Pskowskoje (, , ) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Krasnosnamensk im Rajon Krasnosnamensk. Der Ort Pskowskoje befindet sich allerdings nicht mehr an der Ortsstelle Petzingen, die verlassen ist, sondern etwa zwei Kilometer weiter östlich in einer Ortslage, die in deutscher Zeit zu Szameitkehmen/Lindenhaus gehörte.

Geographische Lage Pskowskoje liegt südlich der Regionalstraße 27A-025 (ex R508) und ist von der ehemaligen Kreisstadt Dobrowolsk (Pillkallen/Schloßberg) zwei Kilometer, von der Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) 20 Kilometer entfernt. Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr, seit die Bahnstrecke Tilsit–Stallupönen/Ebenrode und das Liniennetz der Pillkaller Kleinbahn mit der jeweiligen Bahnstation Dobrowolsk nicht mehr betrieben werden.

Geschichte mini|Die Landgemeinde Petzingen auf einem Messtischblatt von 1933 Das einstige Petczingken im Kirchspiel Pillkallen (in Unterscheidung zu Petzingken im Kirchspiel Schirwindt/Groß Warningken) wurde im Jahre 1625 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Hainort Um 1780 war Pitzinken ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 120. 1874 wurde die Landgemeinde Petzingken dem neu gebildeten Amtsbezirk Henskischken im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Hensken 1938 wurde Petzingken in Hainort umbenannt.

Im Jahre 1945 kam das Dorf in Folge des Zweiten Weltkrieges mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1950 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Pskowskoje und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Dobrowolski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Von 2008 bis 2015 gehörte Poljanskoje zur Landgemeinde Dobrowolskoje selskoje posselenije, von 2016 bis 2021 zum Stadtkreis Krasnosnamensk und seither zum Munizipalkreis Krasnosnamensk.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Bemerkungen 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 113 1871 117 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 92 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 87 1910 78 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 57 1939 50 2002Allrussische Volkszählung von 2002 4 in der neuen Ortslage 2010Allrussische Volkszählung von 2010 5 2021Allrussische Volkszählung von 2021 5

Kirche Mehrheitlich war die Bevölkerung Petzingkens resp. Hainorts bis 1945 evangelischer Konfession. Das Dorf war in das Kirchspiel der Kirche Pillkallen eingepfarrt, die zum Kirchenkreis Pillkallen (Schloßberg) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Heute liegt Pskowskoje im weitflächigen Einzugsbereich der nach 1990 neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde der Salzburger Kirche in der Stadt Gussew (Gumbinnen). Sie ist Teil der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Pskowskoje bei bankgorodov.ru Pskowskoje bei prussia39.ru

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Krasnosnamensk