Olson (bürgerlich Oliver Groos; * 26. Januar 1987 in Neuss)Tobias Wilinski: Olson im Rap-Genius-Interview auf rapgeniusdeutschland.com, abgerufen am 29. Oktober 2014. Aus der Aussage „Ich habe meinen 16. Geburtstag in Rheinberg auf einem Beatfabrik-Konzert gefeiert“ lässt sich auf ein Konzert an jenem Datum schließen, das auch sein Geburtstag ist.Alexandra Simone Maurer: Interview mit Olson auf joiz.de, Ausstrahlung am 30. September 2014 (audiovisuell).Erik Brandt-Hoege: Der Sonntag mit... Olson auf jetzt.sueddeutsche.de, abgerufen am 31. Oktober 2014. ist ein deutscher Rapper, Sänger und Songwriter. Er war bis 2011 vor allem unter dem Künstlernamen Olson Rough bekannt. Für seine Songwritingtätigkeit verwendet er das Pseudonym Oliver Avalon.
Biografie Jugend und Anfänge Groos stammt aus KaarstInterview mit Nachwuchs-Rapper Olson in der Tageszeitung Weser-Kurier, abgerufen am 5. Mai 2015. (Rhein-Kreis Neuss) und besuchte dort zuerst das Georg-Büchner-Gymnasium, von wo er auf eine örtliche Realschule wechselte. Während ihm der erfolgreiche Schulabschluss noch äußerst schwerfiel, schrieb er ein paar Jahre später in Düsseldorf das drittbeste Nachholabitur seines Jahrgangs.
Schon früh kam er im Gitarrenunterricht mit Musik in Kontakt, genoss es aber nicht. Zur Rapmusik kam er über den Wu-Tang-Clan und später über Kool Savas, der ihm erstmals deutschsprachigen Hip-Hop vermittelte. Er begann im Jugendalter, eigenen Hip-Hop zu machen, jedoch fehlten ihm finanzielle Mittel, Produktions- und Aufnahmemöglichkeiten, die seinen Ansprüchen genügten. Seine Beats bezog er vor allem kostenpflichtig von myspace-Künstlern. Später machte er mit einem Manager eines Logistik-Unternehmens Bekanntschaft und durfte nach Feierabend bei diesem in der Besenkammer aufnehmen.Daniel Schieferdecker: auf stimme.de, abgerufen am 1. November 2014.
Entwicklung als Olson Rough Er veröffentlichte 2008 mit 22 Jahren unter dem Pseudonym Olson Rough, das er sich bereits im Alter von 15 gegeben hatte, das zehn Lieder enthaltende Demoband Rudeboy. Dieses konnte man kostenlos im Internet herunterladen. Hierdurch wurde man erstmals ein wenig auf den Newcomer aufmerksam und es resultierten Downloadzahlen im oberen fünfstelligen Bereich.
Nach einem angefangenen BWL-Studium 2011 nahm ihn der Rapper Vega in sein neugegründetes Label Freunde von Niemand auf, doch Olson entschied sich schon im August des gleichen Jahres für den Ausstieg. Als Gründe nannte er unter anderem, dass er sich musikalisch von den anderen sehr stark unterscheide. Zugunsten des nur kurz darauf unter Vertrag genommenen Timeless sagte Olson ein Konzert auf einer labeleigenen Tour ab, damit Timeless an seiner Stelle auftreten konnte. Fans, die ihre Tour-Karten nur gekauft hatten, um den ausgestiegenen Rapper zu sehen, bekamen ein zehntägiges Recht auf Rückerstattung des Ticketpreises.Olson Rough: Label-Trennung auf hiphop.de, 8. August 2011; abgerufen am 14. August 2014. Im Herbst gab er bekannt, dass er ab sofort auf den Namenszusatz Rough (zu deutsch: Rau) verzichten möchte, denn er harmoniere nicht mit seinem Musikstil. Er äußerte sich dazu folgendermaßen: „Ich finde es mittlerweile etwas albern, weil ich einfach kein unfassbar rougher Typ bin.“ Den Namen Olson habe man ihm schon im Jugendalter gegeben. Ungefähr gleichzeitig veröffentlichte er die EP 40213 in Zusammenarbeit mit Hiphop.de, die die Stücke zum kostenlosen Download anboten.
Erste größere Bühnenerfahrungen sammelte Olson auf dem Splash! und bei Auftritten im Vorprogramm von Rappern wie Casper row-people.de; abgerufen am 31. Oktober 2014. und Prinz Pi, zu denen er gute Beziehungen pflegt.
Umzug und Debütalbum mini|Olson (links) und Prinz Pi (rechts) bei der Veröffentlichungsfeier von Ballonherz Nach seinem Umzug nach Berlin begann er im Frühjahr 2012 mit den Schreibarbeiten an seinem Debütalbum.Sascha Ehlert: Bright Lights, Big City in der Juice Nr. 161, S. 26–29. Er lernte – noch bevor er einen Plattenvertrag für sein neues Album ausgehandelt hatte – den Produzenten Philip Böllhoff von den Beatgees kennen, der das komplette Album über mit Olson zusammenarbeitete, obwohl dieser gänzlich mittellos war. Am 29. August 2014 erschien schließlich Ballonherz, das eine komplett autobiographische Geschichte erzählt, über das Major-Label Universal Music. Im Anschluss an das Release ging Olson auf Tour durch den deutschsprachigen RaumArvid: Olson: ab Oktober auf "Ballonherz Tour 2014" auf 16bars.de, abgerufen am 31. Oktober 2014. und trat auf diversen Festivals auf. Zu sehen war er in diesem Jahr auch noch auf dem Cover des Hip-Hop-Magazins Juice, was von einem Teil der Leserschaft negativ aufgenommen wurde, da sich seine Musik nicht ausschließlich auf Rap spezialisiert.„Poldi“: Leserbrief. In: Juice, Nr. 163, S. 126.
Die Zeit nach Ballonherz Am 28. August 2015 gab er über Facebook Arbeiten an einem neuen Album bekannt. Um weitere Bühnenerfahrungen zu sammeln, trat er im darauffolgenden Jahr außerdem – neben einer Großzahl weiterer Musikveranstaltungen – auf den beiden Schwesterfestivals Rock am Ring und Rock im Park auf.
Drei Jahre später – am 24. August 2018 – erschien mit Oh… Wow Olsons zweites Studioalbum,Lukas Rauer: Gefangen im Käfig der Gefühle. auf laut.de, abgerufen am 27. September 2018. das Platz 27 in den deutschen Albumcharts belegen konnte und sich dort eine Woche hielt. Die Veröffentlichung verzichtet auf Gastbeiträge von anderen Künstlern, was von Fachzeitschriften überwiegend positiv aufgenommen wurde.Louis Richter: Olson – Oh Wow // Review. juice.de, 24. August 2018; abgerufen am 1. November 2018.Yannick: Die Meinung der Redaktion zu „Oh Wow“ von Olson. backspin.de, 19. September 2018; abgerufen am 1. November 2018. Als Produzenten traten unter anderem DJ Stickle, Max Mostley und Miksu in Erscheinung.
Sein drittes Studioalbum OG Playlist veröffentlichte Olson am 29. Mai 2020 über Sony Music. Es enthält einige ursprünglich für das Vorgängeralbum konzipierte, aber schlussendlich verworfene Lieder, die neu aufgenommen und produziert wurden. Zuvor erschienen bereits die Singleauskopplungen No Diggity (Freestyle), ISSO, 10 Km/h, Träume und Bleib OG.Alex Wegerich: Olson kündigt neues Album „OG Playlist“ an und veröffentlicht „Bleib OG“. rap.de, 15. Mai 2020; abgerufen am 29. Mai 2020.
Im Dezember 2021 machte er über Instagram sein Songwriting-Pseudonym Oliver Avalon bekannt. Ab September 2022 stellte er außerdem über TikTok in der Videoreihe Songwriting Secrets Hintergründe zu von ihm als Oliver Avalon mitverfassten Liedern vor. Einen Monat später zeigte er eine an ihn als Oliver Avalon für das 2021 veröffentlichte Lied Auf & ab von Montez verliehene Platin-Schallplatte. Darüber hinaus war er unter anderem an den Chartsongs Musik sein von Wincent Weiss, Alles war schön und nichts tat weh von Casper und Spotlight von Monet192 feat. Lune beteiligt.
Im Mai 2023 veröffentlichte Olson die Hier deine Blumen EP, die er nach dem Ende einer langjährigen Beziehung aufnahm. Die Songtitel enthalten, mit einer Ausnahme, jeweils eine Angabe darüber, wie viele Tage die Trennung, zum Zeitpunkt der Entstehung der Songs, her ist. Im November 2023 folgte die Liebe ist alles EP.
Anfang 2025 veröffentlichte er auf TikTok einen Ausschnitt seines Songs Alle Risse heilen. Der Clip ging unerwartet viral, woraufhin Remixe des Songs mit Harris & Ford und Nico Santos folgten.
Stil Olson Rough Olson Rough kennzeichnet vor allem ein Hang zu hartem Straßen-Rap, der seine eigenen Geschichten erzählt (vgl. „Storytelling“). auf mdr.de, abgerufen am 27. Oktober 2014 (audio). Zu seinen Anfängen als Hip-Hop-Künstler wollte Groos eigenen Aussagen zufolge wild, aggressiv und aufwieglerisch sein, was sich in seiner damaligen Musik deutlich widerspiegelt. kikaplus.net; abgerufen am 27. Oktober 2014 (audiovisuell).
Olson Der Stil von Olson wird besonders durch eine Mischung romantisch-melancholischer Rap- und Popmusik bestimmt (Pop-Rap). auf mdr.de, abgerufen am 27. Oktober 2014 (audio). Er selbst beschreibt seinen Stil mittlerweile als „Drill influenced RnB Rap with a chance of jersey club rap“. Der Großteil seiner Lieder wird vor allem mit Gesangs-Hooks und mit besonders „cleanen“ Produktionen und Beatgerüsten in Verbindung gebracht. Dabei werden des Öfteren Effekte wie Auto-Tune und Echo verwendet, besonders in Passagen mit viel Stimmeinsatz und Gesang. Sein Äußeres ähnelt dabei stark seinem Idol James Dean, beinhaltet aber gleichzeitig viele Elemente des verhältnismäßig neumodischen Hipster-Trends.Tobias Kargoll: Hipster Rap!? Interview mit Olson. hiphop.de; abgerufen am 27. Oktober 2014 (audiovisuell).
Eine seiner größten Stärken ist ihm zufolge sein „Identifikationspotenzial“:
Engagement Olson spendete Anfang September 2015 im Rahmen des lokalen Stadtfestes Kaarst Total nach einem Auftritt in der Innenstadt einen Teil seiner Gage für den Kaarster Arbeitskreis Asyl, der von den gesammelten Spenden Einkaufsgutscheine für Supermärkte etc. erwarb und anschließend an bedürftige Flüchtlinge weitergab.Kim Roland: Rappen, laufen und walken beim Stadtfest „Kaarst Total“ auf rp-online.de, NGZ, 7. September 2015, abgerufen am 18. September 2015.
Diskografie
Alben 2014: Ballonherz 2018: Oh… Wow 2020: OG Playlist
EPs 2011: 40213 (kostenlos) 2014: Keine Liebe (Juice-Exclusive-EP mit Prinz Pi & eRRdeKa) 2023: Hier deine Blumen 2023: Liebe ist alles
Mixtapes 2006: Licht in eure Dunkelheit (kostenlos) 2008: Rudeboy (kostenlos) 2009: Lost Songs (kostenlos)
Singles 2014: James Dean 2014: Mein kleines Hollywood 2017: Lieblingssongs (mit Lary) 2018: Apollo 2018: High 2018: LMD 2018: Passwort 2019: KSM 2019: OMG 2019: Altstadt 2019: LA Lights 2019: Zenkichi 2019: No Diggity (Freestyle) 2020: ISSO 2020: 10 Km/h 2020: Träume 2020: Bleib OG 2021: Steppe durch die Street (mit Timo Junior) 2022: Jalousie 2022: Haifisch 2022: 112 2023: Über Nacht 2023: Bisschen zu oft 2023: Von Liebe 2023: Immer wieder du 2023: Butterflies auf Speed 2024: Wie oft ??? 2024: Safe Space 2024: Nie betrunken schreiben !!!! 2024: Die Guten gewinnen 2024: merk was (mit Greta (Sängerin)) 2024: Nur an dich 2025: Alle Risse heilen 2025: Was war das 2025: Ok ich check 2026: Heller drehen 2026: Klippenspringen 2026: Happy sein
Autorenbeteiligungen Olson als Autor in den Charts
Quellen
Weblinks
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