Bolotnikowo (, , ) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Munizipalkreis Krasnosnamensk im Rajon Krasnosnamensk.

Geographische Lage Bolotnikowo liegt 18 Kilometer südwestlich der Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) und zwei Kilometer nordwestlich der einstigen Kreisstadt Dobrowolsk (PIllkallen/Schloßberg) an der Kommunalstraße 27K-390, die von Dobrowolsk über Saratowskoje (Groß Schorellen/Adlerswalde) nach Tolstowo (Löbegallen/Löbenau) führt. Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr. Bis 1945 war Pillkallen (Schloßberg) die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Tilsit–Stallupönen (Ebenrode) und dem Liniennetz der Pillkaller Kleinbahn.

Geschichte mini|Die (Land)gemeinde Szameitkehmen auf zwei Messtischblättern von 1933 und 1937 Das damalige Sammeitken wurde im Jahre 1580 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Lindenhaus Um 1780 war Szamaitkehmen ein meliertes Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 161. 1874 wurde die Landgemeinde Szameitkehmen dem neu gebildeten Amtsbezirk Uszpiaunen im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Kiesdorf (Ostpr.) 1936 änderte man die Schreibweise des Ortsnamens in „Schameitkehmen“, 1938 wurde der Ort in Lindenhaus umbenannt.

In Kriegsfolge wurde das Dorf 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen der Sowjetunion zugeordnet. Im Jahr 1947 erhielt es die russische Bezeichnung Bolotnikowo und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Dobrowolsk im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947) Von 2008 bis 2015 gehörte Bolotnikowo zur Landgemeinde Dobrowolsk, von 2016 bis 2021 zum Stadtkreis Krasnosnamensk und seither zum Munizipalkreis Krasnosnamensk.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 580 1871 523 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 638 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 601 1910 635 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 634 1939 593 1984Sowjetische Topographische Karte 100k--n34-045 ~ 240 2002Allrussische Volkszählung von 2002 119 2010Allrussische Volkszählung von 2010 97 2021Allrussische Volkszählung von 2021 53

Kirche Vor 1945 war Szameitkehmen resp. Lindenhaus mit seiner größtenteils evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Pillkallen eingepfarrt und gehörte somit zum Kirchenkreis Pillkallen (Schloßberg) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Bolotnikowo im weitflächigen Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Babuschkino (Groß Degesen) innerhalb der Propstei Kaliningradpropstei-kaliningrad.info: (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks Bolotnikowo bei bankgorodov.ru Bolotnikowo bei prussia39.ru Szameitkehmen bei wiki.genealogy.net

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Rajon Krasnosnamensk