mini|242x242px|Grab auf dem Friedhof Steglitz Käthe Kamossa (* 15. Dezember 1911Reichsfilmkammerakte auf Deutsche Digitale Bibliothek; abgerufen am 2. Januar 2024 in Berlin; † 8. Juli 1989 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin und Autorin.

Leben

Käthe Kamossa wurde als Tochter des Verwaltungssekretärs Paul Kamossa und seiner Ehefrau Margarete geboren. Nach Abschluss der Mittelschule erhielt sie eine Ausbildung an der Reicherischen Schauspielschule in Berlin. Im Anschluss war sie an Bühnen in Berlin zu sehen. So ist im Jahr 1940 ein Auftritt in Franz Grillparzers Trauerspiel Medea an der Volksbühne Berlin zu verzeichnen. auf antikbuch24.de; abgerufen am 22. Juli 2025

Ab den 1930er Jahren wirkte Käthe Kamossa in verschiedenen Filmproduktionen mit. Darunter befand sich 1941 der nationalsozialistische Propagandafilm Ich klage an, der heute als Vorbehaltsfilm nur unter strengen Voraussetzungen aufgeführt werden kann. Sie spielte aber auch 1937 in der Literaturverfilmung von Heinrich von Kleists Der zerbrochene Krug von Gustav Ucicky mit Emil Jannings, Friedrich Kayssler und Lina Carstens und 1962 in dem Kriminalfilm Das Geheimnis der schwarzen Koffer von Werner Klingler mit Joachim Hansen, Senta Berger und Hans Reiser. Käthe Kamossa war zudem vereinzelt als Hörspielsprecherin tätig.Einträge zu Käthe Kamossa auf HörDat online; abgerufen am 26. September 2014

1934 brachte Käthe Kamossa, die durch den Lyriker Gustav Stolze unterstützt wurde, ihren ersten Gedichtband Aufbruch heraus. Es folgten weitere lyrische Arbeiten. Sie schrieb darüber hinaus auch zwei Kinderbücher.

Käthe Kamossa starb 1989 im Alter von 77 Jahren und wurde in ihrer Heimatstadt auf dem Friedhof in Steglitz (Feld D, Urnengarten) beigesetzt.

Filmografie (Auswahl) 1936: Susanne im Bade 1937: Gabriele: eins, zwei, drei 1937: Der zerbrochene Krug 1937: Ein Volksfeind 1938: Du und ich (Chargen-Rolle) 1939: Der Florentiner Hut 1940: Die gute Sieben 1941: Ich klage an 1952: Frauenschicksale 1958: Mädchen in Uniform 1964: Jenny und der Herr im Frack (Fernsehfilm) 1964: Ein langer Tag (Fernsehfilm) 1966: Die Nacht zum Vierten (Fernsehfilm) 1967: Anastasia (Fernsehfilm)

Werke (Auswahl) 1934: Aufbruch: Gedichte. Kulturpolitischer Verlag, Berlin; Leipzig; München 1942: Kleine Sinfonie. Andree, Prag 1943: Lyrische Vesper. Andree, Prag 1949: Katrinchen. Altberliner Verlag, Berlin 1958: Katrinchens kleine Welt. Boje–Verlag, Stuttgart 1970: Stationen. Lettner-Verlag, Berlin 1978: Es. Bläschke, Darmstadt

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 790. Detlef Krumme: Kamossa, Käthe. In: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraums (Hrsg. Wilhelm Kühlmann u. a.), Band 6 (Huh–Kräf), 2. Auflage 2009, de Gruyter, Berlin / New York, S. 268.

Weblinks

Bildporträt aus dem Jahr 1950 auf Europeana online Käthe Kamossa im Archiv der Akademie der Künste, Berlin

Einzelnachweise

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