Ernst Graf von Keffenbrinck-Griebenow (* 14. Juli 1824 in Griebenow; † 15. März 1900 ebenda) war ein deutscher Gutsherr sowie preußischer Verwaltungsbeamter, Landrat und Provinziallandtagsabgeordneter.

Leben Ernst von Keffenbrinck war ein Sohn des Ehrenfried Graf von Keffenbrinck-Griebenow († 1875), Besitzer der Fideikommissgüter Griebenow, Kreuzmannshagen und Willershusen, und der Jeannette, geb. Freiin Schoultz von Ascheraden aus dem Haus Nehringen.Keffenbrinck-Griebenow. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1874. Siebenundvierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1873, S. 412–413. (Digitalisat)

Nach dem Besuch des Gymnasiums Stralsund studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Rechtswissenschaften. 1844 wurde er Mitglied des Corps Rhenania Bonn.Kösener Corpslisten 1930. Hrsg. Otto Gerlach. Im Verlag der Deutschen Corpszeitung, Frankfurt am Main 1930, 15 (Corps), 335 (Lfd. Nr. dort). mini|Schloss um 1857/58, Sammlung Alexander Duncker Nach dem Studium wurde er Fideikommissbesitzer von Gut und Schloss Griebenow. 1866 wurde er Landrat des Landkreises Grimmen.Landkreis Grimmen Verwaltungsgeschichte und Landräte, In: Rolf Jehke (Hrsg.): Territorial.de. Das Amt hatte er bis etwa 1877 inne. Von 1876 bis 1881 gehörte er dem Provinziallandtag der Provinz Pommern an.Theodor Wengler: Der Provinzialverband Pommern. Verzeichnis der Mitglieder des Provinziallandtages. In: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe V, Band 44. Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien 2008, ISBN 978-3-412-20109-8, S. 69 f.

Nach dem Tod seines Vaters 1875 übernahm er gemäß einer Vereinbarung mit seinem älteren Bruder Ludwig (* 1820) den Fideikommiss und erhielt 1876 die daran gebundene Genehmigung zur Führung des Grafentitels.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1889. Dreiundsechzisgter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1888, S. 471. Sein zweiter Bruder Axel Carl von Keffenbrinck (* 1826; † 1889) war nicht in den Besitz konkreter eingebunden.

Von Keffenbrinck war preußischer Kammerherr und seit 1884 Ehrenritter des Johanniterordens. Ab 1868 war er mit Maria von Dycke, verwitwete Freifrau von der Lancken-Wakenitz verheiratet, der Tochter des Gutsbesitzers und Politikers Otto von Dycke. Mit ihr hatte er die Tochter Frida (* 1871) und den Sohn Siegfried (* 1873; † 1920), beide geboren in Clevenow. Siegfried von Keffenbrinck wurde Erbe von Griebenow, dann sein Neffe Friedrich Ernst von Langen-Keffenbrinck, der seit 1922 diesen Doppelnamen führte.

Auszeichnungen Königlicher Kronen-Orden (Preußen), 3. Klasse (1865, aus Anlaß der 50jährigen Jubelfeier der Einverleibung von Neu-Vorpommern und Rügen in Preußen)Königlich Preußischer Staats-Anzeiger. 1865. Berlin 1865, S. 1797. Roter Adlerorden, 4. Klasse (18. Januar 1874)Königlich Preußische Ordensliste 1886. Band 1, Berlin 1886, S. 338.

Literatur 389. † v. Keffenbrinck-Griebenow, Ernst, Graf. In: Matrikel der Bonner Rhenanen 1820 1970, Band 4 der Blaubücher der Bonner Rhenania, Bonn 1970, S. 79–80. von Keffenbrinck-Griebenow. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. 1874. Siebenundvierzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1873, S. 412–413. Ernst von Keffenbrinck-Griebenow. In: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1894. Siebenundsechzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1893, S. 499–500.

Einzelnachweise

Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung Kategorie:Landrat (Landkreis Grimmen) Kategorie:Mitglied des Provinziallandtages von Pommern Kategorie:Kammerherr (Preußen) Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden) Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1824 Kategorie:Gestorben 1900 Kategorie:Mann