Rickenbach ist eine politische Gemeinde im Bezirk Winterthur des Kantons Zürich in der Schweiz.
Die Gemeinde setzt sich zusammen aus den Dörfern Rickenbach, Sulz, Grüt und einigen Weilern.
Wappen Blasonierung: In Rot ein silberner Querbach, begleitet oben von einem liegenden silbernen Rebmesser mit goldenem Griff, unten von einer grünbeblätterten blauen Traube
Geographie Rickenbach liegt ungefähr 10 km von der Stadt Winterthur entfernt.
Von der Gemeindefläche dienen 58,8 % der Landwirtschaft, 23,3 % sind mit Wald bedeckt, 11,2 % sind Siedlungs- und 5,5 % Verkehrsfläche, 0,7 % sind Gewässer und 0,5 % unproduktive Fläche (Stand 2018).Gemeindeporträts. Rickenbach. Flächen. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2018. mini|Rickenbach ZH, historisches Luftbild von 1923, aufgenommen aus 400 Metern Höhe von Walter Mittelholzer
Geschichte Rickenbach wurde erstmals 820 urkundlich erwähnt.Urk. II 36. Stiftsarchiv St. Gallen. In: e-chartae.ch. Abgerufen am 12. Juni 2020.
Bevölkerung Von den 2770 (Stand 31. Dezember 2022) Einwohnern sind 11,6 % Ausländer.Gemeindeporträts. Rickenbach. Ausländeranteil. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2022.
+ Bevölkerungsentwicklung1634: HLS, 1850–1950: Eidgenössische Volkszählungen, danach: Gemeindeporträts. Rickenbach. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022. Jahr Einwohner 1634 227 1850 385 1900 376 1950 708 2000 2061 2005 2480 2010 2500 2015 2591 2020 2799 2022 2770
Religionen – Konfessionen 41,2 % der Einwohner sind reformierter Konfession, 19,8 % katholisch, und 39,0 % sind Anhänger anderer Glaubensrichtungen oder konfessionslos.Gemeindeporträts. Rickenbach. Konfession. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 2022.
In Rickenbach gibt es zwei Kirchen: Die reformierte Kirche befindet sich in Rickenbach selbst und geht auf einen mittelalterlichen Vorgängerbau zurück. Im Jahr 1695 wurde das heutige Kirchenschiff gebaut. Es besass bis zum Jahr 1966 einen Dachreiter, der in jenem Jahr durch den heutigen, modernen Kirchturm ersetzt wurde.. Website der reformierten Kirchgemeinde Rickenbach, 2. Februar 2012, abgerufen am 9. Mai 2014. Die Kirche besitzt fünf Glasfenster des Künstlers Jacques Schedler, der auch die Glasfenster der katholischen Kirche gestaltete. Die katholische Kirche St. Josef steht im Ortsteil Sulz und wurde im Jahr 1958 errichtet. Bis zum Bau der katholischen Kirchen St. Stefan (Wiesendangen) und St. Martin (Seuzach) war die Kirche in Sulz die Pfarrkirche für alle Ortschaften nordöstlich von Winterthur. Als Besonderheit besitzt die Kirche St. Josef 14 Glasfenster des Künstlers Jacques Schedler, welche einen Zyklus zum Kreuzweg am Karfreitag und zur Auferstehung Christi an Ostern bilden. Ergänzt werden diese Glasfenster durch fünf weitere Glasfenster zum Thema Eucharistie und Heiliger Geist.Architektur und Kunst St. Josef. Website der katholischen Pfarrei Rickenbach-Seuzach.
Politik Gemeindepräsident ist Andy Karrer (parteilos, Stand April 2026).Gemeinderat. Website der Gemeinde Rickenbach ZH. In der Gemeinde existieren mit SVP, FDP, Die Mitte und GLP vier Ortsparteien.Parteien. Website der Gemeinde Rickenbach ZH.
Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Rickenbach: SVP 40,12 % (+1,76), SP 12,08 % (+2,64), glp 11,16 % (−2,23), FDP 9,71 % (−1,92), Mitte 9,56 % (+3,58), Grüne 7,33 % (−5,31), EVP 4,95 % (−0,85), EDU 1,25 (+0,29).
Wirtschaft Von den 1100 Gebäuden in Rickenbach sind 650 Wohnhäuser.
Verkehr Im Ortsteil Sulz liegt der Bahnhof Rickenbach-Attikon. Dieser wird bedient von der und der der S-Bahn Zürich. Im Nachtnetz am Wochenende verkehrt die .
Ab Rickenbach-Attikon, Bahnhof verkehrt folgende Postautolinie: Rickenbach-Attikon – Sulz – Rickenbach ZH – Ellikon an der Thur – Altikon.
Sport Der Turnverein des Dorfes wurde 1921 gegründet, ausserdem gibt es einen Bouleverein im Dorf. Ein Fussballverein existiert nicht.
Seit 1993 gibt es im Dorf die Volleyballriege (VBR) Rickenbach mit über 120 aktiven Volleyballspielerinnen- und spielern. Rund 10 Mannschaften nehmen an Meisterschaften teil, und im Sommer wird auf zwei Plätzen Beachvolleyball gespielt.
Von 1984 an existierte mit dem UHC Sulz-Rickenbach ein eigener NLA-Unihockeyclub, der jedoch 1996 in einer Fusion im UHC Winterthur United aufging.
Sehenswürdigkeiten
Literatur Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band VIII: Der Bezirk Winterthur. Nördlicher Teil. Rickenbach (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 79). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1986, ISBN 978-3-7643-1812-3, S. 249–271 (Digitalisat). Bernhard Schneider: Blicke auf Rickenbach seit dem Ersten Weltkrieg: «Schulferien bedeuteten damals mehr Arbeit zuhause». Im Auftrag der Gemeinde Rickenbach herausgegeben vom Verlag Schneider Communications Ottenbach 2010, ISBN 978-3-9523203-6-5.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Rickenbach ZH Statistische Daten der Gemeinde Rickenbach ZH
Einzelnachweise
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