mini|Michaela Steiger (2023) Michaela Steiger (* 1964 in Garmisch-Partenkirchen) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben und Werk Michaela Steiger absolvierte ihre Schauspielausbildung in New York bei Susan Batson (Actors Studio) und bei Herbert Berghof. Ihr erstes Engagement führte sie von 1988 bis 1993 ans Theater Basel unter der Intendanz von Frank Baumbauer, wo sie u. a. mit Jossi Wieler (Prinzessin Eboli im Don Carlos), Frank Castorf (Göttin Athene in Aias) und mit Barbara Frey (Soloabend über Sylvia Plath Ich kann es besonders schön) zusammenarbeitete. Es folgte von 1993 bis 1996 ein Engagement am Düsseldorfer Schauspielhaus, wo sie u. a. als Cressida in Troilus und Cressida (Regie David Mouchtar-Samorai) und Hedda in Hedda Gabler (Regie Detlef Altenbeck) zu sehen war. Gastengagements führten sie ans Hamburger Schauspielhaus, Residenztheater München, Schauspielhaus Zürich (Lady Milford in Kabale und Liebe, Regie Benjamin Korn).

Mit Beginn der Intendanz von Thomas Ostermeier ging sie 1999 als festes Ensemblemitglied an die Schaubühne Berlin, wo sie die Mutter Ubu in Alfred Jarrys Farce König Ubu (Regie: Barbara Frey), sowie in Sarah Kanes Gier in einer Inszenierung von Thomas Ostermeier und in dem Tanzstück seriously; Regie Luc Dunberrry spielte. Ab 2002 war sie Gast am Züricher Schauspielhaus, wo sie mit Andreas Kriegenburg, Schorsch Kamerun, Daniela Löffner und Stefan Pucher arbeitete und an den Münchner Kammerspielen, wo sie als Christine Mannon in O’Neills Trauer muss Elektra tragen (Regie Stefan Pucher) und als Frau Prantl in Glaube, Liebe, Hoffnung (Regie Stephan Kimmig) zu sehen war.

2006 spielte sie (auf Französisch) die Hauptrolle Amelia in dem Stück Tendre et cruel an der Comédie de Genève in der Regie von Denis Maillefer. Unter der Intendanz von Martin Kušej war sie von 2011 bis 2016 festes Ensemblemitglied des Münchner Residenztheaters, dort arbeitete sie u. a. mit Martin Kusej (Die bitteren Tränen der Petra von Kant), Katrine Wiedemann (als Marquise de Merteuil in Gefährliche Liebschaften), Daniela Löffner (Frau in Peter Handkes Die schönen Tage von Aranjuez) Frank Castorf (Reise ans Ende der Nacht, Einladung zum Theatertreffen) und Bernhard Mikeska (als Laura in Opening Night::Alles über Laura).

2014 debütierte sie an den Salzburger Festspielen in Ödön von Horvaths Don Juan kommt aus dem Krieg zurück, Regie Andreas Kriegenburg. 2016 war sie die Brünhild Lotte Jünger bei den Nibelungenfestspielen in Worms, Regie Nuran David Calis.

Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie fester Gast am Düsseldorfer Schauspielhaus.Michaela Steiger beim Schauspielhaus Düsseldorf, abgerufen am 26. November 2024 An den Münchener Kammerspielen war sie von 2018 bis 2019 in Lola Arias Stück What they want to hear zu sehen.

Sie unterrichtet an der Otto-Falckenberg-Schule und der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München, wo sie auch Mentorin ist.Lehrende Schauspiel 2021, otto-falckenberg-schule.de, abgerufen am 8. Juni 2021.

Steiger arbeitet regelmäßig für Film und Fernsehen und für den Hörfunk.

Theater (Auswahl) Theater Basel (1988–1993) Antigone, Rolle Antigone, Regie Stefan Müller Don Carlos, Rolle Eboli, Regie Jossi Wieler Was ihr wollt, Rolle Lady Olivia, Regie Stefan Müller Aias, Rolle Athene, Regie Frank Castorf

Düsseldorfer Schauspielhaus (1993–1996) Hedda Gabler, Rolle Hedda, Regie D. Altenbeck Troilus und Cressida, Rolle Cressida, Regie David Mouchtar-Samorai Der neue Menoza, Regie Werner Schroeter

Schauspielhaus Hamburg Camping 2000, Regie Jossi Wieler Comeback, Regie Stefan Pucher Krieg, Regie Anselm Weber

Schauspielhaus Zürich Kabale und Liebe, Rolle Lady Milford, Regie Benjamin Korn

Bayerisches Staatsschauspiel (1996–1999) Drei Schwestern, Rolle Olga, Regie Matthias Hartmann

Schaubühne Berlin (1999–2001) König Ubu, Rolle Mutter Ubu, Regie Barbara Frey Gier, Rolle m, Regie Thomas Ostermeier Seriously, Tanztheater, Choreographie Luc Dunberry

Schauspielhaus Zürich (2002–2005) Die Schneekönigin, Regie Schorsch Kamerun Matthäuspassion, Regie Stefan Pucher Herr Puntila und sein Knecht Matti, Regie Andreas Kriegenburg Wilhelm Tell, Regie Meret Matter Stützen der Gesellschaft, Regie Andreas Kriegenburg

Schauspiel Hannover (2005–2009) Ein Sommernachtstraum, Regie Meret Matter Glaube Liebe Hoffnung, Regie Meret Matter Nathan der Weise, Regie Christoph Frick

Maxim Gorki Theater 2008 M – Eine Stadt sucht einen Mörder, Regie Stefan Pucher

Münchner Kammerspiele (2005–2010) Trauer muss Elektra tragen, Regie Stefan Pucher Belagerungszustand , Regie Christoph Frick Glaube Liebe Hoffnung, Regie Stephan Kimmig

Schauspielhaus Zürich (2010/2011) Täter, Regie Daniela Löffner Tod eines Handlungsreisenden, Regie Stefan Pucher (Einladung zum Theatertreffen)

Salzburger Festspiele (2014) Don Juan kommt aus dem Krieg zurück, Regie Andreas Kriegenburg

Residenztheater München (2011–2016) Die vierzig Tage des Musa Dagh, Regie Nuran David Calis Opening Night::alles über Laura, Regie Bernhard Mikeska The Land, Tanztheater in Kooperation mit Peeping Tom, Regie und Konzept Gabriela Carrizo Gefährliche Liebschaften, Regie Katrine Wiedemann Reise ans Ende der Nacht, Regie Frank Castorf (Einladung zum Theatertreffen) Die schönen Tage von Aranjuez, Regie Daniela Löffner Die bitteren Tränen der Petra von Kant, Regie Martin Kusej Zur Mittagsstunde, Regie Wilfried Minks Das Ende des Regens, Regie Radu Afrim EYJAFJALLAJÖKULL-TAM-TAM, Regie Robert Lehniger

Nibelungenfestspiele Worms (2016) Gold, Regie Nuran David Calis – auch TV-Aufzeichnung

Düsseldorfer Schauspielhaus (seit 2016) Gilgamesh, Regie Roger Vontobel Fabian, Regie Bernadette Sonnenbichler Medea, Regie Roger Vontobel Der zerbrochene Krug, Regie Laura Linnenbaum

Münchner Kammerspiele (2018–2019) What they want to hear, Regie Lola Arias

Filmographie 1991: Warum ich mir das Wort Fatalismus nicht merken kann, Kurzfilm von Eva Maria Bahlrühs 1997: Camping 2000, ZDF, Regie Jossi Wieler 1997: Der Tag, an dem Otto kam (Kurzfilm), Regie Oliver Paulus 2004: Bella Block: Das Gegenteil von Liebe 2005: Hitzschlag, Kurzspielfilm von Christian Bach 2012: Weil ich schöner bin, Regie: Frieder Schlaich, (Kinofilm) 2014: Seitensprung (Fernsehfilm), Regie: Sabine Boss 2014: Revolution Now, Regie: Nuran David Calis, (Kinofilm) 2014: Unter Verdacht: Mutterseelenallein 2015: Unter Verdacht: Ein Richter, Regie Martin Weinhart 2017: München Grill (Episode), Regie Franz Xaver Bogner 2018: Hubert ohne Staller, Regie Wilhelm Engelhardt 2018: SOKO München – Das Geheimnis am See, Regie Frauke Thielecke 2018: Tatort: Ein Tag wie jeder andere, Regie Sebastian Marka 2021: Polizeiruf 110: Bis Mitternacht

Hörspiele (Auswahl) 1989: Dada & Co, Radio DRS 1990: Pessoa: Träumend träumen wir, DRS 1990: Scheerbart, DRS 1991: Der Sprung von der Arche, DRS 1992: Der Koffer des Heribert Bodenstedt, DRS 1993: Besuche bei Penelope, DRS 1993: Der Fall Franza, DRS/NDR 1993: Passion, DRS 1994: Das Rendezvous, DRS 1995: Kein Weg zurück, WDR 2005: Eigen Fleisch und Blut, Deutschlandradio 2006: Mann ohne Makel, NDR 2012: Virginia Woolf: Jakobs Zimmer, BR 2013: Virginia Woolf: Orlando BR 2014: Mit dem Hackenporsche… , BR 2018: Auf einem einzigen Blatt Papier, BR 2019: Apokalypse Baby, BR 2020: Die Einsamkeit des Kranführers, BR„Die Einsamkeit des Kranführers“ von Dominik Busch, deutschlandfunkkultur.de, abgerufen am 8. Juni 2021.

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Agenturprofil von Michaela Steiger, Funke & Stertz GmbH

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Einzelnachweise

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