Szieden (1936 bis 1945 Schieden, ) ist ein untergegangener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.

Auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Szieden/Schieden befindet sich heute die nach 1945 neu errichtete Siedlung Mirny einige hundert Meter nördlich des ehemaligen Ortskernes. Dieser ist über eine Abzweigung von der Regionalstraße 27A-012 (ex R509) aus zu erreichen. Bis 1945 war Willuhnen die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Grumbkowkeiten/Grumbkowsfelde–Schirwindt der Pillkaller Kleinbahn, die nicht mehr in Betrieb ist.

Geschichte mini|Die Landgemeinde Szieden auf einem Messtischblatt von 1931 Der kleine Ort mit dem Namen Szieden fand 1625 zum ersten Mal Erwähnung.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Schieden Um 1780 war Szieden, das auch Sieden genannt wurde, ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 149. 1874 wurde die Landgemeinde Szieden in den neu gebildeten Amtsbezirk Willuhnen im Kreis Pillkallen eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Willuhnen Am 17. September 1936 änderte man die Namensschreibweise von Szieden offiziell in „Schieden“.

Nach 1945 wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Szieden die neue russische Siedlung Mirny eingerichtet, offenbar ohne einen Bezug dazu zu haben.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 149 1871 145 1885 >Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 149 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 114 1910 125 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 105 1939 95

Kirche Das Dorf Szieden resp. Schieden war bis 1945 mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Willuhnen eingepfarrt. Es war Teil des Kirchenkreises Pillkallen (Schloßberg) innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.

Weblinks Szieden auf wiki.genealogy.net

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Ostpreußen Kategorie:Wüstung im Rajon Krasnosnamensk