Johann Ferdinand Hertodt von Todenfeld, auch Todtenfeld, (* 4. Februar 1645 in Nikolsburg; † 1714 in Brünn) war ein deutscher Mediziner und Gelehrter (u. a. Alchemie). Er war kaiserlicher Leibarzt in Brünn.

Leben Johann Ferdinand Hertodt wurde als Sohn von Matthias Franz Hertodt geboren.Ralf Bröer: Höfische Medizin. Strukturen der medizinischen Versorgung eines frühneuzeitlichen Fürstenhofes am Beispiel des Wiener Kaiserhofes (1650–1750), Habilitationsschrift für das Fach Geschichte der Medizin, Institut für Geschichte der Medizin (Wolfgang U. Eckart), Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 2006, S. 87+S. 507. Er schrieb ein Buch über Safran (Crocologia 1671) und Epistolam contra Philalethes gegen den Alchemisten Irenäus Philalethes, ein Buch zur Botanik und Geologie von Mähren Tartaro Mastix-Moraviae (Wien 1669) und Medizin (Opus mirificum sextae diei, 1670).

Am 20. Oktober 1670 wurde er Mitglied der Leopoldina.Marion Mücke und Thomas Schnalke: Briefnetz Leopoldina. Die Korrespondenz der Deutschen Akademie der Naturforscher um 1750, de Gruyter Berlin 2009, S. 20. Ebenfalls im Jahr 1670 erschien sein erster Beitrag „Crocologia“ in den „Ephemeriden“ der Leopoldina. Dieser Beitrag war Bedingung für die Mitgliedschaft in der Leopoldina.

Am 15. Dezember verstarb der kaiserliche Leibmedicus Friedrich Ferdinand Illmer von Wartenberg. Johann Ferdinand Hertodt wurde sein Nachfolger als kaiserlicher Leibmedicus. Im Jahr 1701 wurde er als Reichsritter von Todtenfeld in den Adelsstand erhoben.

Hertodt von Todenfeldt war verheiratet mit Maria Apollonia. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, von denen drei das Erwachsenenalter erreichten.

Werke Tartaro-mastix Moraviae. Rickes, Wien 1669 (Digitalisat – medizinische und naturwissenschaftliche Abhandlung). Crocologia, curiosa Croci regis vegetabilium enucleatio. Johann Nisius, Jena 1671 (Digitalisat). englisch: Crocologia – A Detailed Study of Saffron, the King of Plants. Bearbeitet und herausgegeben von Sally Francis und Maria Teresa Ramandi. Brill, Leiden/Boston 2020, ISBN 978-90-04-42353-4. Opus mirificum sextadiei seu homo physice, anatomice er moraliter dissectus. Trescher, Jena 1671.

Literatur Johann Daniel Ferdinand Neigebaur: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 190.

Weblinks Biographie im Dictionnaire historique de la médecine ancienne et moderne, französisch

Einzelnachweise

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