Diese Liste umfasst die Mitglieder der Ständeversammlung des Großherzogtums Baden für die Sessionen des 46. ordentlichen Landtags. Die Eröffnung fand am 27. November 1913 statt. Die Schlusssitzung fiel auf den 1. Juli 1914. Insgesamt fanden 20 SitzungenProtokolle des Badischen Landtags, 1. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1918 der Ersten Kammer und 101 SitzungenProtokolle des Badischen Landtags, 2. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1933 der Zweiten Kammer statt.

Präsidium der Ersten Kammer Präsident: Prinz Max von Baden 1. Vizepräsident: Wirklicher Geheimer Rat Albert BürklinDieser Mandatsträger ist in den amtlich veröffentlichten Abgeordnetenlisten als promovierter Akademiker ausgewiesen, d. h. dort üblicherweise mit einem vor dem Namen stehenden Doktor-Grad verzeichnet 2. Vizepräsident: Freiherr Udo von la Roche-Starkenfels

Mitglieder der Ersten Kammer Prinzen des Hauses Baden Prinz Max von Baden

Standesherren Fürst Max Egon zu Fürstenberg Fürst Emich zu Leiningen Fürst Erwein von der Leyen Prinz Alfred zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg Fürst Alois zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg Graf Emich zu Leiningen-Billigheim

Vertreter der katholischen Kirche Thomas Nörber, Erzbischof von Freiburg

Vertreter der evangelischen Landeskirche Ludwig Schmitthenner, Prälat der Evangelischen Landeskirche

Vertreter des grundherrlichen Adels Wahlkreis oberhalb der Murg Graf Robert von Andlaw Freiherr Ruprecht Böcklin von Böcklinsau Freiherr Albrecht von Stotzingen Graf Heinrich von Kageneck

Wahlkreis unterhalb der Murg Freiherr Peter von und zu Mentzingen Freiherr Udo von La Roche-Starkenfels, Oberamtsrichter Freiherr Ernst von Gemmingen-Hornberg Freiherr Albrecht Göler von Ravensburg

Vertreter der Landesuniversitäten Ernst Troeltsch, Geheimer Kirchenrat, Professor an der Universität Heidelberg und deren Vertreter im Landtag Ernst Fabricius, Geheimer Hofrat, Professor an der Universität Freiburg und deren Vertreter im Landtag Adolf von Oechelhäuser, Geheimer Hofrat, Professor an der TH Karlsruhe und deren Vertreter im Landtag

Von den Handelskammern gewählte Abgeordnete Ludwig Stromeyer, Geheimer Kommerzienrat in Freiburg Max Heidlauff, Stadtrat in Lahr Emil Engelhard, Kommerzienrat, Fabrikant in Mannheim

Von der Landwirtschaftskammer gewählte Abgeordnete Friedrich Saenger, Bürgermeister in Diersheim Gustav Vierneisel, Bürgermeister in Lauda

Von den Handwerkskammern gewählter Abgeordneter Alfred Bea, Hofschuhmachermeister, Stadtrat in Freiburg

Von den der Städteordnung unterliegenden Städten gewählte Abgeordnete Fritz Hermann, Oberbürgermeister von Offenburg Ferdinand Habermehl, Oberbürgermeister von Pforzheim

Von den Städten über 3000 Einwohnern gewählter Abgeordneter Gustav Weiß, Bürgermeister in Eberbach

Von den Kreisausschüssen gewählter Abgeordneter Josef Geldreich, Altbürgermeister in Oberkirch

Vom Großherzog ernannte Mitglieder Karl Glockner, Geheimer Rat, Präsident des Verwaltungsgerichtshofs Emil Dorner, Wirklicher Geheimer Rat, Präsident des Oberlandesgerichts Albert Bürklin, Wirklicher Geheimer Rat Wilhelm Hübsch, Staatsrat, Ministerialdirektor Carl Reiß, Geheimer Rat, nach dessen Tod folgte ihm Friedrich Schott, Geheimer Kommerzienrat in Heidelberg Hans Thoma, Direktor der Kunsthalle in Karlsruhe Robert Koelle, Geheimer Kommerzienrat in Karlsruhe Otto Winterer, Oberbürgermeister a. D. in Freiburg im Breisgau

Präsidium der Zweiten Kammer Präsident: Rupert Rohrhurst 1. Vizepräsident: Anton Geiß 2. Vizepräsident: Martin Venedey

Die gewählten Abgeordneten der Zweiten Kammer Seit 1905 gab es nach einer neuen Einteilung insgesamt 73 von Süden nach Norden fortlaufend nummerierte Wahlkreise. Nachfolgend sind die Stadtwahlkreise und die Ämterwahlkreise in zwei separaten Abschnitten zusammengefasst, wodurch die Nummerierung der Wahlkreise jeweils unvollständig erscheint.

Die Zusammensetzung der Mandate entsprach der Wahl vom 21. Oktober 1913 für die Legislaturperiode 1913 bis 1917. Wahlsieger war die Koalition aus Nationalliberalen (NLP), Fortschrittlicher Volkspartei und Sozialdemokraten (SPD), der sogenannte Großblock. Der Großblock hatte 1913 insgesamt 38 Sitze errungen. Gegenüber der letzten Landtagswahl von 1909 hatten sich für den Großblock somit die Anzahl der Mandate um sechs verringert, wobei von den Stimmenverlusten hauptsächlich die SPD betroffen war.

Stadtwahlkreise WahlkreisBezeichnung des WahlkreisesName des AbgeordnetenFraktion 3. Wahlkreis der Stadt Konstanz Martin Venedey Fortschrittliche Volkspartei 11. Wahlkreis der Stadt Lörrach mit Stetten Ernst Friedrich Roesch SPD 18. Wahlkreis der Stadt Freiburg I. Joseph Wirth Zentrum 19. Wahlkreis der Stadt Freiburg II. Karl Mast Zentrum 20. Wahlkreis der Stadt Freiburg III. Emil Göhring Nationalliberale Partei 25. Wahlkreis der Stadt Lahr Alfred Massa Fortschrittliche Volkspartei 29. Wahlkreis der Stadt Offenburg Oskar MuserDie ursprüngliche Wahl entfiel auf Franz Hauser (Zentrum), dessen Wahl jedoch am 9. Februar 1914 von der 2. Kammer für ungültig erklärt wurde Fortschrittliche Volkspartei 35. Wahlkreis der Stadt BadenBis 1931 hieß die Stadt Baden-Baden nur Baden. Hermann Kölblin Nationalliberale Partei 37. Wahlkreis der Stadt Rastatt Adolf Niederbühl Nationalliberale Partei 41. Wahlkreis der Stadt Karlsruhe I. Ludwig Frank SPD 42. Wahlkreis der Stadt Karlsruhe II. Edmund Rebmann Nationalliberale Partei 43. Wahlkreis der Stadt Karlsruhe III. Wilhelm Kolb SPD 44. Wahlkreis der Stadt Karlsruhe IV. Richard Gönner Fortschrittliche Volkspartei 45. Wahlkreis der Stadt Durlach Friedrich Weber SPD 47. Wahlkreis der Stadt Pforzheim I. Andreas Odenwald Fortschrittliche Volkspartei 48. Wahlkreis der Stadt Pforzheim II. Adolf Geck SPD 51. Wahlkreis der Stadt Bruchsal Anton Wiedemann Zentrum 58. Wahlkreis der Stadt Mannheim I. Anton Geiß SPD 59. Wahlkreis der Stadt Mannheim II. Robert Kramer SPD 60. Wahlkreis der Stadt Mannheim III. Friedrich Blum Nationalliberale Partei 61. Wahlkreis der Stadt Mannheim IV. Richard Böttger SPD 62. Wahlkreis der Stadt Mannheim V. Albert Süßkind SPD 64. Wahlkreis der Stadt Heidelberg I. Rupert Rohrhurst Nationalliberale Partei 65. Wahlkreis der Stadt Heidelberg II. Friedrich Koch Nationalliberale Partei

Ämterwahlkreise WahlkreisBezeichnung des WahlkreisesName des AbgeordnetenFraktion 1. Wahlkreis des Amtes Pfullendorf mit Gemeinden des Amtes Überlingen Josef Weißhaupt Zentrum 2. Wahlkreis des Amtes Meßkirch mit Gemeinden des Amtes Stockach Josef Martin Zentrum 4. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Konstanz, Überlingen und Stockach Hieronymus Schirmeister Zentrum 5. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Engen und Konstanz Karl Graf Zentrum 6. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Donaueschingen und Engen Max Wagner Nationalliberale Partei 7. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Villingen und Donaueschingen Joseph Ignaz Goerlacher Zentrum 8. Wahlkreis des Amtes Bonndorf mit Gemeinden des Amtes Waldshut Josef Wittemann Zentrum 9. Wahlkreis des Amtes St. Blasien mit Gemeinden des Amtes Waldshut Alfred Spang Zentrum 10. Wahlkreis des Amtes Säckingen mit Gemeinden der Ämter Waldshut und Schopfheim Karl Albietz Zentrum 12. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Lörrach Karl Ringwald Nationalliberale Partei 13. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Schopfheim und Schönau Eduard Herbster Nationalliberale Partei 14. Wahlkreis des Amtes Müllheim mit Gemeinden der Ämter Lörrach und Staufen Ernst Koger Nationalliberale Partei 15. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Staufen, Schönau, Freiburg und Neustadt Ferdinand Kopf Zentrum 16. Wahlkreis des Amtes Breisach mit Gemeinden des Amtes Emmendingen Alfred Freiherr Huber von Gleichenstein Zentrum 17. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Neustadt, Triberg und Villingen Josef Duffner Zentrum 21. Wahlkreis des Amtes Waldkirch mit Gemeinden des Amtes Freiburg Jakob Reinhardt Zentrum 22. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Freiburg und Emmendingen Johann Albert Stork Nationalliberale Partei 23. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Emmendingen Albert Rehm Nationalliberale Partei 24. Wahlkreis des Amtes Ettenheim mit Gemeinden der Ämter Emmendingen und Lahr Philipp Henninger Zentrum 26. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Triberg, Villingen und Wolfach Hermann Hummel Fortschrittliche Volkspartei 27. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Lahr und Offenburg Karl Fischer Rechtsstehende Vereinigung 28. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Wolfach und Offenburg Rudolf Seubert Zentrum 30. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Kehl Hermann Dietrich Nationalliberale Partei 31. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Offenburg und Kehl Joseph Morgenthaler Zentrum 32. Wahlkreis des Amtes Oberkirch mit Gemeinden der Ämter Offenburg und Achern Josef Engelhardt Zentrum 33. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Achern und Bühl Wilhelm Roeckel Zentrum 34. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Bühl und Baden Heinrich Köhler Zentrum 36. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Rastatt und Baden Johann Anton Zehnter Zentrum 38. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Rastatt, Bühl und Baden Ernst Bernauer Zentrum 39. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Ettlingen, Rastatt und Karlsruhe Franz Belzer Zentrum 40. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Karlsruhe Ludwig Neck Nationalliberale Partei 46. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Durlach, Ettlingen und Pforzheim Karl Schöpfle Rechtsstehende Vereinigung 49. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Pforzheim Friedrich Stockinger SPD 50. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Bruchsal und Durlach Heinrich Kurz SPD 52. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Bruchsal Josef Ziegelmeyer Zentrum 53. Wahlkreis des Amtes Bretten mit Gemeinden des Amtes Bruchsal Guido Gerber Nationalliberale Partei 54. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Wiesloch und Bruchsal Gustav Hartmann Zentrum 55. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Heidelberg und Wiesloch Christian Bitter Nationalliberale Partei 56. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Schwetzingen Jakob Kahn SPD 57. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Mannheim und Schwetzingen Friedrich Bechtold SPD 63. Wahlkreis des Amtes Weinheim mit Teilen des Amtes Mannheim Valentin Müller Nationalliberale Partei 66. Wahlkreis des Amtes Eppingen mit Gemeinden der Ämter Sinsheim und Wiesloch Johannes Müller Rechtsstehende Vereinigung 67. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Sinsheim Karl Sidler Nationalliberale Partei 68. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Heidelberg und Eberbach Karl Krauth Nationalliberale Partei 69. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Buchen, Eberbach, Amtes Mosbach und Adelsheim Johannes Aloys Schell Zentrum 70. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Mosbach Johann Georg Banschbach Rechtsstehende Vereinigung 71. Wahlkreis mit Gemeinden der Ämter Boxberg und Adelsheim Georg Hertle Rechtsstehende Vereinigung 72. Wahlkreis mit Gemeinden des Amtes Tauberbischofsheim Josef Schofer Zentrum 73. Wahlkreis des Amtes Wertheim mit Gemeinden der Ämter Buchen und Tauberbischofsheim August Neuhaus Zentrum

Literatur Digitale Sammlung badischer Landtagsprotokolle bei der Badischen Landesbibliothek. Verzeichnis der Mitglieder beider Kammern Protokolle des Badischen Landtags, 1. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1918 Protokolle des Badischen Landtags, 2. Kammer – digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, 1819–1933

Belege und Anmerkungen

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