Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Geschichte Spaniens als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.
Regelmäßigkeit der Teilnahme und Erfolge im Wettbewerb
mini|332x332px|Chanel Terrero (2022) ist die bisher letzte spanische Teilnehmerin, die eine Platzierung unter den besten Zehn erreichte Spanien nahm erstmals 1961 am Eurovision Song Contest teil. Der Erfolg war damals aber überschaubar. Schließlich landete der spanische Beitrag im Mittelfeld auf Platz 9 von 16. 1962 hingegen erreichte das Land lediglich den letzten Platz mit 0 Punkten, teilte sich diesen allerdings mit Belgien, den Niederlanden und Österreich. 1963 und 1964 landete Spanien jeweils im unteren Mittelfeld auf Platz 12 von 16. 1965 erreichte das Land erneut den letzten Platz ohne einen einzigen Punkt zu erhalten. Dieses Mal teilte sich Spanien diesen mit Belgien, Deutschland und Finnland. 1966 erreichte Spanien mit Platz 7 von 18 seine bisher beste Platzierung im Wettbewerb. Auch im Folgejahr gab es ein gutes Ergebnis. Schließlich landete der Sänger Raphael, der Spanien bereits im Vorjahr vertrat, auf Platz 6 von 17. 1968 feierte Spanien dann seinen ersten Sieg im Wettbewerb. So gewann die Sängerin Massiel knapp mit einem Punkt vor dem Vereinigten Königreich den Wettbewerb. 1969, als der Wettbewerb dann erstmals in Madrid stattfand, konnte Spanien erneut den Wettbewerb gewinnen und war damit das erste Land im Wettbewerb, welches zwei Mal in Folge gewinnen konnte. Die spanische Siegerin Salomé mit Vivo cantando musste sich jedoch den ersten Platz mit ihren Mitstreiterinnen aus Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden teilen. 1970 setzte sich allerdings der spanische Erfolg fort, als der Sänger Julio Iglesias Platz 4 von 12 erreichte. Auch 1971 war Spanien erfolgreich im Wettbewerb und landete erstmals auf den zweiten Platz. Mit 116 Punkten holte die Sängerin Karina ebenfalls eine neue Höchstpunktzahl für das Land. 1972 endete der Erfolg Spaniens allerdings, als der Sänger Jaime Morey lediglich im Mittelfeld auf Platz 10 von 18 landete. 1973 hingegen holte Spanien wieder eine erfolgreiche Platzierung. Die Band Mocedades konnte Platz 2 erreichen und holte insgesamt 125 Punkte. Bis heute ist es Spaniens höchste Punktzahl im Wettbewerb. Ab 1974 konnte Spanien allerdings nicht mehr an die vorherigen Erfolge anknüpfen.
So landete der spanische Beitrag 1974 lediglich im Mittelfeld auf Platz 9 von 17. Auch 1975 konnte das Duo Sergio y Estíbaliz nur im Mittelfeld auf Platz 10 von 19 landen. 1976 erreichte Spanien dann seine schlechteste Platzierung seit elf Jahren. Schließlich erreichte der Sänger Braulio lediglich den drittletzten Platz. Auch 1977 und 1978 landete Spanien nur im Mittelfeld auf Platz 9 jeweils. 1979 konnte das Land dann wieder einen Erfolg im Wettbewerb verbuchen. So erreichte die Sängerin Betty Missiego einen weiteren zweitem Platz für Spanien. Trotzdem konnte sich der Erfolg nicht halten und so landete das Land 1980 wieder nur im Mittelfeld auf Platz 12 von 19. Auch im Folgejahr erreichte der spanische Beitrag nur das untere Mittelfeld mit Platz 14 von 20. Ebenfalls gab es 1982 nur einen Platz im Mittelfeld mit Platz 10 von 18. 1983 folgte dann der bis dahin dritte letzte Platz für Spanien. Erneut erhielt dieser keinen einzigen Punkt. Trotzdem wurde dieser letzte Platz erneut geteilt, in diesem Fall mit der Türkei. Umso erfolgreicher war das Land wieder 1983. So erreichte Spanien mit der Band Bravo den dritten Platz. 1985 war das Land aber wieder weniger erfolgreich und landete lediglich im unteren Mittelfeld auf Platz 14 von 19. Auch 1986 landete Spanien nur im Mittelfeld auf Platz 10 von 20. 1987 erreichte die Sängerin Patricia Kraus wieder nur eine Platzierung im unteren Mittelfeld auf Platz 19 von 22. Auch 1988 erreichte der spanische Beitrag lediglich Platz 11 von 21. Erst ab 1989 war das Land wieder erfolgreicher.
So erreichte die Sängerin Nina 1989 Platz 6 für das Land und holte damit die beste Platzierung seit 1984. Im Folgejahr erreichte das Duo Azúcar Moreno sogar eine noch bessere Platzierung und landete auf Platz 5. Auch 1991 setzte sich der Aufwärtstrend fort und Spanien landete auf Platz 4. 1992 hingegen endete dieser wieder und das Land landete wieder im Mittelfeld auf Platz 14 von 23. 1993 verpasste Spanien nur knapp eine Platzierung unter den besten Zehn und landete auf Platz 11. 1994 hingegen landete das Land wieder im unteren Mittelfeld und erreichte lediglich Platz 18 von 25. Umso erfolgreicher war der spanische Beitrag 1995. So erreichte die Sängerin Anabel Conde mit Platz 2 das beste Ergebnis seit 1979. Bereits im Folgejahr war das Land allerdings wieder nur wenig erfolgreich und landete auf Platz 20 von 23. 1997 hingegen schaffte es Spanien wieder unter die besten Zehn und erreichte Platz 6. Neben dieser guten Platzierung wurde das Land 1997 Teil der eingeführten „Großen“ – Big Four (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien), seit 2011 Big Five (mit Italien), die größten EBU-Beitragszahler – und hat damit immer einen garantierten Finalplatz. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um die langfristige Teilnahme der großen Geldgeber (Spanien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, ab 2011 auch Italien) und so das Überleben des Contests zu sichern. 1998 erreichte der Sänger Mikel Herzog allerdings wieder nur eine Platzierung im Mittelfeld und holte Platz 16 von 25. 1999 erreichte Spanien schließlich seine schlechteste Platzierung seit 1983 und landete erstmals alleinig auf dem letzten Platz. Dieses Mal erhielt der Beitrag wenigstens einen Punkt. Auch im Jahre 2000 konnte das Land lediglich Platz 18 von 24 erreichen. Erst ab dem Jahr 2001 war das Land wieder erfolgreich im Wettbewerb.
Schließlich erreichte der Sänger David Civera Platz 6 und damit das beste Ergebnis seit 1997. Auch in den Folgejahren konnte Spanien sich jeweils unter den besten Zehn platzieren. So holte die Sängerin Rosa 2002 Platz 7, die Sängerin Beth 2003 Platz 8 und der Sänger Ramón 2004 Platz 10. Es war damit das erste Mal seit 1974, dass Spanien mehr als drei Mal in Folge eine Platzierung unter den besten Zehn erreichte. Nach dieser erfolgreichen Zeit war Spanien allerdings nicht mehr so erfolgreich im Wettbewerb. So erreichten die spanischen Beiträge 2005 und 2006 lediglich Platz 21 jeweils. Auch 2007 gab es eine ähnliche Platzierung mit Platz 20. 2008 gab es allerdings wieder eine Platzierung im Mittelfeld mit Platz 16. 2009 hingegen wurde Spanien nur Vorletzter. 2010 gab es mit Platz 15 eine weitere Platzierung im Mittelfeld. 2011 landete Lucía Pérez dann auf dem drittletzten Platz. 2012 erreichte Pastora Soler dann die beste Platzierung seit 2004, da sie Platz 10 am Ende belegte. 2013 war Spanien allerdings wieder weniger erfolgreich und wurde erneut Vorletzter. 2014 hingegen konnte Ruth Lorenzo den Erfolg von Pastora Soler 2012 wiederholen und landete am Ende auf Platz 10. Danach konnte Spanien allerdings keine Erfolge mehr im Wettbewerb verbuchen.
So landete die Sängerin Edurne 2015 im unteren Mittelfeld mit Platz 21, während 2016 mit Platz 22 eine ähnliche Platzierung erreicht wurde. 2017 hingegen erreichte Spanien seine schlechteste Platzierung seit 1999 und wurde zum bereits fünften Mal Letzter. Auch 2018 und 2019 wurden mit Platz 23 und 22 wieder nur Platzierungen im unteren Tabellenteil erreicht. 2021 landete der spanische Beitrag auf Platz 24 und erhielt dabei keine Punkte vom Televoting. 2022 hingegen konnte Vertreterin Chanel für Spanien einen dritten Platz erzielen, was das beste Ergebnis des Landes seit 1995 ist. Ihr wurden vorzeitig sogar hohe Siegchancen zugeschrieben, was es zuvor für keinen spanischen Beitrag in den letzten Jahren gab. 2023 konnte man dann jedoch nicht an das Hoch vom Vorjahr anknüpfen. Im Finale belegte man mit Platz 17 von 26 nur eine Platzierung im unteren Mittelfeld. 2024 und 2025 erreichten die spanischen Beiträge jeweils den drittletzten Platz. 2026 boykottierte das Land den Wettbewerb aufgrund der Kontroverse um die Teilnahme Israels und nahm erstmals seit dem Debüt 1961 nicht teil.
Insgesamt landeten also 28 von den 65 Beiträge in der linken Tabellenhälfte. Dazu landete das Land fünfmal auf den letzten Platz. Mit zwei Siegen, vier zweiten Plätzen und einem dritten Platz gehört Spanien zu den durchschnittlich erfolgreichen Ländern im Wettbewerb. Trotzdem ist es von allen Big5-Teilnehmern das insgesamt schwächste Teilnehmerland. Außerdem ist Spanien das Land, das am Längsten auf seinen nächsten Sieg wartet.
Liste der Beiträge Farblegende: