlösser in den Sitzen integriert; umklappbare Rücksitzbank; vollständig verkleidete A-, B- und C-Säulen; serienmäßige Verkabelung für nachträglichen Radioeinbau; heizbare Heckscheibe; mit und ohne Verschleißanzeige für die vorderen Scheibenbremsbeläge.
RN Heckscheibenwischer und -wascher; Zeigeruhr; Aschenbecher hinten; Make-up-Spiegel auf Fahrerseite; Radioabdeckung; beleuchteter und verkleideter Kofferraum; Türverkleidung mit Stoffeinsatz; Handschuhfach mit Verschluss.
RT (zusätzlich zu RN) Zentralverriegelung mit Infrarot-Fernbedienung; elektrische Fensterheber vorn; Velours-Polsterung; Automatikgurte hinten; Ölstandanzeige im Armaturenbrett; regelbare Armaturenbeleuchtung; Lesespot; ausstellbare hintere Seitenfenster (Zweitürer); Warmluftdüsen zum Fondabteil. In Phase 2 mit verlängertem Armaturenbrett, unter dem sich ein Ablagefach und die Uhr befinden. Am alten Platz der Uhr befindet sich jetzt ein kleines Münzfach.
Clio 16V Im Sommer 1991 erschienene Top-Version. Stoßfänger in Wagenfarbe mit integriertem Spoiler; verbreiterte vordere Kotflügel aus einem neuartigen flexiblen Verbundwerkstoff (2 mm starkes Noryl). Bei einem Aufprall unter 15 km/h nehmen die Kotflügel wieder ihre ursprüngliche Form ein. Auch die hintere Seitenpartie wurde mit einer Verbreiterung versehen. Die Radhäuser sind mit breiten Seitenschwellern verbunden. Über der Heckscheibe befand sich ein Dachspoiler. Die leicht gewölbte Motorhaube war zusätzlich mit einer Lufthutze zur Wärmeableitung vom Auslasskrümmer versehen. Innen hatte der Clio 16V Sportsitze, auf Wunsch in Leder. Schalthebel und Dreispeichen-Lenkrad mit Lederbezug, modifiziertes Armaturenbrett mit vergrößertem Blendschutz und darin integrierten Zusatzinstrumenten (Öltemperatur, Öldruck, Ölstand).
Weitere Ausstattungsvarianten Prima (Grundausstattung ohne Extras – als günstige Einstiegsvariante angeboten) Graffiti (Mit Kassettenradio, Sonnendach und bunten Sitzen – nur in blau, rosarot, weiß und schwarz erhältlich) Campus (Einsteigermodell ähnlich dem Renault 5 Campus und dem Clio Prima) Baccara (Phase 1/2) / Initiale (Phase 3) (Luxus-Version mit Lederausstattung, Chrom-Türöffnern, Klimaanlage, speziellen 14"-Leichtmetallfelgen, Wurzelholzdekor) Caribe, Chiemsee, Davos, Fidji, Grand Prix, Limited, Maxi, Mexx, Oasis, RTi, RSi, Williams
Es gab zudem noch von etwa 1992 bis 1996 Cabrio-Umbausätze für dieses Fahrzeug, die durch den offiziellen Renault Haustuner Elia-AG vertrieben wurden. Ein direktes Cabrio gab es offiziell nur als fahrbare Studie, ein Einzelstück also, das soweit bekannt ist, bei Renault Frankreich ausgestellt ist. Alle anderen Clio-Cabrios sind definitiv Umbauten. Oft wurden für diese Umbauten niedrige (dreitürige) Modelle verwendet, da die Clios zu dieser Zeit noch recht jung waren. Oft waren die Varianten RL, RN, Prima, Graffiti oder Campus die Basis für diese Umbauten, andere Ausstattungen sind sehr selten.
Diese Umbauten sind allgemein bekannt und berüchtigt für eine etwas komplizierte Handhabung und eine gewisse Undichtigkeit. Das Planendach ist quasi ein Regenschutz und kein vollwertiges Dach. Hierbei gibt es zwei Variationen: Beim älteren Kit wird das Dach über Druckknöpfe an der Seitenwand gehalten, beim jüngeren Kit wird das Dach per Befestigungsbügel an die Seitenwand gepresst.
In Deutschland wurden von ELIA rund 500 Umbausätze ausgeliefert. Wie viele Fahrzeuge tatsächlich umgebaut wurden, ist nicht bekannt. Auch ist nicht bekannt, wie viele Cabrio-Umbauten noch auf den Straßen unterwegs sind.
Technische Daten 1.1 1.2 1.41.9 d Bauzeitraum05.1990–12.199505.1990–09.199605.1990–12.199601.1996–09.199805.1990–09.199801.1991–09.199801.1991–09.199609.1996–09.199801.1991–09.1998 Ausstattungsvariantenk. A.k. A.RL, RN, RT, PrimaRN, Campus RN, RT, RTi, BaccaraRT, RTi, MexxRL, RN, Campus Motorkenndaten MotorkennungC1EC3G 720E7F 700/706/708/750D7F 730E6J 718/728E7J 601/718/719/754E7J 756E7J 757F8Q 730/732 Motortyp R4-OttomotorR4-Dieselmotor Anzahl Ventile pro Zylinder 2 Ventilsteuerung OHV, Kette OHC, Zahnriemen GemischaufbereitungVergaser SaugrohreinspritzungVergaser SaugrohreinspritzungVorkammer-einspritzung Motoraufladung – Kühlung Wasserkühlung Bohrung × Hub70,0 mm × 72,0 mm74,0 mm × 72,0 mm75,8 mm × 64,9 mm69,0 mm × 76,8 mm 75,8 mm × 77,0 mm80,0 mm × 93,0 mm Hubraum1108 cm³1239 cm³1171 cm³1149 cm³ 1390 cm³1870 cm³ Verdichtungsverhältnis8,8:19,2:19,5:19,6:1 9,5:121,5:1 max. Leistung bei min−135 kW(48 PS)/525040 kW(54 PS)/530040/43 kW(54/58 PS)/600040/43 kW(54/58 PS)/525059 kW(80 PS)/575058 kW(79 PS)/600055 kW(75 PS)/5750 55 kW(75 PS)/600047 kW(64 PS)/4500 max. Drehmoment bei min−178 Nm/250090 Nm/280083–88 Nm/350093 Nm/2500 107 Nm/3500107 Nm/4000118 Nm/2250 Kraftübertragung Antrieb Vorderradantrieb Getriebe, serienmäßig4-Gang-Schaltgetriebe 5-Gang-Schaltgetriebe Getriebe, optional5-Gang-Schaltgetriebe – 3- oder 4-Stufen-Automatikgetriebe 4-Stufen-Automatikgetriebe – MesswerteWerte in runden Klammern („( )“) für Automatikgetriebe. Höchstgeschwindigkeit145 km/hMit 5-Gang-Getriebe: 146 km/h150 km/h155 km/h160 km/h 175 km/h(170 km/h)175 km/h(170 km/h)175 km/h(167 km/h)161 km/h Beschleunigung, 0–100 km/h17,0 s14,5 s15,0 s13,5 s 11,2 s(15,0 s)11,3 s(15,0 s)11,2 s(16,0 s)14,8 s Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert)6,9 l S7,4 l S7,3 l S k. A.8,3 l S(9,0 l S)8,3 l S7,8 (8,0) l S6,6 l D
1.7 1.81.8 16V2.0 16V Bauzeitraum05.1990–02.199405.1990–08.199508.1995–09.199801.1993–08.199508.1995–09.199801.1991–03.199606.1994–12.1997 Ausstattungsvariantenk. A.RT, BaccaraInitiale RSi16VWilliams Motorkenndaten MotorkennungF2N 770F3P 710/714/754F3P 755F3P 712F3P 758F7P 722F7R 700 Motortyp R4-Ottomotor Anzahl Ventile pro Zylinder 2 4 Ventilsteuerung OHC, Zahnriemen DOHC, Zahnriemen GemischaufbereitungVergaser Saugrohreinspritzung Motoraufladung – Kühlung Wasserkühlung Bohrung × Hub81,0 mm × 83,5 mm82,7 mm × 83,5 mm82,7 mm × 83,0 mm82,7 mm × 83,5 mm82,7 mm × 83,0 mm82,0 mm × 83,5 mm82,7 mm × 93,0 mm Hubraum1721 cm³1794 cm³1783 cm³1794 cm³1783 cm³1764 cm³1998 cm³ Verdichtungsverhältnis9,5:19,7:1 9,8:1 10,0:1 max. Leistung bei min−166 kW(90 PS)/570065 kW(88 PS)/575066 kW(90 PS)/500080 kW(109 PS)/550079 kW(107 PS)/550099 kW(135 PS)/6500108 kW(147 PS)/6100 max. Drehmoment bei min−1135 Nm/3000142 Nm/2750148 Nm/3500155 Nm/4250150 Nm/2750158 Nm/4250175 Nm/4500 Kraftübertragung Antrieb Vorderradantrieb Getriebe, serienmäßig 5-Gang-Schaltgetriebe Getriebe, optional – 4-Stufen-Automatikgetriebe – MesswerteWerte in runden Klammern („( )“) für Automatikgetriebe. Höchstgeschwindigkeit185 km/h 185 km/h(180 km/h) 195 km/h209 km/h215 km/h Beschleunigung, 0–100 km/h9,9 s 9,9 s(10,9 s) 8,9 s8,0 s8,3 s Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 7,6 l S 7,9 l S7,7 l Sk. A.
Die Verfügbarkeit der Motoren war von Modell, Ausstattung und Markt abhängig.
Sondermodelle
Clio 16V Der Clio 16V hat einen Motor mit 1,8 l Hubraum und 99 kW (135 PS). Diese Variante wurde von Mitte 1991 bis Frühjahr 1994 in nur etwa 30.000 Einheiten hergestellt. Zusätzlich wurden 1995 zu Ehren von Michael Schumacher, der im Benetton-Renault den F1-Titel gewonnen hat, 500 Exemplare des Sondermodells „Grand-Prix“ gebaut.
Zu Ehren des Formel-1-Teamchefs Frank Williams gab es von Mitte 1994 bis Herbst 1997 den Clio Williams. Neben der Verbindung zum Namensgeber Williams wurde der Clio Williams zur Homologation in der Gruppe N und Gruppe A angeboten. Dieses auf 5.000 Stück limitierte Sondermodell war mit einem 16V-Motor 2,0 Liter Hubraum und 147 PS ausgestattet.
Des Weiteren gab es 1995 ein Sondermodell namens „Swiss Champion“, gewissermaßen eine zweite Edition der ersten Phase des Williams-Modells. Nur 500 Exemplare wurden gefertigt. Das Modell wurde von Renault gebaut, da Nigel Mansell zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister mit Williams-Renault geworden war.Geschichte zu Clio Williams auf Renault-Clio-Williams (abgerufen am 3. Juni 2010) auf Autoplenum.de (abgerufen am 3. Juni 2010)
Literatur Automobil Revue. Katalog 1991, 1995, 1996 und 1997 Renault Clio Bedienungs- und Wartungsanleitung. Renault S.A., Juni 1997. 77 11 195 083/NE 592
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kombilimousine Clio I