mini|Orthofoto von Agendorf
Agendorf ist ein Gemeindeteil von Steinach und eine Gemarkung im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen.
Lage Das Dorf auf der gleichnamigen Gemarkung liegt in knapp zwei Kilometer Entfernung (Luftlinie) südöstlich des Ortskerns von Steinach östlich der Kinsach an der Kreisstraße SR 62.
Die Gemarkung Agendorf mit einer Fläche von 888,10 HektarGemarkung Agendorf auf geolytics.de, abgerufen am 18. November 2021 liegt vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Steinach. Auf ihr liegen deren Gemeindeteile Agendorf, Bruckmühle, Hoerabach, Kapflberg, Pellham, Rotham, Wolfsberg und Wolferszell. Ihre Nachbargemarkungen sind Gschwendt, Mitterfels, Oberaltaich, Parkstetten, Steinach und Bärnzell.
Geschichte 1029 vermachte Bruno, Bischof von Augsburg (Sohn Herzog Heinrichs II.), das Gut Straubing inkl. Agendorf dem Domkapitel Augsburg.
Agendorf lag im Mittelalter an einer Handelsstraße, die südlich von den Alpen über Mitterfels ins Chamer Becken bis nach Böhmen führte.
1324 wird Ulrich Babst als Lehensträger in Agendorf urkundlich erstmals erwähnt und hatte Grundbesitz, die Familie Babst/Pabst erhielt 1550 das Schankrecht (Wirtsgerechtigkeit).
Während des Dreißigjährigen Krieges überfielen Schweden im November 1633 das Kloster Oberalteich und plünderten Agendorf stark. Von den neun Familien im Ort überlebte nur die Familie Foidl, die nach Kriegsende noch auf ihrem angestammten Hof ansässig war.
Agendorf hatte keine eigene Pfarrkirche und Schule, sondern gehörte zur Pfarrei und Schulsprengel Steinach.
Die Gemeinde Agendorf wurde 1808 aus Orten der Steuerdistrikte Trudendorf und Wolferszell gegründet. Sie hatte die zwölf Orte Agendorf, Bruckmühle, Hoerabach, Hoeramoos, Kapflberg, Kindlasberg, Muckenwinkling, Pellham, Rotham, Sackhof, Trudendorf, Wolferszell. Hoeramoos wurde etwa 1895 aufgegeben, Sackhof wurde 1956 in die Gemeinde Steinach umgegliedert. In den 1970er Jahren wurde Wolfsberg formell ein Gemeindeteil und der Gemeindeteil Kindlasberg aufgehoben.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam die Gemeinde zum 1. Juli 1972 vom aufgelösten Landkreis Straubing zum neugegründeten Landkreis Straubing-Bogen und wurde am 1. Juli 1974 aufgelöst. Die Gemeindeteile Agendorf, Bruckmühle, Hoerabach, Kapflberg, Pellham, Rotham, Wolfsberg und Wolferszell in die Gemeinde Steinach eingegliedert, Muckenwinkling und Trudendorf wurden in die damalige Gemeinde Oberalteich eingegliedert, die wiederum am 1. Januar 1978 in die Stadt Bogen eingemeindet wurde.
Einwohnerentwicklung Jahr 1840 1867 1871 1885 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987Einwohner Gemeinde Agendorf466474490492504566679591456433Einwohner Dorf Agendorf136106989095115113858981
Baudenkmäler
Gasthof Kinsachtal: Errichtet 1775/76 mit charakteristischem Schopfwalmdach, befindet sich an der Mitterfelser Straße 6. Schon vorher befand sich an der Stelle ein Wirtshaus, dessen Ursprünge bis ins Mittelalter zurückgehen und das Jahrhunderte als Ortsmittelpunkt diente.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Straubing-Bogen Kategorie:Geographie (Steinach, Niederbayern) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Straubing-Bogen) Kategorie:Gemeindegründung 1808 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Straubing-Bogen