Die Gelöbniskirche Maria Schutz ist eine römisch-katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche, Minoriten-Klosterkirche und ein Kulturdenkmal in Kaiserslautern.
Geschichte Ursprung des Kirchbaus war ein Gelübde, das der Speyerer Bischof Michael Faulhaber beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 2. August 1914 ablegte: eine Kirche Maria Schutz zu errichten, wenn die Pfalz keine schweren Zerstörungen erleiden würde. Faulhabers Nachfolger Ludwig Sebastian erfüllte das Versprechen mit Hilfe zahlreicher Spenden aus der Diözese.
Auf dem vom Kirchbauverein St. Antonius bereits erworbenen Grundstück wurden 1926/27 zunächst die Konventsgebäude für die Minoriten gebaut. Der Grundstein für die Gelöbniskirche wurde am 10. Juni 1928 gelegt.So die und . Die nennt den 22. August 1926 als Datum der Grundsteinlegung; möglicherweise war es der Baubeginn der Konventsgebäude. Auf uni-kl.de heißt es, die Gelöbniskirche sei „1928/1929 kurz nach der Fertigstellung des Klosters“ erbaut worden. Die Pläne stammten von Hans und Fritz Seeberger. Die Kirche wurde am 20. Oktober 1929 geweiht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie 1944 schwer beschädigt und bereits 1947/48 wiederhergestellt.
Architektur und Ausstattung mini|hochkant=1.1|links|Altarbild von Paul Thalheimer Die Maria-Schutz-Kirche ist eine dreischiffige Basilika aus Sand- und Backstein in versachlichten Formen der Gotik. Repräsentativster Teil der Kirche ist der Westbau mit den beiden hohen Türmen auf quadratischem Grundriss mit reicher Wandgliederung. Über den drei Portalen sind Skulpturen der Kirchenpatronin Maria sowie, stellvertretend für die Kriegsgegner von 1914 bis 1918, des Erzengels Michael und des heiligen Ludwig von Frankreich angebracht.
Das Innere ist weiß gefasst und mit flachen Spitzbögen in die drei Schiffe gegliedert. Das Langhaus ist flach gedeckt, der Chor trägt ein Spitztonnengewölbe. Im Blickzentrum an der Altarrückwand befindet sich eine große Darstellung der Schutzmantelmadonna, umgeben von acht kleineren Bildern zu den Seligpreisungen der Bergpredigt, ausgeführt 1934 von Paul Thalheimer.
Am 8. Dezember 2021 ist in der Gelöbniskirche Maria Schutz in Kaiserslautern von Weihbischof Otto Georgens ein Kolumbarium eingeweiht worden.
Gottesdienste Mittwochs sowie von Freitag bis Sonntag werden heilige Messen gefeiert. Wallfahrtstage sind vor allem die Marienfeste im Jahreskreis. , Kirchen in und um Kaiserslautern, abgerufen am 10. September 2014. Sie stehen im Zeichen der Bitte um den Frieden.
Literatur Hans Seeberger: Gelöbniskirche Maria Schutz und Minoritenkloster Kaiserslautern. Festschrift, Kaiserslautern 1929. Agathon Kandler: Kaiserslautern, Maria Schutz (= Kleine Kunstführer Nr. 945). Schnell & Steiner, München 1982.
Weblinks
Kaiserslautern, Maria Schutz (Bistum Speyer) (heiligerantonius.org)
Einzelnachweise
Maria Schutz Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Speyer Maria Schutz Kategorie:Minoritenkloster Gelobniskirche Maria Schutz Kategorie:Mariä-Schutz-Kirche Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Votivkirche Kategorie:Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs in Rheinland-Pfalz Kategorie:Pfarrkirche des Bistums Speyer