Schelesnodoroschnoje (, , ) ist eine Siedlung in der russischen Oblast Kaliningrad. Sie gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Krasnosnamensk im Rajon Krasnosnamensk.
Geographische Lage Schelesnodoroschnoje liegt zwei Kilometer südlich der früheren Kreisstadt Dobrowolsk (Pillkallen/Schloßberg) und 21 Kilometer südlich der heutigen Rajonstadt Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) an der Regionalstraße 27A-059 (ex R510). Innerorts endet ein von Sadowoje (Jentkutkampen/Burgkampen) – zum Rajon Nesterow gehörig – herkommender Landweg. Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr. Bis 1945 war der nächste Bahnhof in Dobrowolsk an der Bahnstrecke Tilsit–Stallupönen/Ebenrode und an der Pillkaller Kleinbahn.
Geschichte mini|Karczarningken etwa um 1922 mini|Die Gemeinde Blumenfeld (ex Karczarningken) auf zwei Messtischblättern von 1933 und 1938
Der Ort wurde um 1580 als Kartzschamninknen gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Blumenfeld Um 1780 wurde Kartzanincken als meliertes Dorf bezeichnet.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 65. 1874 wurde die Landgemeinde Kartszarningken dem neu gebildeten Amtsbezirk Uszpiaunen im Kreis Pillkallen zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Uszpiaunen/Kiesdorf Seit spätestens 1888 wurde der Ort mit Karczarningken bezeichnet.Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 1929 wurde er in Blumenfeld umbenannt.
In Folge des Zweiten Weltkrieges kam der Ort 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1950 erhielt er die russische Bezeichnung Schelesnodoroschnoje (dt. etwa „Eisenbahn-Ort“Im Zusammenhang mit der Bahnstrecke Sowetsk–Nesterow ?) und wurde dem Dorfsowjet Dobrowolski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 5. Juli 1950) Von 2008 bis 2015 gehörte Schelesnodoroschnoje zur Landgemeinde Dobrowolskoje selskoje posselenije, von 2016 bis 2021 zum Stadtkreis Krasnosnamensk und seither zum Munizipalkreis Krasnosnamensk.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 415 1871 400 1885 361 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 456 1910 394 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 419 1939 431 1984Sowjetische Topographische Karte 100k--n34-045 ~ 170 2002Allrussische Volkszählung von 2002 165 2010Allrussische Volkszählung von 2010 157 2021Allrussische Volkszählung von 2021 130
Kirche Die Einwohnerschaft Karczarningkens resp. Bljumenfelds war vor 1945 überwiegend evangelischer Konfession. Das Dorf war in das Kirchspiel der Kirche Pillkallen eingepfarrt und war somit Teil des Kirchenkreises Piallkallen (Schloßberg) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Schelesnodoroschnoje im weitreichenden Einzugsgebiet der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Babuschkino (Groß Degesen) innerhalb der Propstei Kaliningrad (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.
Weblinks Schelesnodoroschnoje bei bankgorodov.ru Schelesnodoroschnoje bei prussia39.ru
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Ort im Rajon Krasnosnamensk