Steinbrüchlein (ursprünglich Unterlangenlohe genannt; fränkisch: SchdahbrichlaE. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 42. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „šdābrìχlɒ“.) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Nürnberg (Mittelfranken, Bayern).

Geographische Lage Die Einöde liegt im südlichen Stadtgebiet im Eibacher Forst am Rande des Forst Kleinschwarzenlohe. Der Ort besteht heute aus einem Ausflugslokal inmitten des ehemaligen Abbaugebiets und diente früher zur Verpflegung der im Steinbruch tätigen Arbeiter. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kettelersiedlung (1,2 km nördlich) bzw. zur Staatsstraße 2406 (0,4 km südlich), die zur Anschlussstelle 45 der Bundesautobahn 73 (0,5 km nordöstlich) bzw. nach Worzeldorf verläuft (2 km südlich).Steinbrüchlein im BayernAtlas. Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.

Geschichte Das Steinbrüchlein, urkundlich 1302 erstmals erwähnt, hatte vor allem während der Bauzeit des Ludwigskanals wirtschaftlichen Erfolg. So wurden zahlreiche Arbeiter im Steinbruch beschäftigt und das Wirtshaus hatte vor allem an den Zahltagen gute Einnahmen. Die ehemalige Steinbrechersiedlung bestand bis 1663 nur aus einem einzigen Haus. Später kamen Stallungen, eine kleine Kapelle und das noch heute bestehende Wirtshaus hinzu. Der offizielle Name Unterlangenlohe konnte sich für die nun entstandene Steinbrechersiedlung jedoch nicht durchsetzen., Nürnberger Nachrichten vom 18. Dezember 2009Nach E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 42 = F. Eigler: Schwabach, S. 341, wurde der Ort 1623 als „Langenloher Steinbruch“ erstmals schriftlich erwähnt.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinbrüchlein 1 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Kornburg aus. Die Gastwirtschaft hatte das Waldamt Laurenzi der Reichsstadt Nürnberg als Grundherrn.F. Eigler: Schwabach, S. 427.

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 Steinbrüchlein dem Steuerdistrikt Großschwarzenlohe (II. Sektion) und der 1818 gebildeten Ruralgemeinde Kleinschwarzenlohe zugeordnet.F. Eigler: Schwabach, S. 475f.

Am 13. Juli 1933 stellte der damalige Gastwirt von Steinbrüchlein, Karl Peuntinger, im Gemeinderat von Worzeldorf den Antrag, Steinbrüchlein nach Worzeldorf einzugemeinden. Trotz Zustimmung wurde die Eingemeindung nicht vollzogen.Ein Wirtshaus mit ganz langer Tradition, nordbayern.de vom 3. September 2009 Am 1. Mai 1978 wurde Steinbrüchlein im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Nürnberg eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 18 15 12 16 15 27 15 18 16 11 3HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 1 2 2 2 2 1 3 1 Quelle Dort als Langenlohe aufgelistet. Dort als Langenlohe aufgelistet.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Nikolaus (Kornburg) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Rupert (Nürnberg) gepfarrt.

Steinbruch Gegen Ende des Mittelalters um 1450 gab es im Umland von Nürnberg noch 30 Steinbrüche. Einer davon befand sich hier. Die gebrochenen Steine wurden als Mühlsteine, für Hausbau und Bauwerke wie z. B. der Sebalduskirche verwendet. Der Transport der Sandsteinquader erfolgte mit Pferdefuhrwerken. Gegen 1663 entstanden Pferdestallungen zum Wechsel der Pferde. Später wurden die Steine auch auf dem Ludwig-Donau-Main-Kanal zu entfernten Baustellen verschifft. Ein berühmter Transportweg war auch die nach Süden führende Venezianische Straße.

Heute werden die ehemaligen Steinbrüche freizeitlich von Mountainbikern und Ausflüglern gern genutzt. Seit 2011 befindet sich auf dem Areal ein Waldspielplatz.www.waldspielplatz-steinbruechlein.de, Der Waldspielplatz (Abgerufen am 17. Januar 2016)

Literatur

Weblinks

Private Seite zum Steinbrüchlein

Fußnoten

Kategorie:Ersterwähnung 1302 Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Geographie (Nürnberg) Kategorie:Natura-2000-Gebiet Kategorie:Steinbruch in Bayern Kategorie:Einzelsiedlung in der kreisfreien Stadt Nürnberg