Der Rümlig ist ein fast 20 Kilometer langer rechter Nebenfluss der Kleinen Emme im Schweizer Kanton Luzern. Er durchfliesst das Eigental und entwässert dabei ein rund 64,6 Quadratkilometer grosses Gebiet in den Luzerner Voralpen.

Name Eine Urkunde, die in das 9. Jahrhundert datiert, erwähnt einen Fluss Rimulcum. Die erste sichere Nennung des Rümligs stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jh. («in den Rümliken»). Der Name wurde von einer abgegangenen Siedlung namens Rümlikon auf den Fluss übertragen.

Geographie Verlauf Der Rümlig entspringt auf einer Höhe von am Trochemattsattel zwischen Hüenerhubel () und Mittaggüpfi auf dem Gebiet der Gemeinde Schwarzenberg.

Er fliesst zuerst in östliche Richtung, ehe er ab der Einmündung des Bründlenbachs in einer grossen Schleife gegen Norden die subalpine Molasse, die im Gelände durch schiefgestellte Nagelfluhbänder sichtbar ist, durchbricht. Hier bildet er für ein kurzes Stück die Grenze zu Hergiswil und somit zum Kanton Nidwalden.

Nachdem der Rümlig den Weiler Eigenthal passiert hat, ändert er beim Ortsteil Lifelen wieder seine Flussrichtung, um nun gegen Südwesten zu verlaufen. Er nimmt auf diesem Abschnitt von links den Giselbach, den Längerlenbach und den Ziländgrabe auf und bildet nach der Einmündung des Fischebachs die Gemeindegrenze zwischen Schwarzenberg und Entlebuch.

Er ändert nun erneut seinen Kurs und fliesst Richtung Nordosten, nimmt von links den oberhalb der Rengg entspringenden Fischebach auf und mündet schliesslich aus dem Südsüdwesten kommend bei Schachen auf der Gemeindegrenze von Werthenstein und Malters auf einer Höhe von von rechts in die aus dem Westnordwesten heranziehende Kleine Emme.

Der 19,96 km lange Lauf des Rümligs endet ungefähr 1142 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von circa 57 ‰.

Einzugsgebiet Das 64,59 km² grosse Einzugsgebiet des Rümligs liegt in den Luzerner Voralpen und wird durch ihn über die Kleine Emme, die Reuss, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 52,2 % aus bestockter Fläche, zu 38,6 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 2,3 % aus Siedlungsfläche und zu 6,8 % aus unproduktiven Flächen.

Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Der höchste Punkt ist am Pilatus mit einer Höhe von

Zuflüsse Von der Quelle zur Mündung. Namen nach den Geoportalen der Kantone Luzern und Nidwalden, Daten nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung Bründlebach (rechts), 0,9 km, 1,93 km² Spirbach (rechts), 0,4 km Kastelengraben (LauelenbachName nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung) (rechts), 2,0 km, 2,09 km² Chrümelbach (rechts), 2,8 km, 2,00 km² Hübel (rechts), 0,3 kmEigenmessung Giselbach (links), 3,7 km, 5,06 km², 0,17 m³/s Längerlebach (Giessbach) (links), 5,7 km, 5,39 km² ÄnnigergrabenBezeichnung nach dem Talnamen (links), 1,0 km Ziländgraben (Zilandgraben) (links), 2,3 km, 1,26 km² Fischebach [GKZ: CH 2747] (links), 4,6 km, 9,42 km², 0,28 m³/s Haselegggraben (links), 2,1 km Blattiggraben [GKZ: CH 2746] (links), 2,7 km, 2,03 km² Blattiggraben [GKZ: CH 2745] (Rohrgraben) (links), 2,0 km, 1,04 km² Fischebach [GKZ: CH 2744] (links), 7,9 km, 9,01 km², 0,26 m³/s Grütbach (links), 1,9 km, 0,74 km² Möslibach (links), 1,6 km Dägebach (links), 1,4 km Schränzbach (links), 0,4 km

Hydrologie Bei der Mündung des Rümligs in die Kleine Emme beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 2,04 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nivo-pluvial préalpin Abrufbar unter , und seine AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 20.

Weblinks

Verlauf des Rümligs auf dem Geoportal des Kantons Luzern

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Fluss im Kanton Nidwalden