Dieser Artikel beinhaltet eine ausführliche Darstellung der ecuadorianischen Fußballnationalmannschaft bei Weltmeisterschaften.
Übersicht Ecuador konnte sich bisher erst für fünf Weltmeisterschaftsendrunden qualifizieren.
Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner ErgebnisDie Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: (PDF; 200 kB) Trainer Bemerkungen und Besonderheiten 1930 Uruguay nicht teilgenommen 1934 Italien nicht teilgenommen 1938 Frankreich nicht teilgenommen 1950 Brasilien nicht teilgenommen 1954 Schweiz nicht teilgenommen 1958 Schweden nicht teilgenommen 1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation an Argentinien gescheitert 1966 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an Chile und Kolumbien gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. 1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Uruguay und wieder Chile gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. 1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Uruguay und Kolumbien gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. 1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Peru und Chile gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. 1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Chile und Paraguay gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. 1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Uruguay und Chile gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. 1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Kolumbien und Paraguay gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. 1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Brasilien und Bolivien gescheitert. 1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Südamerika-Qualifikation, die erstmals im Liga-System zwischen den südamerikanischen Bewerbern – außer Brasilien, das als Weltmeister direkt qualifiziert war – ausgetragen wurde, belegte Ecuador nur den 6. Platz. Die ersten Vier konnten sich qualifizieren. 2002 Südkorea/Japan Vorrunde ItalienMexikoKroatien 24. Als Zweiter der Südamerika-Qualifikation qualifiziert. 2006 Deutschland Achtelfinale England 12. Als Dritter der Südamerika-Qualifikation qualifiziert. 2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Südamerika-Qualifikation belegte Ecuador nur den 6. Platz. Die ersten Vier konnten sich direkt qualifizieren, Uruguay als Fünfter über die Play-offs gegen Costa Rica. 2014 Brasilien Vorrunde SchweizHondurasFrankreich 17. Als Vierter der Südamerika-Qualifikation qualifiziert. 2018 Russland nicht qualifiziert In der Qualifikation belegte Ecuador nur den 8. Platz. Nur die ersten Vier konnten sich direkt qualifizieren. 2022 Katar Vorrunde KatarNiederlandeSenegal 18. Als Vierter der Südamerika-Qualifikation qualifiziert. Als Dritter in der Gruppe A nicht für das Achtelfinale qualifiziert. 2026 Kanada, Mexiko und USA Sechzehntelfinale Mexiko 25. In der im September 2023 begonnenen Qualifikation traten wieder alle zehn CONMEBOL-Mitglieder in Hin- und Rückspielen gegeneinander an. Die sechs bestplatzierten Mannschaften qualifizierten sich direkt für die WM-Endrunde 2026. Der Siebtplatzierte nahm als südamerikanischer Teilnehmer am WM-Play-off-Turnier im März 2026 teil und scheiterte dort. Ecuador qualifizierte sich als Zweiter für die WM-Endrunde. Dort traf es in der Gruppenphase auf WM-Neuling Curaçao, Deutschland und die Elfenbeinküste. mini|Platzierung der ecuadorianischen Mannschaft in der ewigen WM-Tabelle Statistik (Angaben inkl. 2026: 23 Weltmeisterschaften; Prozentangaben sind gerundet) Teilnahmeverzicht: sechsmal (26,1 %; 1930, 1934, 1938, 1950, 1954 und 1958) Nicht qualifiziert: 12-mal (52,2 %; 1962, 1966, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1994, 1998, 2010 und 2018) Sportliche Qualifikation: fünfmal (21,7 % bzw. 29,4 % der Versuche) Vorrunde: dreimal (13,0 %; 2002, 2014 und 2022) Sechzehntelfinale: einmal (4,3 %; 2026) Achtelfinale: einmal (4,3 %; 2006)
Turniere mit maximal 16 Teilnehmern Weltmeisterschaften 1930 bis 1958
Der ecuadorianische Fußballverband war zwar bereits 1925 gegründet und 1926 in die FIFA aufgenommen worden, mit dem Länderspielbetrieb wurde aber erst im August 1938 begonnen. So gab es noch keine Nationalmannschaft, die an den ersten drei WM-Turnieren teilnehmen konnte. Für die drei folgenden Weltmeisterschaften wurde die Mannschaft nicht gemeldet.
Weltmeisterschaft 1962 in Chile Für die WM Chile wollte sich Ecuador erstmals qualifizieren und musste in zwei Spielen gegen Argentinien antreten. Im ersten WM-Qualifikationsspiel am 4. Dezember 1960 wurde in Guayaquil mit 3:6 verloren, das Rückspiel in Buenos Aires endete 0:5.
Weltmeisterschaft 1966 in England Für die WM im „Mutterland des Fußballs“ sollte sich Ecuador durch Spiele gegen Kolumbien und Chile qualifizieren. Am 20. Juli 1965 gelang Ecuador in Barranquilla mit einem 1:0 gegen Kolumbien der erste Sieg in einem WM-Qualifikationsspiel und auch das Rückspiel wurde gewonnen. Gegen Chile reichte es aber in zwei Spielen nur zu einem Remis. Da Chile aber ein Spiel gegen Kolumbien verloren hatte, waren Chile und Ecuador am Ende punktgleich. Die bessere Tordifferenz der Chilenen zählte nicht und so musste ein Entscheidungsspiel am 12. Oktober 1965 in Lima bestritten werden. Dieses gewannen die Chilenen mit 2:1 und fuhren nach England.
Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko Für die erste WM in Mittelamerika waren den Ecuadorianern Uruguay und wieder Chile als Fußball-Weltmeisterschaft 1970/Qualifikationsgegner zugelost. Ecuador gelang aber in vier Spielen nur ein Remis im Heimspiel gegen Chile und somit schied Ecuador als Gruppenletzter aus.
Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland Für die erste WM in Deutschland musste Ecuador in einer Qualifikations-Gruppe mit Uruguay und Kolumbien antreten, verlor die Spiele gegen Uruguay und spielte remis in den beiden Spielen gegen Kolumbien, womit sie wieder als Gruppenletzter ausschieden.
Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien Nicht wesentlich besser verlief die Qualifikation zur WM 1978, die diesmal über zwei Runden lief. Aber bereits in der ersten Runde schied Ecuador gegen Chile und Peru aus und konnte nur zum Auftakt gegen Peru einen Punkt erkämpfen.
Turniere mit 24 Teilnehmern Weltmeisterschaft 1982 in Spanien Für die erste WM mit 24 Teilnehmern wurde den Südamerikanern ein Platz mehr als vier Jahre zuvor zugestanden. In der Qualifikation zur WM 1982 scheiterte Ecuador am Endrundenteilnehmer Chile und konnte nur in den Heimspielen gegen Paraguay (1:0) und Chile (0:0) Punkte erkämpfen.
Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko Uruguay und Chile waren die Gegner in der Qualifikation zur WM 1986. Ecuador konnte kein Spiel gewinnen und ein Punkt im Heimspiel gegen Chile brachte nur den letzten Platz in der Gruppe.
Weltmeisterschaft 1990 in Italien Die Qualifikation für die zweite WM in Italien lief zwar etwas besser, denn am Ende hatte Ecuador drei Punkte, Kolumbien und Paraguay hatten aber mehr, so dass wieder nur der letzte Gruppenplatz blieb. Mit dem 3:1 im letzten Spiel gegen Paraguay verbaute Ecuador aber den Paraguayern den Weg zur WM-Endrunde.
Weltmeisterschaft 1994 in den Vereinigten Staaten In der Qualifikation zur WM 1994 belegte Ecuador in einer Fünfergruppe hinter Brasilien, Bolivien und Uruguay, aber vor Venezuela den vierten Platz und war wieder nicht qualifiziert. Dabei gelang aber nur im Heimspiel gegen Venezuela ein Sieg (5:0).
Turniere mit 32 Teilnehmern Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich Außer Weltmeister Brasilien spielten alle übrigen CONMEBOL-Mitglieder in einer Neunergruppe vier Endrundenteilnehmer aus, da den Südamerikanern nun fünf Endrundenplätze zugestanden wurden. Ecuador landete hier nur auf Platz 6 und verpasste dadurch die Qualifikation zur WM 1998. Dabei konnte in den Auswärtsspielen nur in je drei Spielen ein Punkt geholt werden. In den Heimspielen blieb Ecuador auch nicht ungeschlagen, denn gegen Kolumbien wurde daheim mit 0:1 verloren.
Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea
In der Südamerika-Qualifikation traten diesmal alle zehn CONMEBOL-Mitglieder gegeneinander an. Ecuador wurde überraschend Zweiter hinter Argentinien, aber mit einem Abstand von 12 Punkten. Brasilien und Paraguay, die sich ebenfalls qualifizierten, hatten nur einen Punkt weniger als Ecuador. Uruguay gelang als Gruppenfünfter ebenfalls die Qualifikation über die Interkontinentalen Playoffs. Ecuador schaffte somit im elften Anlauf erstmals den Sprung in die WM-Endrunde. Seitdem ist Venezuela bis heute das einzige CONMEBOL-Team, das sich noch nie für eine WM-Endrunde qualifizieren konnte.
In Japan trafen die vom Kolumbianer Hernán Darío Gómez trainierten Ecuadorianer in ihrem ersten WM-Spiel der Gruppe G auf Ex-Weltmeister Italien und verloren mit 0:2. Im zweiten Spiel gelang Agustín Delgado bereits in der fünften Minute gegen Mexiko das erste WM-Tor für Ecuador. Die erfahreneren Mexikaner konnten das Spiel aber noch drehen und mit 2:1 gewinnen. Im letzten Spiel gelang dann durch ein Tor von Edison Méndez gegen Kroatien der erste WM-Sieg. Dennoch schied Ecuador als Gruppenletzter aus. In die ewige Rangliste stiegen die Ecuadorianer auf Platz 51 ein. Gómez blieb zunächst im Amt, trat aber nach der Copa América 2004 zurück, bei der Ecuador in der Gruppenphase dreimal verloren hatte.
Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland mini|Szene vor dem entscheidenden Freistoß im Achtelfinale
In der Qualifikation zur WM 2006 belegte Ecuador in der Südamerika-Qualifikation, zu der wieder alle CONMEBOL-Mitglieder gegeneinander antraten, diesmal hinter den punktgleichen Argentiniern und Brasilianern mit sechs Punkten Abstand punktgleich mit Paraguay den dritten Platz.
In Deutschland traf die nun vom Kolumbianer Luis Fernando Suárez trainierte Mannschaft in Gruppe A im ersten Spiel auf Polen und gewann mit 2:0. Nachdem auch das Spiel gegen Costa Rica gewonnen wurde, diesmal mit 3:0, stand die Mannschaft schon im Achtelfinale. Im Spiel um den Gruppensieg gegen Gastgeber Deutschland setzte Ecuador mehrere Ersatzspieler ein und verlor mit 0:3. Im Achtelfinale war dann Ex-Weltmeister England der Gegner und durch ein Freistoßtor von David Beckham wurde mit 0:1 verloren. In der ewigen Rangliste machte Ecuador den größten Sprung und kletterte um 12 Plätze auf Platz 39.
Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika Am 27. Mai 2007 beschloss die FIFA ein Verbot von offiziellen Spielen in über 2.500 Metern Seehöhe liegenden Stadien. In Ecuador waren davon insbesondere die Stadien in Quito und Latacunga betroffen. Nach heftigen Protesten, insbesondere der Bolivianer, wurde das Höhenlimit allerdings noch im Juni 2007 auf 3.000 Meter geändert, so dass wieder alle Stadien entsprechender Größe in Ecuador genutzt werden konnten.bbc.co: „Fifa relents on altitude ruling“
Somit konnte Ecuador auch in der Qualifikation für die erste WM in Afrika in Quito spielen, konnte diesen Vorteil aber schon im ersten Spiel nicht nutzen: Gegen Venezuela wurde mit 0:1 verloren. Die beiden folgenden Auswärtsspiele in Brasilien und Paraguay wurden dann deutlich verloren (0:5 und 1:5). Danach lief die Qualifikation zwar besser und Ecuador verlor nur noch vier der restlichen 15 Spiele, am Ende reichte es aber nur zum sechsten Platz, weil das letzte Spiel in Chile verloren wurde, womit die Interkontinentalen Playoffs verpasst wurden. In der ewigen Rangliste fiel Ecuardor dadurch auf Platz 42, da Japan, Ghana und Südafrika vorbeizogen.
Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien links|mini|Ecuador und die Schweiz während der Hymnen mini|Fans aus Ecuador und Honduras