mini|Die Kapelle Die Hürtgenwald-Gedächtnis-Kapelle steht im Ortsteil Kleinhau der Gemeinde Hürtgenwald im Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen).
Sie wurde zwischen 1966 und 1970 erbaut. Eingeweiht wurde sie am 4. Oktober 1970. Sie erinnert an die Schlacht im Hürtgenwald am Ende des Zweiten Weltkrieges, bei der tausende Soldaten den Tod fanden.
Baudenkmal Die Kapelle ist unter Nr. 23 seit dem 20. März 1995 in die Denkmalliste eingetragen. Die Denkmalbeschreibung lautet wie folgt:
Gedenkstätte Die Vorhalle überdacht das Epitaph eines unbekannten 1969 in Großhau geborgenen Soldaten. Die abschließende weiße Wand trägt einen Christus-Korpus ohne jedes Beiwerk bis auf die Gloriole aus Stacheldraht und die Jahreszahlen der beiden letzten Weltkriege. Insofern gehört die Kapelle zu den Gedenkstätten für die Opfer der Weltkriege.
Baugeschichte Die Kapelle sollte den Gottesdiensten der Bürger von Kleinhau dienen, wurde aber als solche vom Bistum Aachen nicht genehmigt, denn auch damals gab es schon den Priestermangel. Deshalb lagen die Pläne des Architekten Heinrich Richartz lange in der Schublade. Erst 1965 erhielt die Gemeinde die Genehmigung für eine Leichenhalle. Der daraufhin gegründete Kirchbauverein sammelte die Hälfte der Baukosten von 145.000 DM, das Grundstück wurde gestiftet. Erst 1973 kam die Kapelle in den Besitz der Kirchengemeinde. Im gleichen Jahr löste sich der 1956 gegründete Kapellenbauverein auf. Bis etwa 1985 wurden in der Kapelle regelmäßig katholische und evangelische Gottesdienste gefeiert, für 2009 noch einmal evangelisch, seitdem nur noch sporadisch.
Ausstattung Auch von der Innenausstattung wurde einiges gestiftet, so etwa das sogenannte Hemingway-Fenster, das der Indener, später Wuppertaler Glaskünstler Paul Franz Bonnekamp gestaltete und das der Architekt stiftete. Von Bonnekamp stammt auch das bestimmende parabolig sich nach unten verbreiternde Giebelfenster, das einen Friedensengel zeigt mit in den 15 Fächern aufgenommenen Zutaten und Hinterlassenschaften der Schlachten um den Ort. Viele Bürger haben Einrichtungsgegenstände gestiftet. Der schwere Eichenholzkorpus wurde erst 1974 wiedergefunden, als er in Belgien verkauft werden sollte. Der Korpus stammt noch aus der Zeit Napoleons.
Literatur August Wollgarten: Hürtgenwald – Gedächtnis-Kapelle in Kleinhau. In: Jahrbuch des Kreises Düren, Jg. 1973, S. 110.
Weblinks Infos zur Kapelle Die Kapelle auf www.ehrenmale-kreis-dueren.de Die Kapelle in der Presse Aachener Zeitung vom 12. September 2015
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